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Mittwoch, 06. November 2019

Juden aus Breslau - Sondervorfuehrung am 13. und 14.11. in Grevenbroich

Grevenbroich - Am Mittwoch, 13.11.2019 findet im Grefi-Kino in Grevenbroich eine Sondervorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms  "Wir sind Juden aus Breslau" statt. Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

 

Zum Inhalt des Films:

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

 

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

 

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer jüdischen Gemeinde in Wrocław. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an.

 

Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im letzten Jahr im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier und wurde gerade mit dem Deutschen Nationalpreis geehrt.


In diesem Jahr ist der 81. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel "Pogromnacht" spielt in den Erinnerungen unserer Protagonisten eine elementare Rolle.

 

Regisseurin Karin Kaper wird eine Einführung zum Film geben und steht für ein abschließendes Filmgespräch zur Verfügung.

Gefördert wird das Filmprojekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Darüber hinaus steht das Projekt unter der Schirmherrschaft  der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

 

Neben der öffentlichen Aufführung finden auch weitere Schulvorführungen statt. So können 110 Schüler der Käthe- Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich den Film am 14.11. im Grefi-Kino sehen. Weitere Vorführungen finden für Schulen in Wuppertal statt.

 

Kritiken, Fotos und den Trailer zum Film finden Sie hier: http://www.judenausbreslaufilm.de

 

 

- Quelle/Plakat: Karin Kaper Film


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