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Wednesday, 23. November 2022

Gleichstellungsstelle des Kreises informiert über Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte des Oberbergischen Kreises Sabine Steller (mit Kreismitarbeiter Jörg Braun) will auch in diesem Jahr, zum Internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, die Fahne vor dem Kreishaus hissen.

Oberbergischer Kreis - Der Internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen weist auch in diesem Jahr wieder am 25. November darauf hin, dass Gewaltopfer in erster Linie Frauen sind. 

Sabine Steller, die Gleichstellungsbeauftragte des Oberbergischen Kreises, stellt in ihrer Arbeit fest, dass die Inanspruchnahme der anonymen Spurensicherung, der Gewaltschutzberatung und die Belegung des Frauenhauses zeigen, dass auch körperliche, sexualisierte Gewalt im Oberbergischen stattfindet.

Die große Anzahl an Institutionen und Personen, die sich im Netzwerk Oberberg – no! engagieren dokumentiert, wie engmaschig das Beratungs- und Hilfenetz für die von Gewalt Betroffenen im Oberbergischen Kreis ist. Sabine Steller mahnt: “Unser Ziel muss aber sein, Frauen gar nicht erst Opfer werden zu lassen, ihnen ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Deshalb weht auch in diesem Jahr vor dem Kreishaus in Gummersbach, wie auch vor vielen anderen Verwaltungen, die Fahne von Terre des Femmes 'Frei Leben ohne Gewalt'. Die Erfahrungen in jüngster Zeit müssen uns klarmachen, dass diese Fahne eine Mahnung für uns alle ist: ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben ist keinesfalls ein Selbstläufer und muss immer wieder mit allen uns zur Verfügung stehenden friedlichen Mitteln verteidigt werden“.

TERRE DES FEMMES ist immer wieder Motor für Aktionen und Engagement für Frauenrechte. Die Hilfsorganisation stellt den Internationalen Aktionstag im Jahr 2022 unter den Slogan #TrautesHeimLeidAllein, um deutlich zu machen, dass Gewalt direkt in unserer Nachbarschaft und im Bekannten- und Kolleginnen- und KolIegenkreis geschieht und oft hinter einer Fassade vom „trauten Heim“ versteckt wird. Dies bestätigt auch Sabrina Maar, die Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde.

Es geht aber auch um Frauen, die aufs Brutalste in ihrer Selbstbestimmtheit eingeschränkt werden, beispielsweise im Iran. Frauen, die mit ihren Kindern und alten Menschen vor der Gewalt eines Krieges ins Ausland fliehen und dabei ihr ganzes Leben und ihre Partner zurücklassen müssen, wie in der Ukraine. Die Alternative ist ein Leben in ständiger Angst vor Misshandlung und Vergewaltigung mit Todesdrohungen.

"Dagegen fühlt sich unser Leben im Oberbergischen Kreis beruhigend sicher an. Doch auch hier sind Frauen und Mädchen mit Gewalt in den unterschiedlichsten Formen konfrontiert. Bereits Kinder und Jugendliche werden über die sozialen Medien gemobbt, bedroht, in Angst versetzt oder bloßgestellt - nicht selten mit ernsthaften, langanhaltenden psychischen Folgen und oft von Mitschülern oder Mitschülerinnen oder Freunden und Freundinnen. Nicht jeder Kulturkreis gesteht den Frauen ein vollkommen selbstbestimmtes Leben mit beliebigen Kontakten außerhalb der Familie, die freie Wahl des Ehepartners oder finanzielle Selbstbestimmung zu", sagt Sabine Steller.

Weitere Informationen zum Netzwerk Oberberg – no! erhalten Sie auf der Internetseite des Oberbergischen Kreises www.obk.de (Einrichtungen des Kreises).

 

- Quelle/Bild: Oberbergischer Kreis

 

 


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