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Friday, 27. January 2023

Schulterschluss „Telenotarzt Bergisches Land“: Gründungsvereinbarung unterzeichnet

Hermann Greven, Leiter der Leverkusener Feuerwehr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Matthias Nocke, Dezernent für Kultur, Sport & Sicherheit und Ordnung der Stadt Wuppertal, Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, sowie Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann, (v.l.n.r.) unterzeichneten in Solingen die Gründungsvereinbarung für das Telenotarztsystem Bergisches Land.

Leverkusen/Bergisches Land - Hinter dem Telenotarztsystem Bergisches Land verbirgt sich ein gemeinsames Projekt des Ennepe-Ruhr-Kreises, des Kreises Mettmann sowie der Städte Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Weg für die Realisierung des neuen Systems geebnet. Nun trafen sich am 24.01.2023 Oberbürgermeister und Landräte der sechs Gebietskörperschaften in Solingen zur Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung für die Bildung des gemeinsamen Telenotarztsystems „Bergisches Land“. Oberbürgermeister Uwe Richrath wurde bei diesem Termin von Hermann Greven, Leiter der Leverkusener Feuerwehr, vertreten.

Das Telenotarztsystem ist bereits an verschiedenen Standorten in Deutschland etabliert. Dabei hat sich gezeigt, dass es sich um eine leistungsfähige Ergänzung des bestehenden Rettungssystems handelt.
 
Nicht immer stehen an jedem Ort ausreichend Notärzte zur Verfügung. Wenn aus diesem Grund aus benachbarten Gebietskörperschaften überörtlich ärztliche Hilfe angefordert werden muss, kann die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes bzw. der Notärztin durch den Telenotarzt bzw. die Telenotärztin überbrückt werden.

Der Telenotarzt bzw. die Telenotärztin kann aus der Ferne die medizinische Verantwortung für den Einsatz tragen. Ein Beispiel: Häufig ist die Anwesenheit eines Notarztes bzw. einer Notärztin dann notwendig, wenn Medikamente durch das Rettungsdienstpersonal nicht verabreicht werden dürfen. Der Telenotarzt bzw. die Telenotärztin kann in dieser Situation die Gabe von Medikamenten an das rettungsdienstliche Fachpersonal delegieren. Die physische Anwesenheit eines Notarztes bzw. einer Notärztin an der Einsatzstelle ist dann unter Umständen nicht mehr notwendig, sodass der Notarzt bzw. die Notärztin weiter für andere Einsätze zur Verfügung steht.

Damit eine Unterstützung durch die Notärzt:innen auch aus der Ferne möglich ist, müssen zunächst die Leitstellen der beiden Kernträger, des Kreises Mettmann und der Stadt Leverkusen, sowie die Rettungswagen der sechs beteiligten Gebietskörperschaften mit modernster Technik ausgestattet werden. Parallel dazu werden qualifizierte Notärzt:innen zu Telenotärzt:innen ausgebildet.

- Quelle/Bild: Stadt Leverkusen
 


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