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Friday, 06. May 2011

In der Pulheimer Bachaue: LUMBRICUS - Der Umweltbus

Pulheim - Als rollendes Klassenzimmer und mobile Umweltstation unterstützt LUMBRICUS - der Umweltbus der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (NUA) - die schulische und außerschulische Umweltbildungsarbeit. Naturerfahrung, Erkundung von Lebensräumen oder Naturschutzprojekte stehen dabei im Vordergrund. Die beiden vielseitig und technisch hochwertig ausgestatteten Fahrzeuge werden auch im Rahmen der Erwachsenenbildung sowie im Einzelfall bei Ausstellungen und überregionalen Umwelttagen eingesetzt. An diesem Tag war Station in Pulheim, um, auf Einladung des Zweckverbands Pulheimer Bach, und dessen Leiter, Horst Engel, einen Tag "Grünes Klassenzimmer" in der Pulheimer Bachaue zu praktizieren. Als recht junges Biotop - wir haben mehrfach über das Projekt berichtet - eignet sich dieses, so Engel, deshalb besonders gut für solche Studien. Im Mittelpunkt steht dabei die Beobachtung der natürlichen"Sukzession", also die Entwicklung und die Ansiedlung von Pflanzen und Tieren an diesem Biotop, an einem ehemals eher "naturfernen" Wasserlauf, dem sein natürliches "Bett" mittels menschlicher Hilfe wieder zurück gegeben wurde.

 

"Freilandökologie"

 

Schon von weitem sah man dieses rollende Klassenzimmer, um das viele Schülerinnen und Schüler des Abteigymnasium in Brauweiler wuselten. Beim Nähertreten entdeckte man aber die Ernsthaftigkeit, mit der heute insgesamt 29 junge Leute in einige Grundlagen der "Freilandökologie" eingeführt wurden. Der Umweltbus verfügt über alle für diese Übungen notwendigen Instrumente, also vom Mikroskop bis zum ph-Wertmesser. Er "führt" aber auch einen Experten mit, nämlich Ottmar Hartwig von der NUA, der die jungen Forscher, zusammen mit deren Biologie-Lehrerin, Elisabeth Sommerfeld-Bansberg, an diesem Tag betreut - s. Foto.

 

Sieht man sich im "Klassenraum" Bus um, sieht man, wie einzelne Gruppen mit Geräten hantieren, andere aufmerksam ihren "Fang" in einer Glasschale analysieren. Nach Passieren des Baches, der an dieser Stelle bereits jetzt schon eine üppige Frühjahrsflora aufweist. ist eine Gruppe gerade dabei, ihre Messungen auszuwerten. Ihre Erkenntnisse bezogen sich u.a. auf Temperatur, die Tiefe, die Strömung sowie die Fließgeschwindigeit des Pulheimer Bachs.

 

"Groppen gefunden!"

 

Beim Verlassen des Geländes traf ich auf Dr. Reinhard Zeese, den Akademischen Direktor vom Georgraphischen Institut an der Universität zu Köln, Experte für "Landschaftsinterpretation" und "Umweltbildung", der schon lange mit dem Projekt Pulheimer Bach wissenschaftlich kooperiert. Von ihm und Horst Engel erfuhr ich eine frohe Botschaft: "Wir haben Groppen gefunden!" - Groppen? Ja, Groppen sind "nachtaktive Grundfische", die bis zu 16 cm lang werden und in Fließgewässern heimisch sind. Das Gute an diesem Befund, sei: "Die Groppe steht auf der Roten Liste, also ist in ihrem Bestand gefährdet!". - Na dann: Die Pulheimer Bachaue liefert nicht nur genügend "Stoff" für junge Freilandforscher, sondern auch die Erkenntnis, dass die Chancen gut stehen, dass sich auch andere, anderswo gefährdete Pflanzen- und Tierarten hier ansiedeln können. - Text/Fotos: Dr. Ernst Hoplitschek

 

 

 

 

 

 


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