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Mittwoch, 20. März 2019

Zwei Jahre "fairpflichtet"

Siegburg -  Es gehört zu den Klassikern der Pausengastronomie - das Siedewürstchen. In der Rhein-Sieg-Halle aber kommen sie ab sofort nicht mehr auf den Tisch. Vor zwei Jahren hat sich das Haus "fairpflichtet", den gesamten Betrieb auf Nachhaltigkeit auszurichten. Viel wurde seitdem umgesetzt, nun sind die Würstchen dran. "Es wird in der Konzertpause kein Fleisch mehr geben, von dem wir nicht wissen, woher es kommt", sagt Frank Baake, Direktor der Rhein-Sieg-Halle. Und mit den Würstchen verschwinden auch die kleinen Tüten mit Senf und Ketchup.

"fairpflichtet" ist eine Initiative des Europäischen Verbandes der Veranstaltungszentren (EVVC) und des German Convention Bureaus (GCB). Die teilnehmenden Häuser verpflichten sich dabei zu wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortlichem Handeln. "Mit 'fairpflichtet' befinden wir uns gerade in ökologischen Fragen in einem kontinuierlichen Umdenkprozess", sagt Baake. So bietet die Rhein-Sieg-Halle Tagungsveranstaltern inzwischen nachhaltige Pauschalen an, bei denen das Catering ausschließlich aus regionalen Produkten besteht. Ein anderes Beispiel: Veranstalter können über die Internetseite des Hauses den CO2-Abruck ihres Events ermitteln und werden vom Team der Halle auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Veranstaltung beraten. Natürlich ist auch der eigene Energieverbrauch Thema: Die Umrüstung der Foyerbeleuchtung auf LED bedeutet eine Reduktion des Energieverbrauchs um etwa 76 Prozent.

Nachhaltigkeitsbeauftragter und damit zuständig für den "fairpflichtet"-Prozess ist Philipp Haug. Neben konkreten Maßnahmen, die er entwickelt und dann in die Abläufe der Rhein-Sieg-Halle einbringt, sensibilisiert er auch seine Kolleginnen und Kollegen für das Thema Nachhaltigkeit. So setzt die Gastronomie inzwischen bei Kaffee und Zucker ganz auf "fairtrade". Bei Rockkonzerten, bei denen aus Sicherheitsgründen kein Glas zum Einsatz kommen darf, werden längst Becher aus PLA, einem Biokunststoff aus fermentierter Maisstärke, bei dessen Herstellung 20 Prozent weniger Energie als bei üblichem Kunststoff benötigt wird, eingesetzt. Die Becher enthalten nicht nur weniger Schadstoffe, sie sind auch biologisch abbaubar. "Aber", sagt Haug, "der Weisheit letzter Schluss ist das noch nicht." Er arbeitet mit der Gastronomie bereits an neuen Konzepten zu diesem Thema. "fairpflichtet" ist eben ein kontinuierlicher Prozess der Verbesserung.

Und was gibt es künftig in der Pause statt der Würstchen? "Wir werden in der Umbauphase ohnehin etwas improvisieren müssen", sagt Baake und fügt vielversprechend hinzu: "Aber mit der Eröffnung des neuen Rhein Sieg Forums 2020 wird im Haus auch gastronomisch eine neue Zeitrechnung beginnen."

Weitere Informationen sind unter www.rhein-sieg-halle.de und www.fairpflichtet.de verfügbar. Regelmäßig wird über das Facebookprofil der Rhein-Sieg-Halle über neue Aktivitäten berichtet.

 

- Quelle/Foto: Stadt Siegburg


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