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Donnerstag, 19. Januar 2012

Der geniale Poet oder `Mr. Pink Floyd´

Pulheim - Die Onlinezeitung wird - immer am Donnerstag - einzelne Bücher ihren Leserinnen und Lesern mit einer kurzen Rezension vorstellen. Frühere Buchbesprechungen können ebenso nachgelesen werden - Heute: Mr. Pink Floyd von Michele Mari.

 

Der vorliegende Roman von Michele Mari, einem Dozenten für Literaturwissenschaft an der Universität Mailand, wurde mit dem renommierten „Premio Letterario Frignano“ ausgezeichnet. Damit hat dieser Roman, obgleich einem „Pop“-Thema gewidmet, höchste literarische Weihen erhalten. In diesem sind Dokumentationen und Fiktionen sicher nicht unbewusst verknüpft. Es geht um die Hauptperson in der frühen Phase der wohl „surrealistischsten“ Popband, "Pink Floyd" ("Another Brick in the Wall") die es je gab, nämlich um deren genialen Poeten, namens Syd Barrett, geboren am 06. Januar 1946 in Cambridge, dort auch jung gestorben, am 07. Juli 2006. Aus seiner Feder stammen so berühmte Songs wie „Arnold Layne“, Emily Play“ und das Album „The Piper At The Gates Of Dawn“.

 

"...Trotzdem schrieb er weiterhin wunderschöne Songs..."

Ob Barrett diese genialen Kompositionen hätte ohne Drogen zustande bringen können, sei dahin gestellt. Der Autor Mari unternimmt den Versuch, darauf eine Antwort zu finden. Er lässt in vielen, eher kurzen Essays, Menschen zu Wort kommen, die in enger Beziehung zu Barrett standen: Roadmovies, Bandmitglieder, Tourmanager etc. Sie lässt Mari erzählen über das geniale Wesen, aber auch über den Wahnsinn von Barrett, verursacht durch diese Unmenge von Drogen, deren Wirkungen den Bandmitgliedern mehr und mehr Schwierigkeiten bereiten sollten. Leseprobe: „… Niemand soll mehr LSD konsumiert haben als er. Nach ein paar Monaten veränderte sich sein Gesichtsausdruck, er sah schwammig, weggetreten aus und hatte furchterregende Augenringe… Von da an lebte er allen in einer Bruchbude auf der Cromwell Road, und als ich es das erste und einzige Mal schaffte, einen Blick hineinzuwerfen, war ich erschüttert über die riesigen Berge schmutziger Wäsche, die überall herumlagen… Trotzdem schrieb er weiterhin wunderschöne Songs, ihr erstes Album hat praktisch er allein gemacht, Text und Musik, und zumindest zwanzig Stücke sind gar nicht enthalten…“ (Manager Peter Jenner: „Zweite Zeugenaussage“, Seite 31)

 

"Absolut lesenswert!"

Das Buch ist nicht nur für Popfreaks eine wahre Fundgrube, um mehr über die Entstehung und die Entwicklungsgeschichte der weltberühmten Band „Pink Floyd“ und über den Mitbegründer Syd Barrett bis zu seinem Rauswurf Anfang 1968 zu erfahren. Absolut lesenswert!

Mr. Pink Floyd von Michele Mari, Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann Verlag. ISBN 978-3-570-58026-4 für 19,95 Euro. Oder direkt bei der MOEWES Buchhandlung.

 

 

- Text: Dr. Ernst Hoplitschek, unter Mitwirkung von Rabea Sager, Foto: Edition Elke Heidenreich bei Bertelsmann Verlag


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