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Dienstag, 18. Mai 2010

Helga Premm: Vernissage „Bäume – knorrig und skurril" – Foto-Ausstellung

Pulheim – Helga Premm: Vernissage „Bäume – knorrig und skurril – Foto-Ausstellung – Es war ein trockener, aber etwas kühler Mai-Sonntag, als ich mich auf den Weg ins Café F. machte, um einer erneuten Vernissage beizuwohnen; diesmal ging es um eine Ausstellung von Fotos von Helga Premm aus Erftstadt, wo sie seit 1966 wohnt.

 

Helga Premm: Fotografie und Kalligrafie

 

Die in Memel gebürtige Autodidaktin machte auf mich einen ruhigen Eindruck, sie sei, wie sie mir auf Nachfrage versicherte, „nicht nervös“, trotz des „großen“ Tages für sie, der Öffentlichkeit ihre Werke zu präsentieren. Sie hat viele Fortbildungskurse in Sachen Fotografie und Kalligrafie absolviert – darunter bei dem berühmten Prof. Eickel aus Aachen - und hat seit 1978 viele Einzel- und Gruppenausstellungen im gesamten Rhein-Erft-Kreis; weiter in europäischen Ländern, darunter Dänemark, Frankreich und England.

 

„Collagierte Kompositionen“

 

Die Motive ihrer Bilder, wozu auch Collagen zählen, die sie mit einer CANON AE I, einer Spiegelreflexkamera „schießt“ und sie bis vor einiger Zeit in ihrem Fotolabor selbst entwickelt hat, haben eine explizite Formensprache. In Ihrem Flyer zur Vernissage heute konnte man die Merkmale dieser Motive studieren: „Kontraste, Details, Spuren, Annäherung, Portraits, Spiegelungen“ usw. Heute sah man überwiegend „Landschaften“ von und auf Bäumen, darunter Alleen, aber vor allem die auffälligen Details: Tief gefurchte Rinde, „Narben“, Baumhöhlen sowie Teile von Baumscheiben. An der Auswahl der Werke von heute fällt die „Schwarze Kastanie“ auf, eine collagierte Komposition von kräftig grünen Blättern, in deren Hintergrund holzige Fabelwesen „lauern“. Auch andere Bilder, etwa ein Zyklus von schwarz-weiß-Fotos, haben wegen ihrer Assoziationskraft Tiernamen, wie „Der alte Baumbär“ – siehe Fotostrecke.

 

„Baum-Gedichte“

 

Es waren viele Besucher erschienen, dies sich gerührt und dankbar zugleich zeigten, vom „Drehbuch“ der Vernissage im Café F., zu der viele Kunstschaffende und - -freunde erschienen waren; viele hatten schon selbst hier ausgestellt, wie Ursula Ockenfels - wir hatten darüber berichtet; andere bereiten sich auf eine eigene Vernissage in naher Zukunft vor, wie Renate Seifert. Gast war auch die Malerin Gerda Kothe aus Pulheim. Heidrun Pohl, ebenfalls Malerin aus Erftstadt, kam mit ihrem Mann, der 1. Vorsitzender des Erftstadter Kunstvereins ist: Wolfgang Pohl, der mit seiner digitalen CANON das Geschehen dokumentierte, so auch die Begrüßung von Edel Westkamp, die im Cafè F. bzw. im Verein für die Kultur zuständig ist und das literarischer Introitus durch Clelia Meyer, geboren in Zürich, und deren Groß-Onkel der berühmte Conrad Ferdinand Meyer war, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts, neben Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf. Sie trug „Baum-Gedichte“ vor, darunter „Schwarze Kastanie“. Frau Meyer ist, wie Ursula Ockenfels und viele andere, Mitglied des „Künstlerforum Schau-Fenster Erftstadt e.V.

 

Freundlicher Beifall kam von den Gästen, darunter von der Ratsfrau a.D. Karin Burmeister, der Vorsitzenden des Café F. und von Ratsherr Hans Ehm und dessen Gattin; damit war die Ausstellung der Fotos von Helga Premm offiziell eröffnet.

 

Infos:

Die Ausstellung geht bis zum 16. Juli 2010. – Eintritt ist frei.

Café F.: Venloer Straße 135, 50259 Pulheim, Tel.: 02238 / 82 5 81

- Text/Foto/Fotostrecke: Dr. Ernst Hoplitschek

 

 

 

 

 


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