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Sonntag, 04. November 2018

Hörspiele ersetzen das Vorlesen nicht

Baierbrunn (ots) - Kleinen Kindern ein Hörspiel anzustellen ist kein gleichwertiger Ersatz für das Vorlesen durch Eltern oder andere Familienmitglieder. "Vorlesen beeinflusst den Spracherwerb positiv. Hörspielen fehlt die starke kommunikative Komponente", erklärt Logopädin Sonja Utikal vom Deutschen Bundesverband für Logopädie im Apothekenmagazin "Baby und Familie". Beim Lesen könne man kuscheln, den Lesestoff an das Kind anpassen, Passagen wiederholen, Stimmen verändern, über Bilder sprechen. Tun sich Mutter oder Vater schwer, dem Kind vorzulesen oder vorzusingen, wäre es "schön, wenn jemand anderes aus der Familie oder deren Umfeld die Freude an Liedern und Büchern vermitteln kann", sagt die Expertin. "Hilfreich ist auch, wenn das Kind in eine Kita geht und dort viele Sing- und Leseerlebnisse erfährt."

Einfache Bilderbücher anschauen und dabei benennen, was sie sehen, können Eltern schon mit acht bis zwölf Monate alten Kindern. Zweijährige profitieren dann unter anderem davon, wenn Eltern ihnen vorlesen und sie nacherzählen lassen. Im neuen "Baby und Familie"-Heft finden Leserinnen und Leser ausführliche Informationen zu den wichtigsten Etappen der Sprachentwicklung und Expertentipps, wie Eltern ihr Baby von Anfang an beim Sprechen lernen unterstützen können.

 

- Quelle: Wort & Bild Verlag - Baby und Familie

- Foto: OZ (JS)


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