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Montag, 22. Juli 2013

„Sport-Stipendiaten des Jahres“ – Mareike Adermann im Kurzinterview

Frankfurt am Main, 22. Juli 2013 - Mareike Adermann studiert im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre (Schwerpunkt Management) an der University of Wisconsin-Whitewater in den USA. Den gesamten letzten Sommer hat sie mit der Rollstuhlbasketball- Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Paralympics genutzt. Dort gewann sie mit der Nationalmannschaft  die Goldmedaille – sie selbst war im Finalspiel Topscorerin. Nach den Paralympics reiste sie direkt zurück in die USA, um die versäumten Vorlesungen nachzuholen. Trotz der Abwesenheit durch die Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele und das Turnier selbst, konnte Mareike Adermann das Semester und auch ihr Bachelorstudium mit der Note „sehr gut“ abschließen.

Anfang 2013 erhielt sie die Zulassung für das Masterstudium. Im Frühjahr erspielte die Stipendiatin zuerst mit ihrem US Collegeteam die amerikanische Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge und schließlich mit ihrem Heimatverein, dem Hamburger SV, die Deutsche Meisterschaft. In Deutschland wurde sie aufgrund ihrer Leistungen zum „Most Valuable Player“ des Meisterschaftsturniers ausgezeichnet.

Was waren Deine größten sportlichen Erfolge im vergangenen Jahr?

Mit der Rollstuhlbasketball-Damen-Nationalmannschaft habe ich bei den Paralympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen, und ich war Topscorerin im Finalspiel! Den ganzen Sommer hatten wir mit mehreren Auslandsaufenthalten zur Vorbereitung auf die Paralympics genutzt. Außerdem habe ich im März 2013 mit meinem US-Collegeteam die amerikanische Meisterschaft und vier Wochen später mit dem Hamburger SV die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

Du studierst Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Management an der University of Wisconsin-Whitewater (USA). Durch den Sport verpasst Du viele Vorlesungen. Hast du überhaupt die Chance auch mal gute Noten zu schreiben?

Das 6. und 7. Semester meines Studiums habe ich im Mai und Dezember 2012 mit der Bestnote 4,0 abgeschlossen. Diese Semester waren zugleich die Semester, in denen ich durch die Paralympics am meisten verpasst habe. Ins 7. Semester bin ich direkt mit 10 Tagen Verspätung gestartet, da bin ich von den Paralympics zurück in die USA geflogen. Ich habe das Glück, dass ich durch den Sport und das damit verbundene Sport-Stipendium die Möglichkeit bekommen habe, mein komplettes Studium in den USA zu absolvieren. Die enge Verknüpfung des Sports und des Lernens auf dem gleichen Campus haben es mir ermöglicht, meine Leistungen im Sport zu verbessern und gleichzeitig das Studium in einer zu Beginn fremden Sprache in der Mindeststudienzeit zu absolvieren. Auch wenn versäumter Unterrichtsstoff natürlich immer wieder aufgearbeitet werden muss.

Anfang 2013 erhielt ich übrigens die Zulassung für das Masterstudium, auch aufgrund von diversen Empfehlungsschreiben von Professoren, die mit meinen bisherigen Leistungen sehr zufrieden waren. Dass man Vorlesungen durch den Sport verpasst, heißt also nicht unbedingt, dass man keine guten Noten schreibt.

Gibt es ein besonderes Highlight aus dem vergangenen Jahr für Dich?

Im November 2012 konnte ich im Zusammenhang mit der Überreichung des silbernen Lorbeerblatts Herrn Gauck kennenlernen. Diese Ehrung ist mir in besonderer Erinnerung geblieben.

Danke für Deine Antworten.

Im Mai 2012 hat die Deutsche Bank im Rahmen der Sporthilfe-Förderung das „Deutsche Bank Sport-Stipendium“ ins Leben gerufen, durch das die Förderung für studierende Spitzenathleten auf 300 Euro im Monat verdoppelt werden konnte. Aktuell profitieren rund 300 Sporthilfe-geförderte Athleten vom Programm, das mit dem dritten Semester einsetzt und mit einem Zeitbonus über die Regelstudienzeit hinaus gewährt wird. Die besonderen Leistungen der studierenden Athleten werden nun zusätzlich herausgestellt und gewürdigt, indem Deutsche Bank und Sporthilfe in diesem Jahr zum ersten Mal den „Sport-Stipendiaten des Jahres“ küren. Der Preisträger erhält in den folgenden drei Semestern von der Deutschen Bank den doppelten Stipendiumsbetrag.

Diese Top 5 stehen zur Wahl: Mareike Adermann, Linda Stahl, Martin Häner, Andreas Kuffner und Maximilian Müller. Jeder Interessierte kann an dieser Wahl bis 16. August teilnehmen: www.deutsche-bank.de/sporthilfe-wahl. Unter allen Teilnehmern wird ein Wochenende für zwei Personen in der Bundeshauptstadt mit Besuch des Leichtathletik-Meetings ISTAF Berlin verlost.

Die Preisverleihung an die Stipendiaten wird Mitte September in besonderem Rahmen stattfinden.

- Quelle/Logo: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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