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Große Laache


Höchster Wasserstand 2010 in der Großen Laache





Pulheim: Dauerregen - Große Laache - Pegel "Am alten Rhein" 74 cm über normal

Nach heftigem Dauerregen vom 12.-14.11.2010 zeigte der Pegel "Am alten Rhein"

in der Großen Laache einen Wasserstand von 1,46 m an. Das sind 74 Zentimeter über normal.

Engel: "Der höchste Wasserstand, den wir dort in diesem Jahr gemessen haben. Teilweise stand sogar der

Wanderweg fast Knie tief unter Wasser (Bild). Mal sehen, ob wir dort den Weg mit Schotter etwas anheben können."

Teichkettensystem Große Laache neu justiert





Pulheim. Das Naturschutzgebiet Große Laache, ein bei Spaziergängern und Naturfreunden sehr beliebter, etwa 18.000 Jahre alter wertvoller Altheinarm, besteht aus zwei voneinander unabhängigen Wassersystemen die vom Pulheimer Bach gespeist werden: Das bewusst nicht zugängliche Teichkettensystem mit seinen drei großen und acht kleinen Wasseraufbereitungsteichen und der direkt am Spazierweg gelegene Hochwasserentlastungsarm mit seinem wechselfeuchten Auenwaldbiotop. Durch natürliche Auskolkungsprozesse war im Laufe der letzten Jahre, am Ende des Teichkettensystem, eine wichtige Wasserüberlaufschwelle weggespült worden. Dadurch erhöhte sich einerseits die Durchflussmenge und andererseits sank die natürliche Reinigungskraft in den Teichen. Nach vorangegangenen Messungen und monatelanger Einstellungsarbeit konnte der Bachverband jetzt die neue Wasserüberlaufschwelle in Betrieb nehmen. Sie garantiert wieder die Durchflussmengen innerhalb der 11 Teiche, stabilisiert so die maximale natürliche Reinigungskraft und verhindert bei normalem Wetter, dass dort "unnütz" zu viel Bachwasser in die Versickerung gelangt. Die Überlaufschwelle wurde jetzt stufig ausgebaut (Bild). Verbandsvorsteher Horst Engel: "Dadurch wird das kristallklare Wasser sichtbar und erfahrbar. Eine wichtige Voraussetzung für schätzen und schützen lernen." weiter ...

Große Laache - Pilze schießen aus dem Boden




Bauchweh-Koralle


Gewimberte Erdstern


Riesenbovist (Zertrampelt)

Das feucht warme Wetter lässt alljährlich Pilze aus dem Boden schießen. Im Naturschutzgebiet Große Laache, einer etwa 18.000 Jahre alten Altrheinschlinge, kann man sie jetzt beobachten. Dabei ist die "Bauchweh-Koralle" (Bild) schon eine optische Besonderheit. Sie sieht aus wie eine hübsche Koralle und zählt zu den so genannten Korallenpilzen. Ihr Fruchtfleisch duftet nach Maggiwürze ist aber giftig. Es verursacht heftige Magen-Darm-Beschwerden. Die Bauchweh-Koralle gedeiht besonders gut im wertvollen Laubwald der Altrheinschlinge.

Der Gewimperte-Erdstern (Bild) ist der häufigste Vertreter der hübschen und seltenen Gattung der Erdsterne. Seine Außenhülle springt zur Reifezeit in sieben bis acht sternförmig angeordnete Lappen auf. Erst dann kann man sie am Erdboden zuverlässig entdecken, da sie sonst stiellos und von kleiner kugeliger Gestalt leicht übersehen werden können. Der Gewimperte-Erdstern ist kein Speisepilz. Beide Aufnahmen wurden übrigens direkt neben dem Waldweg durch die Große Laache gemacht. Leider liegen derzeit dort viele, mutwillig zerstörte Pilze auf dem Boden. So auch der völlig zertrampelte Riesenbobist (Bild). Deshalb appelliert der Bachverband an die Spaziergänger die Natur zu schätzen und zu schützen.

