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Monday, 17. January 2011

Rüttgers: “Die Menschen müssen sich angenommen fühlen!” Jubiläumsfeier: 25 Jahre Seniorenzentrum

Pulheim - 25 Jahre Seniorenzentrum der Caritas - Jubiläumsfest - Es wurde ausgiebig gefeiert, an diesem Samstag in der Steinstraße und viele Prominente waren gekommen, um diesem Ereignis ihre Ehre zu erweisen: Der NRW-Ministerpräsident a.D. Dr. Jürgen Rüttgers und dessen Ehefrau Angelika, Willy Zylajew (MdB), der stellv. Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Willy Harren, der Bürgermeister der Stadt Pulheim, Frank Keppeler, der Sozialdezernent der Stadt Pulheim, Florian Herpel, viele Fraktionchefs der im Rat der Stadt Pulheim vertretenen Parteien wie Werner Theisen (CDU) und Dirk Timm (SPD), schließlich der Kreisdirektor der Caritas, Arnold Biciste. Weiter der Ortsvorsteher Hans-Jakob Wolff, weiter die Ratsherren Dr. Clemens Kopp - der in einem Nebengebäude der Einrichtung wohnt - sowie Siegbert Renner. Von der evangelischen Kirche schließlich Friederike Kuhlmann-Fleck.

 

“Bewahre uns Gott, behüte uns Gott”

 

Dem Ereignis angemessen begann das Jubiläum mit einem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Balg, der mit warmen Worten in seiner Predigt auch auf die hier in der Einrichtung praktizierte “Nächstenliebe” einging, begleitet vom Musik- und Gesangs-Chor “Musica vita” aus Sinnersdorf, geleitet von Inge Münnich. Diese Gruppe hatte schon das 20-jährige Jubiläum vor fünf Jahren musikalisch begleitet. Deren Zutaten reichten von “Lobe den Herren” bis zu “Bewahren uns Gott, behüte uns Gott”.

 

“Ohne die Ehrenamtlichen läuft hier gar nichts”

 

Nach dem Gottesdienst oblag es dem Leiter der Einrichtung, Jürgen Schenzler, die Gäste offiziell zu begrüßen, bevor er dann selbst in Stichworten auf die Entstehung und Entwicklungsgeschichte des Seniorenzentrums einging. Vor vielen Heimbewohnern und Pflegedienstangestellten sowie vielen ehrenamtlichen Helfern skizzierte er das Gründungsjahr 1986 mit einigen herausragenden politischen Ereignissen wie etwa dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Eines seiner Kernworte an diesem Vormittag war: “Ohne die Ehrenamtlichen läuft hier gar nichts”. Er ließ eher nebenbei nicht unerwähnt, dass “seine” Einrichtung fortwährend von unterschiedlichen “Kommissionen” geprüft werde; eine von diesen habe die Qualität des Seniorenzentrums mit einer 1,5 bedacht.

 

“Vergesst die alten Menschen nicht”

 

Kreisdirektor Biciste, der von Schenzler ein Buch (“Getröstet und Geborgen”) als Geschenk erhalten hatte: “25 Jahre sind ein hohes Alter für eine Einrichtung dieser Art” - betonte, dass die Hilfe für Menschen von Menschen “geprägt” sei. Und: "Ich bin stolz darauf, dass dies auch eine katholische Einrichtung ist!“. Sein Statement endete mit einem Appell an die Politik: “Vergesst die alten Menschen nicht” - mit viel Beifall bedacht, wie die Vorredner auch. Danach folgte der musikalische Beitrag von Sänger und Pianist Frank Muschik mit “It’s a wonderful world”.

 

“Die Menschen müssen sich angenommen fühlen!”

