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Mittwoch, 11. November 2020

Rheinisch-Bergischer Kreis investierte 153 Euro pro Kopf in Infrastruktur

Gleisbauer arbeiten an den Verkehrswegen von morgen. Durch die wirtschaftlichen Folgen der

Rheinisch-Bergischer Kreis - Vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach: Angesichts sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie könnten wichtige Zukunftsinvestitionen im Rheinisch-Bergischen Kreis verschleppt werden. Davor warnt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Die IG BAU appelliert an die Kommunalpolitik, trotz Krise weiter am Erhalt und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur zu arbeiten. Investitionen seien die Voraussetzung für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren. Zugleich sicherten sie viele Arbeitsplätze in der Region. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden im vergangenen Jahr 43,5 Millionen Euro für öffentliche Infrastruktur investiert – das sind 153 Euro pro Kopf, wie eine Abfrage der Gewerkschaft bei den Statistikämtern der Länder ergab.

 

Neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen seien für eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung. „Kommunale Investitionen sichern zugleich viele Arbeitsplätze vor Ort – ob beim Dachdeckermeister oder im Architekturbüro“, so der Gewerkschafter. Allein das Bauhauptgewerbe beschäftigt im Rheinisch-Bergischen Kreis laut Arbeitsagentur rund 1.700 Menschen.

 

„Hinzu kommt ein großer Nachholbedarf in puncto Verkehrswende. Nur wenn flächendeckend deutlich mehr in Gleise, Radwege und Ladestationen für Elektroautos investiert wird, sind die Klimaziele erreichbar“, betont Perisan. Gleiches gelte bei der energetischen Gebäudesanierung, die in öffentlichen Gebäuden häufig besonders dringend sei.

 

Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG BAU auf die Hilfen aus den sogenannten Corona-Konjunkturpaketen. Danach erstattet der Bund den Kommunen Ausfälle bei der Gewerbesteuer – ihrer wichtigsten Einnahmequelle – im laufenden Jahr mit bis zu 6,1 Milliarden Euro. Weitere 4,8 Milliarden Euro sollen die Länder beisteuern. Zusätzliche Milliardenhilfen gibt es bei den Hartz-IV-Kosten sowie für die Gesundheitsämter und die Kindertagesbetreuung. „Klar ist, dass die Bundesregierung auch in den nächsten Jahren gefordert ist, um die Kommunen bei den Folgen der Coronakrise zu entlasten. Dass die Investitionen vor Ort jetzt stabil bleiben, ist keine Luxusfrage, sondern entscheidend für den Zusammenhalt der Gesellschaft und unsere Zukunft“, so Perisan.

 

Im bundesweiten Vergleich liegt der Rheinisch-Bergische Kreis mit einer Investitionsquote von 153 Euro pro Einwohner für Infrastruktur im unteren Mittelfeld.

 

 

 

- Quelle / Foto: NGG Bezirksverband Köln-Bonn

 


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