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Dienstag, 02. Februar 2010

Erfolgreiche Kooperation: Bäckerei Konditorei Voosen und Gemeinschaftshauptschule

Brauweiler – Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Pulheim und der Firma Voosen OHG, Bäckerei, Konditorei, Café vorgestellt – Draußen herrschte Schneematsch, drinnen, in der Verkaufsstube von Voosen, genauer, im „Gewerbe-Café“ war es warm und hell und man konnte den betörenden Geruch von Kuchen, Brötchen und anderen Backwaren riechen. Oben im Aufenthaltsraum treffe ich auf Gerd Voosen, den Konrektor der GHS Pulheim, Ulrich Mainz und die Praktikantin Kerstin Dellbrügge.

 

In einer Pressekonferenz ging es darum, darzulegen, wie die Kooperation zwischen dem Unternehmen und der Schule funktioniert. Hierzu hörte man fast nur Positives. Worum geht es?

 

„Zeitdisziplin ist wichtig!“

 

Die Hauptschule hat ein Interesse daran, dass ihre Absolventen einen ordentlichen Ausbildungsplatz erhalten, der ihnen Erfüllung gibt und ihre Talente und Begabungen zur Anwendung kommen lässt. Um dieses herauszufinden, ist die Schule dabei behilflich. Zunächst beim „Herausfinden“ der jeweiligen Neigung eines Schülers – und bei der Vermittlung eines Praktikumsplatzes bei Voosen. Mit diesen Praktika, es gibt sie in verschiedenen Zeitvarianten, verschränken sich die Interessen der Bäckerei Voosen und der Schule. Während des Praktikums hat der Betrieb die Möglichkeit, den jeweiligen Praktikanten auf seine „Eignung“ zu testen, diese reduziert sich nicht auf die wichtige „Zeitdisziplin“ – Bäcker müssen früh aufstehen -, sondern auch auf gesundheitliche Aspekte. Man muss als Verkäuferin in den Filialen relativ viel stehen, also darf man keine Gefäßprobleme haben; andererseits schließen Allergien eine Beschäftigung in der Produktion aus, so erfuhr man von Gerd Voosen. Nicht zuletzt sei es nicht von Nachteil, wenn Auszubildende das „alte“ Kopfrechnen souverän beherrschen.

 

Praktikantin Kerstin freut sich auf ihre Ausbildung

 

Kerstin Dellbrügge, die in Pulheim wohnt, und heute ihren Ausbildungsvertrag unterschreibt, hat da keine Probleme. Seit Dezember 2009 macht sie ein Praktikum in der Pulheimer Filiale in der Orrerstraße, und zwar im Verkauf. „Es macht mir großen Spaß“ und: „Ich freue mich schon auf die Ausbildung“, fügte sie hinzu, die im Frühsommer mit ihrer Lehre anfängt. Mit Auszubildenden – derzeit sind 13 in Ausbildung - hat die Firma Voosen, so erfuhr man von Gerd Voosen, gute Erfahrungen gemacht, es gab

kaum „Abbrecher“. Nicht zuletzt könnten sich auch die Lehrlinge auf die Qualität der Ausbilder verlassen, da die Innung einmal im Jahr diese Qualität prüft, nämlich in der Weise, dass man den Auszubildenden eine Woche „auf die Finger schaut“ – wenn sie in einer Modellbäckerei Teig anrühren, Kuchen machen etc. Werden Auffälligkeiten bei den Probanden festgestellt, dann gibt es schon mal einen kritischen Hinweis beim Ausbildungsunternehmen.

 

„Innungsbester Jens Brandt“

 

Davon scheint das Pulheimer Familienunternehmen Voosen meilenweit entfernt zu sein: Es hat jetzt unlängst den „Innungsbesten“ im Kreis zum Gesellen gemacht, nämlich den Ex-Voosen-Lehrling Jens Brandt, erzählte Gerd Voosen nicht ohne Stolz.

 

"Gut für die Lebenplanung!"

 

Davon sind auch die Ausführungen vom Konrektor Mainz nicht frei. Ihn freue es, so führte er aus, dass die Kooperation mit solchen Erfolgen klappe; sie trage auch dazu bei, dass die vielen Vorurteile gegenüber den Absolventen der Hauptschüler korrigiert würden. Andererseits freue es die Schule, dass die Firma Voosen die GSH durch regen Austausch mit der Berufswelt und durch „praxisbezogene Vermittlung wirtschaftlicher Prozesse und Strukturen.“ unterstütze. Die Partnerschaft ermögliche den Absolventen der Hauptschule eine bewusste Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt und komme ihrer „zukünftigen Lebensplanung“ zugute, bekräftigte Ulrich Mainz. Es bleibt zu hoffen, dass die Kooperation zwischen der Firma Voosen – wir hatten mehrfach über einzelne Aktionen und Inoovationen berichtet, etwa vom "Kulturgut" Holzofenbrot – und der GHS Pulheim vielen jungen Menschen hilft, mit Erfolg und Perspektive in ihr Berufsleben zu starten, so wie Kerstin, die heute ihren, von allen Seiten unterschriebenen Ausbildungsvertrag, aus der Hand von Gerd Voosen erhalten hat. – Foto: Gerd Voosen, Kerstin Dellbrügge, Ulrich Mainz (v.l.) - Text/Foto/Fotostrecke: Dr. Ernst Hoplitschek

 


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