 

Dr. Jürgen Rüttgers hielt an diesem Jubiläumstag die Festrede, kein Wunder, ist dessen politische Entwicklung als “Pulheimer” mit diversen Einrichtungen aufs Engste verbunden; er war ja jahrelang Beigeordneter der Stadt. Aber nicht nur dies, so war von ihm zu hören, verbindet ihn mit dem Seniorenzentrum. “Mein Vater”, so erzählte er es den anwesenden Gästen, hat ja hier seine letzten Lebensjahre verbracht und fühlte sich hier sehr wohl, immer “gut betreut”. Generell gelte für ihn: “Menschen müssen sich angenommen fühlen, gerade in ihren letzten Lebensjahren!“

 

Rüttgers widmete sich dann in seinem Beitrag ausführlich den Folgen des “realen” demografischen Wandels in der Gesellschaft, dem “man sich stellen muss”. Die Gesellschaft würde nicht nur älter, sie würde auch kleiner, weil die Bevölkerungszahl zurückgehe, sie würde auch “bunter”, da viele Menschen hier in unserem Land eine neue Heimat gefunden hätten. Er lobte dann nachdrücklich das Ehrenamt, auch von vielen “Rentnern” und “Pensionisten” ausgefüllt, und von denen viele sich in der Altenpflege engagierten. Er kritisierte dann die oft anzutreffende Ausgrenzung von älteren Menschen; es sei sogar ein “Fehler” der Gesellschaft, bereits schon 45-Jährigen “keine Chance” mehr zu geben. Dabei, so sein Diktum, seien “ältere Menschen nicht nur sehr erfahren, sondern “auch leistungsfähig”. Weiter: “Im Vordergrund des Umgangs miteinander muss, wie hier in dieser Einrichtung erstens umgesetzt, die “Mitmenschlichkeit” stehen. Seine Schlussbemerkung hierzu, mit kräftigem Lachen und zustimmenden Klatschen von den Gästen bedacht: “Junge Menschen können schneller laufen, die Alten kennen aber die Abkürzung”. “Machen Sie weiter so - vergelt´s Gott!”

 

“Alles Gute für die nächsten 25 Jahre!”

 

Der Bürgermeister der Stadt Pulheim, Frank Keppeler, wünschte von “ganzem Herzen” dem Seniorenzentrum für weitere “25 Jahre” eine gute Zeit und vergaß nicht eine persönliche Reminiszens aus seinem Leben, die bei den Gästen Schmunzeln provozierte: “Ich erinnere mich noch genau an dieses Jahr 1986, da war ich 12 Jahre und hatte mich mit einer “5” im Fach Chemie “rumzuschlagen”.

 

Den letzten Part der Würdigung nahm Helgard Barkemeyer, die Vorsitzendes des Bewohnerbeirats des Seniorenheims, vor: “Ich kann hier für die Bewohner sprechen: Wir fühlen uns bestens aufgehoben und sind dafür sehr dankbar”.

 

“Ehrung für Britta Walter und Renate Cyffka”

 

Am Schluss des Festaktes wurden zwei Mitarbeiterinnen, nämlich Britta Walter und Renate Cyffka, eine Ehrung zuteil für ihre 25-jährige Mitarbeit. Sie wurden mit einer Urkunde und mit Blumen ausgezeichnet, nach einer kurzen Lob- und Dankesrede von Jürgen Schenzler. Die Feier klang dann aus mit weiteren musikalischen Darbietungen sowie mit kühlen Getränken, Kuchen und Schnittchen. - Es war ein schönes Jubiläumsfest, geprägt von Dank und Respekt für die Arbeit des Seniorenzentrums und seinen Mitarbeitern.

 

Infos:

Seniorenzentrum Pulheim, Steinstraße 19, 50259 Pulheim, Tel.: 02238 / 897 0 - sz.pulheim@caritas-rhein-erft.de - Foto: Hintere Reihe: J. Schenzler, A. Biciste, Dr. J. Rüttgers, F. Keppeler (v.l.), vordere Reihe: R. Cyffka, B. Walter, A. Rüttgers (v.l.) -

- Text/Foto/Fotostrecke: - Dr. Ernst Hoplitschek

 

 


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