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Samstag, 19. Januar 2019

Oktober beschert NRW-Bauindustrie schrumpfendes Wachstum

Düsseldorf - „Die Bauindustrie liegt weiterhin stabil im Plus. Aber die Konjunktur hat im Oktober spürbar an Dynamik verloren. Nahezu alle Bausparten mussten Federn lassen. Nur der Wirtschaftsbau hat einen goldenen Oktober erwischt“, mit diesen Worten äußert sich Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zu den Konjunkturzahlen der Branche im Zeitraum Januar bis Oktober 2018.


Der Auftragseingang konnte nach einem Plus im September von 7,1 Prozent im Oktober nur noch ein Wachstum von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Die Nachfrage nach Bauleistungen hat im Oktober also spürbar nachgelassen, liegt aber nach wie vor deutlich über dem Vergleichszeitraum. Mit 10,236 Milliarden Euro Auftragsvolumen entfallen knapp 16 Prozent aller deutschen Investitionen im Bauhauptgewerbe auf die nordrhein-westfälische Bauindustrie. Deutschlandweit konnte der Auftragseingang um 9,7 Prozent wachsen. Nordrhein-Westfalen zeigt aktuell somit eine unterdurchschnittliche Entwicklung.


Positiv hervor sticht im Monat Oktober der Wirtschaftsbau. Die in diesem Jahr stark schwankende Nachfrage von Seiten privater Auftraggeber hat im Oktober deutlich zugelegt. 4,3 Prozent über Vorjahresniveau stehen für den Wirtschaftsbau in der Bilanz. Treiber dieser Entwicklung ist der private Wirtschafts-Tiefbau mit einem Zuwachs von satten 19,9 Prozent. Insgesamt verzeichnet der Wirtschaftsbau Aufträge im Wert von 4,691 Milliarden Euro. Der Wirtschafts-Tiefbau stellt davon 1,693 Milliarden Euro.


Mit einem Auftragseingang von 2,204 Milliarden Euro notiert der nordrhein-westfälische Wohnungsbau 7,5 Prozent über Vorjahresniveau. Verglichen mit der deutschlandweiten Entwicklung liegt Nordrhein-Westfalen nicht auf einer Spitzenposition. Mit 9,9 Prozent Wachstum zeigt der Wohnungsbau in Gesamtdeutschland eine deutlich bessere Bilanz als im Westen der Republik.


Der Straßenbau verzeichnet im Oktober leichte Wachstumseinbußen und kommt auf 15,7 Prozent. Bund, Land und Kommunen investierten bislang rund 1,51 Milliarden Euro in Straßen, Wege und Brücken.


Der öffentliche Bau hat im Jahr 2018 eine besondere Dynamik. Bedauerlicherweise zeigt diese beim öffentlichen Tiefbau in den ersten zehn Monaten des Jahres nun deutlich nach unten. Ein Minus von acht Prozent führt zu einem deutlichen Nachfrageeinbruch im Oktober. Insgesamt steht der öffentliche Tiefbau bei 1,323 Milliarden Euro.


Besser steht es um den öffentlichen Hochbau. Aufträge in Höhe von 508 Millionen Euro bedeuten ein Wachstum von 19,8 Prozent.

 

- Quelle: Bauindustrieverband NRW e.V.

- Foto: OZ


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