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Friday, 24. September 2021

Goetze Büste findet ihren Platz in der Stadtbücherei - Burscheider Geschichte in einem Vortrag in Erinnerung gerufen

Michael Hedderich (Tenneco – ehemals Goetze-Werk) und Bürgermeister Stefan Caplan

Burscheid - Lange war die Büste des Firmengründers der früheren Goetze Werke in Burscheid, Friedrich Wilhelm Goetze, in Vergessenheit geraten. Nach Jahren des Schattendaseins im Burscheider Stadtarchiv ist sie auf Initiative des Ratsmitgliedes Ulrich Conrads fortan für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gemeinsam mit dem Tenneco-Geschäftsführer Michael Hedderich nahm Bürgermeister Stefan Caplan am Mittwoch, 22. September 2021 die Enthüllung der Goetze Büste, die auf dem angefertigten Sockel von Harald Stauf (Leiter der Schreinerei) thront, in der Stadtbücherei vor.

Gemeinsame Geschichte der Stadtbücherei und Goetze
Da die Stadtbücherei der Friedrich Goetze AG viel zu verdanken hat, ist es nicht verwunderlich, dass die Büste dort ihren Platz gefunden hat. Immerhin hat die großzügige Spende von 700 000 DM damals dazu beigetragen, dass die Stadtbücherei 1989 an dieser Stelle wieder ihre Tore für die Öffentlichkeit öffnen konnte. Auch das Schmiedeeiserne Schild über dem Eingang in Form eines aufgeschlagenen Buches mit dem Burscheider Stadtwappen ist ein Werk von Auszubildenden der Firma Goetze.

Burscheider Geschichte in einem Vortrag in Erinnerung gerufen
Im Anschluss an die Enthüllung der Büste hielt Stadtarchivar Sascha Kempf einen Vortrag über das Leben von Friedrich Wilhelm Goetze, in dem er die Bedeutung Goetzes für Burscheid noch einmal verdeutlichte.

Wer war Friedrich Wilhelm Goetze?
Friedrich Goetze wurde am 27. November 1856 in Eilenburg in Sachsen als Sohn eines Mehlhändlers geboren. 1873 begann er in Erfurt in einer Lokomotivfabrik eine Lehre als Maschinenschlosser. Fünf Jahre später beteiligte er sich als Lokomotivführer der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft am Bau der Bahnstrecke Opladen Lennep.

Nach Fertigstellung der Strecke ließ er sich in Burscheid nieder, heiratet und machte sich 1887 in der Thielenmühle selbständig.1890 errichtete er das erste Fabrikgebäude auf dem Gelände des jetzigen Goetze Werkes I in Burscheid, bis er 1900 die Fabrikanlagen erweiterte: Aufnahme neuer Fabrikate, Metallpackungen und

Armaturen; Inbetriebnahme einer Tiegelgießerei. Der Beginn der Herstellung von Guss-Kolbenringen für Dampfmaschinen und Gasmotoren war geboren.
Im Jahr 1904 beteiligte sich Friedrich Goetze an der Weltausstellung in St. Louis, USA, wofür er eine goldene Medaille erhielt. 20 Jahre nach Errichtung seines ersten Fabrikgebäudes in Burscheid gründete er 1910 ein Werk in New Brunswick, USA, welches 1917 im Zuge des Ersten Weltkriegs beschlagnahmt wurde. Am 8. Juni 1923 wurde die Firma Goetze in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ein Jahr später verstarb Friedrich Goetze.

Auch nach seinem Tod lebt das Werk weiter und ist bis heute der größte und einer der wichtigsten Arbeitgeber in Burscheid.

- Quelle: Stadt Burscheid

- Bild: Stadt Burscheid/(B.-W.)


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