Einzigartiges Naturschutzgebiet Große Laache besser geschützt





Mobile Hundeschulen haben dort nichts zu suchen

Pulheim/Köln. Mit der Eröffnung des neuen Parkplatzes von der Venloerstraße, an der Stadtgrenze zwischen Köln und Pulheim, hat der Besucherdruck auf den neuen Spazierweg oberhalb des Pulheimer Sees zugenommen. Natürlich auch auf das einzigartige Feucht- und Naturschutzgebiet der Großen Laache mit seinem temporär gefluteten Auenbereichen, ein ehemaliger Rheinarm. Damit war zu rechnen. Allerdings konnte nicht damit gerechnet werden, dass unverbesserliche Pkw-Fahrer ständig mit ihren Fahrzeugen vom Pletschmühlenweg über den Reitweg, vorbei am Kieswerk, über den neuen Spazierweg, versuchen den neuen Parkplatz an der Venloer Straße zu erreichen. Auch Hundebesitzer und sogar so genannte "mobile Hundeschulen" haben mit ihren Fahrzeugen ständig diesen Weg genommen, um auch im Naturschutzgebiet der Großen Laache Hundeausbildung zu betreiben. Inzwischen dort fast eine Plage (!). Die Zweckverbandsverwaltung für das Naherholungsgebiet Stöckheimer Hof hat reagiert und den Reitweg ab Kieswerk mit einer Schranke gesperrt. Sperrpfosten verhindern zusätzlich die Durchfahrt zum neuen Parkplatz über den neuen Spazierweg, vor allem für Geländefahrzeuge, die sich nicht abhalten lassen sogar über Feldwege heranzufahren.

Edelfalter Waldbrettspiel in der Großen Laache beobachtet.




Mit viel Geduld konnte in diesen Tagen der Tagfalter "Waldbrettspiel" aus der Familie der Augenfalter, aus der Familie der Edelfalter, in der Großen Laache beobachtet werden. Seine Flügelspannweite liegt zwischen 32 und 45 mm.

Die charakteristischen Augenflecken befinden sich an der Spitze der Vorderflügel. Er ist ein typischer Auenwaldbewohner und liebt den Laubmischwald. Vorzugsweise sitzt er gerne auf erhöhten Positionen in der Sonne. Blüten fliegt er eher selten an. Meist saugt er an Baumsäften und reifem Obst. Die Brettspiele fliegen in zwei Generationen: Von April bis Juni die erste Generation und von Juli bis September die zweite Generation. Ihre Raupen ernähren sich von Waldgräsern.

Pulheim: Rostgänse in der Großen Laache



Anfang April 2010 wurde erstmals ein Pärchen Rostgänse in der Großen Laache, dem Mündungsgebiet des Pulheimer Bachs gesichtet.

Rostgänse sind in den innerasiatischen Steppen und Halbwüsten beheimatet. 

In Europa gibt es wildlebende Populationen, die jedoch alle den Gefangenschaftsflüchtlingen zugerechnet werden.  In unserer Region sind sie eher selten anzutreffen. 

Beide Geschlächter sind intensiv rostbraun oder rostgelb gefärbt und haben einen helleren gelblichen oder weißen Kopf.

Während der Fortpflanzungszeit hat das Männchen einen schmalen, schwarzen Halsring. Höckerschwäne sind in der Großen Laache keine Seltenheit. 

 

 

 

 

 

 

 




Rostgänse

Rote Pestwurz blüht am Bachufer vor der Großen Laache



Ein untrügliches Zeichen für den Frühling ist die dicke, eiförmige Blüte aus unzähligen rötlichen Blütenkörbchen der Roten Pestwurz. Im Volksmund eher als Wilder Rhabarber bekannt.

Sie zählt zu größten, zumindest breitesten heimischen Wildpflanzen. Kinder nutzen die Blätter gerne als Sonnenhüte. Eindrucksvoll ist das Wachsen der Blütenstände und ihrer Stiele.

Anfangs während der Blüte gedrungen und nur etwa 30 cm hoch, strecken sie sich später zu über 1 Meter Höhe empor, so dass sie die Riesenblätter überragen und frei dem Wind ausgesetzt sind, der die mit einem Haarkranz ausgestatteten kleinen Früchte davonträgt.

Pulheim: 1000 Sträucher für gerodete Waldsäume rund um die Große Laache


Mit Hochdruck pflanzen derzeit die Mitarbeiter des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach entlang der Waldsäume rund um die Große Laache neue Sträucher, die auch im Schatten der hohen Bäume gedeihen. Damit soll versucht werden die stark beschädigten und leider zum Teil gerodeten Waldsäume behutsam wieder aufzubauen. Zuvor wurden in den Wintermonaten lange Abschnitte mit etwa 1 m hohen Reisigwällen, so genannte Benjeshecken, aufgeschichtet, um Trampelpfade illegaler Angler und Mountainbikerouten zu verstopfen. Die Arbeiten werden nach Ostern fortgesetzt.

