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Montag, 14. Oktober 2013

Sporthilfe verabschiedet Sport-Größen am Laufbahn-Ende

Olympiasieger, Welt- und Europameister in Gelsenkirchen gefeiert...

 

Gelsenkirchen/Frankfurt am Main, 12. Oktober 2013 - Die Deutsche Sporthilfe hat im „Musiktheater im Revier“ in Gelsenkirchen im Rahmen der Gala „Juniorsportler des Jahres“ 2013 erstmals eine festliche Verabschiedung verdienter Spitzensportler inszeniert. „Wir haben so noch einmal ‚Danke‘ sagen können für viele tolle Erfolge und gleichzeitig unseren besten Nachwuchsportlern zeigen, was man mit Talent und Fleiß alles erreichen kann. Die Juniorsportler des Jahres mit vorbildlichen Spitzenathleten, die sich in die berufliche Karriere verabschieden, zusammenzubringen, das soll zu einer Tradition werden“, sagte Michael Ilgner, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe. Alle Athleten haben in den zurückliegenden zwölf Monaten ihre sportliche Karriere beendet.

Vor 800 Gästen wurden rund 30 Athleten, unter ihnen elf Olympia- und zwei Paralympics-Sieger, auf der Bühne im Großen Haus verabschiedet, sie erhielten einen Goldenen Staffelstab als Symbol für einen guten Start in die berufliche Karriere. Alle können auch weiterhin von der Sporthilfe-Initiative „Sprungbrett Zukunft“ mit speziellen Bausteinen zur beruflichen Weiterentwicklung in der Übergangszeit profitieren.

Filip Adamski, Rudern, Olympiasieger
Karl Angerer, Bob, Weltmeister
Ole Bischof, Judo, Olympiasieger
Anja Brinker, Turnen, Europameisterschafts-Dritte Karsten Brodowski, Rudern, Weltmeisterschafts-Dritter Anna Dogonadze, Trampolinturnen, Olympiasiegerin Sara Goller, Beachvolleyball, Europameisterin Melanie Grube (geb. Wolgast), Fechten, Olympia-Fünfte Mandy Haase, Hockey, Olympiasiegerin André Höhne, Leichtathletik, Weltmeisterschafts-Vierter Verena Jooß, Radsport, Weltmeisterschaft-Dritte Benjamin Kleibrink, Fechten, Olympiasieger Stefanie Melbeck, Handball, Weltmeisterschafts-Dritte Christin Meyer-Steuer, Turmspringen, Europameisterin Nicole Reinhardt, Kanu, Olympiasiegerin Fanny Rinne, Hockey, Olympiasiegerin Madeleine Sandig, Radsport, Europameisterschafts-Zweite Gerd Schönfelder, Behindertensport (Ski alpin), Paralympicssieger Matthias Schröder, Behindertensport (Leichtathletik), Paralympicssieger Ralf Schumann, Sportschießen, Olympiasieger Henrik Stehlik, Trampolinturnen, Olympia-Dritter Andreas Tölzer, Judo, Olympia-Dritter Max Weinhold, Hockey, Olympiasieger Timo Weß, Hockey, Olympiasieger

Die Förderdauer bei allen Athleten betrug zwischen acht und 21 Jahren. Am längsten von der Sporthilfe profitierten Olympiasieger Ralf Schumann, Sportschießen, und Henrik Stehlik, Olympia-Dritter und Weltmeister im Trampolinspringen, die jeweils 21 Jahre von der Deutschen Sporthilfe gefördert wurden, u.a. in der Elite-Förderung, Stehlik profitierte zudem bis zuletzt vom Deutsche Bank Sport-Stipendium. Ebenfalls fast zwei Jahrzehnte Sporthilfe-Förderung erhielt Ski-Paralympics-Sieger Gerd Schönfelder, der seit 1992 bei Winter-Paralympics 16 Gold- und insgesamt 22 Medaillen errungen hat und damit bislang der erfolgreichste Athlet in der Geschichte der Paralympics ist.

"Die Förderdauer von Athleten untermauert die Philosophie der Sporthilfe, ein verlässlicher Karrierebegleiter zu sein, der rein nach Leistung fördert und nicht die Vermarktbarkeit eines Sportlers oder den medialen Rang von dessen Disziplin als Maßstab heranzieht“, stellte Michael Ilgner fest.

Beispielhaft für eine „klassische“ Sporthilfe-Förderung stehen auch die Förderjahre der Kanutin Nicole Reinhardt und Fechter Benjamin Kleibrink, beide Olympiasieger in Peking 2008, die während ihrer 11- bzw. 10-jährigen Sporthilfe-Zeit zunächst die Nachwuchselite-, als Aktive dann die Elite-Förderung durchliefen. Vor den Olympischen Spielen in London erhielten sie zudem die ElitePlus-Förderung, die höchste Förderstufe für Top-Athleten. Benjamin Kleibrink und Henrik Stehlik profitieren darüber hinaus auch nach Beendigung der Karriere von einem speziellen Förder-Programm, das besonders erfolgreiche Athleten bei Fort- und Ausbildungsmaßnahmen unterstützt und so die Duale Karriere auch nach der sportlichen Zeit voran treibt.

Die Sporthilfe-Bausteine werden ermöglicht von der Deutschen Fußball Liga und der Bundesliga-Stiftung (Nachwuchselite), Mercedes-Benz (Elite) und PwC (ElitePlus), Studierenden steht das Deutsche Bank Sport-Stipendium zur Verfügung.

Rund 385 Millionen Euro hat die Sporthilfe in 46 Jahren für die Förderung von Spitzensportlern ausgeschüttet. Derzeit werden jährlich bis zu 12,5 Millionen Euro für die Förderung aufgewendet. Ziel ist die erfolgreiche Verbindung von Spitzensport und Ausbildung in Schule, Studium und Beruf.

Jährlich werden cirka 3.800 Athleten aus über 50 Sportarten unterstützt - aus fast allen olympischen Disziplinen, traditionsreichen nicht-olympischen Sportarten sowie dem Behinderten- und Gehörlosensport. Die Sporthilfe hat bislang über 46.000 Talente und Top-Athleten gefördert.

Erfolgsbilanz: 90 Prozent aller Goldmedaillen der Bundesrepublik Deutschland bei Olympischen Spielen wurden von Sporthilfe-geförderten Athleten gewonnen, darunter über 200 Goldmedaillen bei Olympischen Spielen.

Viel Arbeit, wenig Lohn: Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat 2010 in einer wissenschaftlichen Umfrage der Deutschen Sporthochschule Köln unter 4.000 geförderten Athleten ein Brutto-Monatseinkommen von 1.919 Euro und einen Nettoverbleib von gerade 626 Euro im Monat ermittelt – bei einer 60-Stunden-Woche. Damit sind Spitzenathleten schlechter gestellt als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Nahezu alle Olympiateilnehmer 2012 sind von der Sporthilfe in ihrer Laufbahn gefördert worden. Die Gesamtförderung der von der Sporthilfe unterstützten Athleten im Olympiateam betrug 14,3 Millionen Euro (das sind im Schnitt 39.849,33 Euro pro Sportler im Laufe der Karriere).

Im Schnitt werden Sportler mehr als zwei Olympiaden lang von der Sporthilfe gefördert, bevor sie Medaillengewinner werden. Die durchschnittliche Förderdauer eines Olympia-Athleten in London 2012 betrug 9 Jahre und 1 Monat.

2014 finden die Verabschiedung von Spitzenathleten und die Ehrung "Juniorsportler des Jahres" in Potsdam statt.

- Quelle/Logo: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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