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Freitag, 29. Juni 2012

"Unsere Besten" - Onlinezeitung: Serie zu Olympia 2012 - Heute: Munkhbayar Dorjsuren

Steckbrief

 

Sportart: Pistolenschießen

 

Größte Erfolge:

2-fache Olympia-Dritte

2-fache Weltmeisterin

 

Geburtsjahr: 1969

 

Geburtsort: Ulaanbaatar/Mongolei

 

Wohnort: München

 

Verein: SV Kelheim Gmünd, SG Frankfurt/Oder

 

Beruf: Sportlehrerin, Sport- u Fitnesskauffrau

 

Sporthilfe-gefördert seit: 2002

 

Über Munkhbayar

 

Nach ihrem verpatzten EM-Auftritt am vergangenen Wochenende mit einem ernüchternden 24. Platz in Belgrad/Serbien hat Munkhbayar Dorjsuren mit ihrem bisherigen Sportpistolenhersteller wohl endgültig abgeschlossen. Für die Olympia-Dritte von Peking, die seit 2003 von jeder EM eine Einzel oder Team-Medaille mitbrachte, bedeutet dieser Abschied einen historischen Einschnitt. In der Disziplin Luftpistole hat sie den Wechsel bereits vollzogen. In mehr als 20 Jahren ihrer aktiven sportlichen Karriere, die einst zuhause in der Mongolei begann, hielt sie den Sportwaffen der Firma die Treue. Zuletzt war die 42-Jährige jährige Wahl-Münchnerin bei dem Hersteller sogar als PR-Referentin und Repräsentantin beruflich unter Vertrag.

 

„Seit dem 1. Juli ist das anders, der Vertrag wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst. Meines Erachtens gibt es inzwischen für mich bessere Produkte. Bei der Luftpistole ist meine Entscheidung schon gefallen. Bei der Sportpistole ist es noch nicht endgültig, ob ich bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit einer anderen Marke antreten werde“, berichtet Munkhbayar Dorjsuren, die der Einfachheit halber oft nur „Munki“ gerufen wird. „Nach diesem Entschluss zum Wechsel des Sportgeräts konnte ich natürlich nicht länger dort arbeiten. Das passt ja nicht zusammen.“

 

Vor diesem Hintergrund bezeichnet Bundestrainer Peter Kraneis den aktuellen Status seiner Athletin, die im April dieses Jahres beim Weltcup in Korea dem Deutschen Schützen-Bund (DSB) das erste olympische Ticket für 2012 gesichert hatte, knapp mit „arbeitslos“. In ihrer derzeitigen Situation sei das erstmals vergebene Stipendium „Elite Plus“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) für sie „Gold wert“, gesteht die Mutter einer 17-jährigen Tochter. „Mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Die Sporthilfe ist meine Rettung. Bis London ist die Stiftung praktisch mein Arbeitgeber, der monatlich mein Gehalt bezahlt“. Anderthalb Jahre lang, so sieht es die Fördervariante „Elite Plus“ für mehr als 30 deutsche Medaillenanwärter vor, erhalten sie bis zu den nächsten Sommerspielen pro Monat zusätzlich 1500 Euro.

 

„Für Munkhbayar ist das ein Segen. Für dieses Programm man der Sporthilfe sowieso ein dickes Lob zollen und wenn ein Sportler oder eine Sportlerin beruflich in einer solch verzwickten Lage ist, erst recht“, meint Peter Kraneis mit Blick auf seine erfahrene Athletin, die 2002 die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt und in der Mongolei nach wie vor eine prominente Sportlerin darstellt. Gerade bei den Schützen, die bis ins fortgeschrittene Alter Weltklasse verkörpern und noch als Mit-Fünfziger um olympische Medaillen kämpfen können, ist die Kombination von Leistungssport und Beruf viel länger ein Thema als in anderen Sportarten.

 

Das gilt ebenso für Munkhbayar Dorjsuren, die für die Mongolei wie für Deutschland zu WM-Titeln kam. Über ihre sechsten Olympischen Spiele in London denkt sie trotz der jüngsten EM-Pleite schon hinaus und hat Nummer 7 vier Jahre später in Rio de Janeiro bereits im Visier. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich weitermache“, will „Munki“ ihre 1400 Gram schwere Sportpistole und die 150 Gramm leichtere Luftpistole noch lange nicht aus der Hand legen. Zwischen 100 und 150 Schuss aus der einen und 150 bis 200 Schuss aus der anderen feuert sie täglich im Training ab. Weil ihr die Sporthilfe vorerst finanzielle Sicherheit gewährt, hat sie beschlossen: „Einen neuen Job werde ich bis zu den Sommerspielen 2012 nicht annehmen. Ich werde mich komplett auf den Sport konzentrieren. Anders geht es gar nicht, wenn ich in London ganz vorne mitmischen will.“

 

Munkhbayar Dorjsuren zur Sporthilfe

 

Die für mich bislang wichtigste Förderleistung war…

"...die Übernahme von Leasing-Kosten, zur Gewährleistung meiner Mobilität."

 

Meine wichtigste Begegnung mit der Sporthilfe war…

"...beim Ball des Sports und beim Champion des Jahres im Robinson Club."

 

Das bedeutet für mich das Förderprogramm ElitePlus:

"Für Olympia ist das die beste Unterstützung aller ZEITEN für alle Kandidaten, die ich erleben durfte."

 

In London 2012 will ich…

"...eine Medaille."

 

Quelle und Bild CR: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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