Benjeshecken schaffen ein günstiges Kleinklima. Im Schatten der bandförmigen Reisigwälle ist die Verdunstung herabgesetzt. Die Zersetzung des Gestrüpps liefert Nährstoffe für die sich ansiedelnden Kräuter und Jungpflanzen und bietet Schutz für die neuen Sträucher, so dass sich langsam ein neuer Waldsaum entwickeln kann. Tieren bieten die Benjeshecken einen Lebensraum, zum Beispiel Brutraum für am Boden brütende Vögel. Gleichzeitig schützen sie den wertvollen inneren Bereich des Naturschutzgebietes.

Folgende Pflanzenarten wurden in Gruppen gepflanzt: Pfaffenhütchen, Roter Hartriegel, Schlehen, Waldhasel, Kornelkirsche, Feldahorn, gemeiner Schneeball, eingriffeliger Weißdorn, gemeine Heckenkirsche und punktuell gemeine Stechpalme und heimische Eibe.

Hinweis zum Naturschutz: Angeln ist im Naturschutzgebiet der Großen Laache nicht erlaubt. An die vielen Hundeführer, die in der Großen Laache ihre Hunde ausführen, gilt folgender Appell: Den Hund bitte "bei Fuß" führen und nicht durchs Unterholz jagen lassen. Nur so hat das Wild dort wieder eine Chance.

 

Wasseraufteilung unveränderbar




Jahreswechsel 2009/10

Pulheim: Im Zusammenhang mit dem Projekt "Park Orr" fragen sich besorgte Bürgerinnen und Bürger, ob möglicherweise für die Große Laache, dem südlichen Abschnitt der ehemaligen Rheinschlinge, weniger Bachwasser vorgesehen sein könnte. Verbandsvorsteher Horst Engel teilt hierzu folgendes mit: Das Bachwasser wird vor der Pletschmühle, in einem so genannten Aufteilungsbauwerk, auf die Große Laache und auf die Kleine Laache verteilt. Damit sichergestellt ist, dass stets die Große Laache die Hauptwassermenge erhält (!), ist im Aufteilungsbauwerk ein ergänzender so genannter Dammbalken, aus Stahl eingeschweißt, der das automatisch sicherstellt. Engel: "Da kann nicht gedreht werden! Die Wasseraufteilung ist unveränderbar. Auch nicht durch ein Projekt "Park Orr".

 

Die notwendige Wassermenge für die Große Laache wurde 1995/1996 in Kooperation mit dem Erftverband berechnet, eingestellt und hat sich bewährt. Das bedeutet für die Große Laache, dass ihre Teichketten im Naturschutzgebiet, ihr wertvoller Auenwaldsee (Bild) und der Hochwasser- entlastungsgraben neben dem Spazierweg, auch bei größter Trockenperiode, stets genug Bachwasser erhalten. Für die Kleine Laache bleibt deshalb nur eine Minderwassermenge übrig, die über den so genannten Trockenwetterabfluss hinausgeht - also nur ein Rest. Nur bei Regenwetter kann es vorkommen, dass über den ein km langen Zuleitungsgraben in der Kleinen Laache so viel Wasser ankommt, dass der erste Teich im ehemaligen englischen Park, der so genannte "Lange Teich", etwa 1/2 m tief mit Wasser gefüllt ist. Bei lang anhaltendem Regenwetter kommt es auch vor, dass der Wasserspiegel im "Langen Teich" so ansteigt, dass der Teich überläuft und der angrenzende "Inselweiher" mit Wasser gefüllt wird. In seltenen Ausnahmefällen läuft sogar noch etwas Wasser vom "Inselweiher" in den angrenzenden "Dreiecksweiher", den man dann von der Auweiler Straße aus sehen kann. Er liegt so zusagen hinter dem Haus Orr. Darüber hinaus ist es seit über 50 Jahren nicht mehr vorgekommen, dass die ankommenden Wassermengen ausreichten, auch die so genannte "Korbweidenzucht", ein historisches, Fischgräten ähnliches Grabensystem und den ganz großen Teich, der bis an die Pletschmühle heranreicht, mit Wasser zu füllen. Dieser Teich hat die Flurbzeichnung "Kleine Laache" und gibt dem nördlichen Arm der alten Rheinschlinge seinen Namen: Kleine Laache.

