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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das Kreuz mit dem Kreuzzug

Nun habe ich ja Geschichte mit Schwerpunkt „Mittelalter“ studiert, aber mit den Kreuzzügen, das ist schon eine kniffelige Sache, wer wann wieso in das Heilige Land gezogen ist und wer wann wo gegen wen gekämpft hat oder eben nicht oder eben überhaupt. Da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren. Aus den diversen Kreuzzügen im Laufe der Jahrhunderte hat sich Kamran Pasha zwei ziemlich populäre Gegenspieler herausgesucht: Sultan Salah al-Din ibn Ayyub, kurz und besser bekannt als „Saladin“ und Richard I. Plantagenet, König von England, auch Richard Löwenherz genannt.

 

Im Allgemeinen kann mich „Kriegsliteratur“ nicht wirklich begeistern. Nein, das Leben ist sowieso schon brutal genug und Gewalt gegen Mensch und Tier, egal aus welchen Gründen und Überzeugungen, widert mich an. Und ja, natürlich kommt Pasha nicht an Gewalt und Tod vorbei, wie auch, immerhin geht es um die Kreuzzüge und da war man auf beiden Seiten nun wirklich nicht zimperlich. Trotzdem ist das Buch lesenswert, obwohl ich es meiner 10-Seiten-Regel entsprechend fast weggelegt hätte, weil gleich der Anfang schon ziemlich brutal ist. Spannend ist ja so eine Sache, wer ein bisschen in Geschichte bewandert ist, der weiß ja so ungefähr um den Ausgang der Kreuzzüge, aber spannend eben, weil Kamran Pasha versucht beide Kontrahenten zu verstehen und beiden Seiten „Gerechtigkeit“ widerfahren zu lassen und nicht nur die Sicht von Christen und Moslems, sondern auch die der Juden berücksichtigt. Spannend eben, sich auf die Sicht von Menschen der drei großen Religionen einzulassen, die eingebettet in ihre Zeit und ihre Welt nicht anders konnten als sich eben so zu verhalten wie sie es nun mal taten. Spannend auch die Frage, ob wir uns wirklich so weit vom Gedankengut unserer Vorfahren entfernt haben, aber das möge jeder für sich entscheiden.

 

Und nicht zuletzt lohnt es sich schon wegen der wunderbaren Widmung für seinen Vater. Aber wenn Sie wissen wollen, was er seinem Vater schreibt, dann schauen Sie mal selber rein in „Die Schwerter von Jerusalem“, die für 19,95 Euro im Scherz Verlag erschienen sind. Wenn Sie den Weg (nein, es muss ja kein Kreuzzug werden) zur Buchhandlung Moewes scheuen, geht es auch problemlos und versandkostenfrei per Internet unter www.moewes.info

 

 

- Buchbesprechung: Nicola Wagner, Cover: Scherz Verlag


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