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Dienstag, 24. März 2020

Coronavirus: In Bonn müssen auch alle Hotels schließen

Bonn - Zusätzlich zur am gestrigen Sonntag, 22. März 2020, vom Land NRW erlassenen Rechtsverordnung wird die Stadt Bonn voraussichtlich am Dienstag, 24. März 2020, eine weitere Allgemeinverfügung erlassen und im Amtsblatt veröffentlichen. Mit der darin verfügten Schließung von Hotels geht die Stadt über die vom Land festgelegte Regelung hinaus. Die neue Allgemeinverfügung tritt einen Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.


Mit der Rechtsverordnung des Landes sind in Bonn nun auch Frisöre, Kosmetik-, Nagel- und Tatoostudios geschlossen. Auf Initiative des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) und in Abstimmung mit den Hauptverwaltungsbeamten im Regierungsbezirk Köln werden Hotels und andere Übernachtungsbetriebe in Bonn nicht nur für touristische Übernachtungen, sondern komplett geschlossen. Für Einzelfälle, die ihren Aufenthalt in Bonn nicht sofort beenden können, wird eine Lösung gefunden.
Oberbürgermeister Ashok Sridharan begrüßt das vom Land verordnete Kontaktverbot für mehr als zwei Personen ausdrücklich: „Auch wenn es anders heißt als in Bayern, sind die Regelungen nahezu identisch. Das war mir wichtig, um Insellösungen zu vermeiden. Und mir ist auch wichtig, dass wir diese Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für die Bürgerinnen und Bürger mit Augenmaß und der richtigen Verhältnismäßigkeit umsetzen. Denn auch wenn es in der aktuellen Situation sehr sinnvoll ist, sind es doch Grundrechte, die wir damit einschränken.“


OB Sridharan betonte außerdem, dass die Allgemeinverfügungen der Stadt Bonn – anders als die Rechtsverordnung des Landes, die bis zum 19. April gilt – unbefristet sind und die Stadt sie sofort ändern bzw. außer Kraft setzen wird, wenn sich die Lage ändert.



Stadtordnungsdienst kontrolliert weiter
Der Stadtordnungsdienst wird die bestehenden Verbote auch weiterhin mit allen verfügbaren Kräften kontrollieren. Dazu zählen neben dem ausgesprochenen Kontaktverbot auch Regelungen für Gewerbetreibende. So müssen Geschäfte, die noch geöffnet haben dürfen, unter anderem dafür sorgen, dass sich pro zehn Quadratmeter Grundfläche nur maximal eine Person aufhalten darf.


Am Wochenende hatte der Stadtordnungsdienst vor allem im Bereich von Sportanlagen sowie am Rhein und in der Rheinaue insgesamt 300 Personen belehren müssen, weil sie in größeren Gruppen als den zu diesem Zeitpunkt noch erlaubten zehn Beteiligten unterwegs waren.



Stadt weitet Hotline-Angebot aus
Die Stadtverwaltung erinnert noch einmal daran, dass alle Dienstgebäude der Stadtverwaltung seit 19. März 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen sind. Ein Besuch der Verwaltung ist nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. An den Eingängen der Gebäude finden Zugangskontrollen statt. Die Verwaltung appelliert deshalb, Anliegen möglichst telefonisch oder per E-Mail zu klären. Um noch besser für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar zu sein, weitet die Stadt das Hotline-Angebot aus.


Um die zentral für das Dienstleistungszentrum eingerichtete Telefonnummer 0228 776677 zu entlasten, können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen zusätzlich an folgende Rufnummern wenden: 0228 776657 für Melde-, Pass- und Ausweisangelegenheiten, 0228 776658 für die Zulassungsstelle und 0228 776659 für die Fahrerlaubnisbehörde bzw. Führerscheinstelle.
Bonner Unternehmen und Gewerbetreibende, die von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, können sich mit ihren Fragen an das Team des Service-Centers Wirtschaft der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn wenden. Es ist unter der Rufnummer 0228 774000 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung(at)bonn.de erreichbar. Informationen über Unterstützung durch Bund und Land finden sich außerdem auf der städtischen Homepage unter https://www.bonn.de/themen-entdecken/wirtschaft-wissenschaft/index.php.


Frühzeitige Beteiligung zur Kennedyallee 62-72 wird verschoben
Die Stadt weist darauf hin, dass die ursprünglich für den Zeitraum von 23. März bis 3. April 2020 geplante frühzeitige Beteiligung im Bauleitplanverfahren „Kennedyallee 62-72“ sowie die Bürgerinformationsveranstaltung am 24. März 2020 zum Thema abgesagt werden. Die Beteiligung wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.


137 Fälle mit Coronavirus-Infektionen

Mit Stand Montag, 23. März 2020, 14.30 Uhr gibt es in Bonn 137 bestätigte Fälle mit Coronavirus-Infektionen. Sieben Menschen befinden sich zur Behandlung im Krankenhaus, drei davon werden intensivmedizinisch betreut. Der Schüler der Bonn International School ist wieder genesen, seine Testergebnisse sind negativ.



Aktuelle Informationen im Internet

Die Stadt Bonn informiert tagesaktuell auf ihrer Internetseite über die Situation zum Coronavirus in der Bundesstadt: www.bonn.de/coronavirus.

 

- Quelle: Stadt Bonn

- Foto: OZ


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