 

Januarhochwasser 2010 am Pulheimer Bach



Pulheim: Durch die Renaturierung zwischen der Junkerburg in Geyen und der B 59 N wurde das Bachbett so aufgeweitet, dass der Bach sich bei Niedrig- und Mittelwasser friedlich in Menaderbögen schlengelnd zu Tal bewegen kann; eine Augenweide für Naturliebhaber. Bei Hochwasser, wie jetzt durch das plötzlich einsetzende Tauwetter, sogar mit Regen verbunden, kann der Bach vorbildlich und gefahrlos das breite Bachbett ausnutzen. An einigen Stellen schwillt er auf eine Breite von über 5 m an. Meanderbögen, Inseln, Halbinseln und Stillwasserzonen haben vorübergehnd und schadlos Land unter.

So ist nicht nur Natur zurückgewonnen, sondern auch zusätzlicher Hochwasserschutz für die weiter Bach abwärts liegende Ortslage Pulheim. Das Bild zeigt das Hochwasser an der Schmetterlingsinsel. Trittsteine derBachfurt und eine Stillwasserzone sind schon überspühlt.

Naturschutzgebiet Große Laache unter Eis und Schnee



Pulheim: Zu jeder Jahreszeit, auch bei Eis und Schnee, ist die alte Rheinschlinge zwischen Pulheim, über Esch bis zum Worringer Bruch, mit ihren Gräben, Teichen, Senken, Inseln und Halbinseln gut zu verfolgen. Nur der hohe Rheindeich bei Worringen verhindert, dass der Rhein bei Hochwasser "mal eben vorbeischaut". Heute sind das Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiet Große und Kleine Laache und der Worringer Bruch längst fester Bestandteil einer attraktiven Naherholungslandschaft und ein Refugium für seltene Flora und Fauna. Im Rahmen der regionale2010 und des Erlebnis- und Lehrpfades am Pulheimer Bach wird ein so genannter Ankerpunkt am Eingang zur Großen Laache diesen Zusammenang mit einzigartigen historische Karten und Bildern erläutern.

Graureiher auf eisigen Abwegen?



Pulheim: Früher hieß er Fischreiher. Als man aber feststellte, dass dieser stattliche Großvogel, mit über 90 cm Kopfhöhe, außerhalb seiner Brutzeit, Ende Februar Anfang März, seinen Nahrungsbedarf vor allem durch den Fang von Wühlmäusen deckte, hatte er seinen Namen weg: Graureiher. Auf dem Bild ist schön zu sehen, wie er auf einem Feld neben der Großen Laache, die nicht völlig zugefroren ist, unbeweglich vor einem Bau einer Wülmaus lauert.

Ob er am Ende kalte Füße bekam und wieder in die etwas wärmeren Offenwasserstellen der Teiche in der Großen Laache wechselte, oder ob er die Wühlmaus schnappen konnte, schwer zu sagen.

Vermessung Große Laache


Pulheim: Derzeit lässt der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach die Große Laache vermessen. Spaziergänger fragen sich nun ob ein Zusammenhang mit der jüngsten Planung Haus Orr und Orrer Wald besteht? Das ist nicht der Fall. Der Pulheimer Bachverband wurde im März 2009 Eigentümer der gesamten Flächen der Großen Laache und ist seit dem 1. Januar auch für die Gewässerunterhaltung zuständig. Deshalb wird das gesamte Gelände vermessen, auch die Sumpf- und Feuchtbereiche oberhalb des Naturschutzgebietes. Die roten Messpunkte werden durch so genannte "Peilpfosten" gesichert. Dies erlaubt z.B. dem Landwirt beim Pflügen sich besser an die Flurgrenzen halten zu können. Die "Peilpfosten" werden dabei ca. 50 cm von der Flurgrenze zurück auf die Flächen des Bachverbandes gesetzt. Das erlaubt den Verbandsmitarbeitern den Rand des Flurstückes zu betreten, um z.B. einen Gehölzschnitt vornehmen zu können, ohne das fremede Ackerland betreten zu müssen.

Nach Abschluss der Vermessungsarbeiten sollen im Frühjahr die Freiflächen punktuell aufgeforstet werden.

 



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Große Laache


Texte und Bilder von Horst Engel (Verbandsvorsteher: Unterhaltungsverband Pulheimer Bach)

 




Bilder. Große Laache Sumsp und Auenwald


(2009)

Daten Pulheim Bach:


Vier Quellen bei Glessen

Quellhöhe 93 müNN

Versickerun/Mündungshöhe 43 müNN

Gesamtlänge ca. 9 Kilometer

Einzugsgebiet rund 18 Quadratkilometer

)* 2 Millionen Kubikmeter Wasser reichen aus eine Stadt mit 50.000 Einwohnern mit Trinkwasser zu versorgen

 

Pulheimer See



Erholungsgebiet9 01