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Freitag, 26. Juli 2013

„Sport-Stipendiaten des Jahres“ – Maximilian Müller im Kurzinterview

Deutsche Bank und Sporthilfe suchen Gewinner / Top 5 in öffentlicher Online-Abstimmung: Heute Hockey-Olympiasieger Maximilian Müller...

Frankfurt am Main, 26. Juli 2013 - In London gewann Maximilian Müller als Kapitän der Hockey-Nationalmannschaft die Goldmedaille. Mit seinem Heimatverein, dem Nürnberger HTC, gelang ihm der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Für Maximilian Müller war von Beginn an klar, dass man mit Feldhockey seinen Lebensunterhalt nicht durch eine reine Sportkarriere finanzieren kann. Er studiert Sportökonomie an der Universität Bayreuth im 9. Fachsemester und will sich mit dem Masterstudium ein zweites Standbein aufbauen. Dieses Ziel ist nicht ohne einige Kompromisse zwischen Universität und Sport sowie die Hilfe von Kommilitonen möglich. Vor den Olympischen Spielen konnte er alle Scheine nach sechs Semestern ablegen, um in der Olympiavorbereitung die Bachelorarbeit schreiben zu können. Sein Bachelorstudium hat er mit der Note 2,2 abgeschlossen.

Auch im Masterstudium war es ihm bisher möglich, mehr Scheine zu erwerben als im Studienplan vorgesehen. Seine sportlichen Ambitionen wird das Abwehr-Ass in nächster Zeit jedoch etwas zurückstellen müssen. Eine unumgängliche Achillessehnen-Operation Anfang der Woche zwingt Maximilian Müller zu einer mehrere Monate langen Pause. Doch nach der Reha peilt er mit der Weltmeisterschaft im Juni 2014 in Den Haag schon wieder sein nächstes großes Ziel an.

Was waren Deine größten Momente als Hockeyspieler im vergangenen Jahr?

Im Zentrum des Sportjahres 2012/13 standen natürlich die Olympischen Spiele in London und die sehr intensive Vorbereitung darauf. Dabei ist die zweite Goldmedaille in Folge die Krönung der Vorbereitung, die insgesamt 10 Monate gedauert hat! Noch einmal Gold zu holen, bei meinen wahrscheinlich letzten Spielen und das noch als Kapitän, hat dabei meine Träume weit übertroffen! Bei all dem Hype um Olympia darf man auch den Aufstieg mit meinem Heimatverein dem Nürnberger HTC in die 1. Bundesliga nicht vergessen. Durch die Rückendeckung des Bundestrainers war es mir möglich, trotz Olympiavorbereitung mit dem Verein in die 2. Liga zu gehen. Der Wiederaufstieg ist mir persönlich viel wert!

Hatte die Olympiavorbereitung auch Einfluss auf Dein Studium der Sportökonomie an der Universität Bayreuth?

Auch das Studienjahr war geprägt von den Olympischen Spielen! Um die Doppelbelastung zwischen Studium und Olympiavorbereitung meistern zu können, war allerdings eine Planung nötig, die über das letzte Jahr hinausging. Um die Fahrtbelastung zwischen Nürnberg, meinem Wohn- und Trainingsort und Bayreuth, meiner Uni in dieser Zeit möglichst gering zu halten, konnte ich mit großem Aufwand alle Scheine meines Bachelorstudiums bereits nach sechs Semestern ablegen. So konnte ich meine Bachelorarbeit in der Vorbereitungszeit von zu Hause aus schreiben. Dies hat dazu geführt, dass sowohl die Arbeit (Note 1,3) als auch die Vorbereitung hervorragend nebeneinander laufen konnten.

Wie schaffst du es Sport und Studium in Deiner Dualen Karriere zu vereinbaren?

Ich glaube ganz generell, dass man alleine keine echte Duale Karriere hinbekommen kann. Dafür braucht es immer auch die Kompromissbereitschaft der Uni und des Sports.
Bei uns im Hockey ist es vom Bundestrainer so vorgegeben, dass vor den Highlights WM und Olympia Hockey klaren Vorrang hat. Dafür sind in den Jahren darauf auch sportliche Freiräume eingeplant, um diesen Rückstand im Studium wieder aufzuholen. Diesen Zyklus muss auch die Uni verstehen und mittragen. Ohne die Hilfe von Professoren, die Klausuren verlegen und Abwesenheiten tolerieren, wäre ein reguläres Studium nicht möglich. Also ist es eine Mischung aus einer persönlichen, langfristigen Planung und der Kompromissbereitschaft von Sport und Universität, die mir bis jetzt ein erfolgreiches Studium ermöglicht haben.

Danke für Deine Antworten.

Im Mai 2012 hat die Deutsche Bank im Rahmen der Sporthilfe-Förderung das „Deutsche Bank Sport-Stipendium“ ins Leben gerufen, durch das die Förderung für studierende Spitzenathleten auf 300 Euro im Monat verdoppelt werden konnte. Aktuell profitieren rund 300 Sporthilfe-geförderte Athleten vom Programm, das mit dem dritten Semester einsetzt und mit einem Zeitbonus über die Regelstudienzeit hinaus gewährt wird. Die besonderen Leistungen der studierenden Athleten werden nun zusätzlich herausgestellt und gewürdigt, indem Deutsche Bank und Sporthilfe in diesem Jahr zum ersten Mal den „Sport-Stipendiaten des Jahres“ küren. Der Preisträger erhält in den folgenden drei Semestern von der Deutschen Bank den doppelten Stipendiumsbetrag.

Diese Top 5 stehen zur Wahl: Mareike Adermann, Linda Stahl, Martin Häner, Andreas Kuffner und Maximilian Müller. Jeder Interessierte kann an dieser Wahl bis 16. August teilnehmen: www.deutsche-bank.de/sporthilfe-wahl. Unter allen Teilnehmern wird ein Wochenende für zwei Personen in der Bundeshauptstadt mit Besuch des Leichtathletik-Meetings ISTAF Berlin verlost.

Die Preisverleihung an die Stipendiaten wird Mitte September in besonderem Rahmen stattfinden.

- Quelle/Logo: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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