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Monday, 23. May 2022

Kampf gegen Aids, Tuberkulose, Malaria: Haushalt stellt Mittel bereit

Hannover (ots) - Für die Grundfinanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sind im Bundeshaushalt 1,2 Milliarden Euro vorgesehen. Die Finanzierungslücke für die Wiederauffüllung des Globalen Fonds schrumpft somit auf 100 Millionen Euro. Das gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich der Ankündigung von Entwicklungsministerin Schulze bekannt. Die Bundesregierung kommt damit den Forderungen der Zivilgesellschaft entgegen. Ursprünglich waren im Bundeshaushalt lediglich 630 Millionen Euro für die Grundfinanzierung des Globalen Fonds vorgesehen.

"Wir freuen uns sehr über die Kurskorrektur", betont Andreas Hübers, Leiter der politischen Arbeit bei der DSW. "Trotzdem ist der Mindestbetrag noch nicht erreicht. Durch die Corona-Pandemie gibt es erstmals seit 20 Jahren Rückschritte bei den jahrzehntealten Pandemien Aids, Tuberkulose und Malaria. Die neue Ausbreitung kann verhindert werden! Bis zur Widerauffüllungskonferenz des Globalen Fonds im September bleibt nun noch Zeit, um die Finanzierungslücke von 100 Millionen Euro zu schließen."

Trotz der Aufstockung bleibt die Bundesregierung hinter den Forderungen der Zivilgesellschaft eines deutschen Minimalbeitrages von 1,3 Milliarden Euro zurück. Auch das gestrige Kommuniqué des G7-Entwicklungsminister*innentreffens in Berlin stützt diese Forderung.

Über den Globalen Fonds
Der Globale Fonds wurde im Jahr 2002 mit dem Ziel gegründet, die drei Krankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria zu beenden. Seit seinem Bestehen hat der Globale Fonds mit seinen Partnern mehr als 44 Millionen Menschenleben gerettet. Gemeinsam macht sich der Globale Fonds die bestmöglichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Innovationen im öffentlichen und privaten Sektor zunutze, um auf Krankheiten zu reagieren und widerstandsfähige und nachhaltige Gesundheitssysteme aufzubauen.

Über die DSW
Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

- Quelle: OTS: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)


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