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Donnerstag, 22. Mai 2014

Neun Jahre nach WM höhere Prämien für Nadine Kleinert und Markus Esser

Nach Doping-Urteilen nachträglich Bronze für die Leichtathleten, Hammerwerfer rückt gleich zweifach auf...

 

Frankfurt am Main, 21. Mai 2014 – Nadine Kleinert und Markus Esser hat der Gutachterausschuss der Deutschen Sporthilfe jetzt nachträglich WM-Medaillenprämien zuerkannt. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte nach den rechtsgültigen Doping-Sperren gegen Hammerwerfer Ivan Tikhon und Kugelstoßerin Nadzeya Ostapchuk (beide Weißrussland) die Ergebnisse der von ihren Sperren betroffenen internationalen Meisterschaften offiziell korrigiert. Davon profitieren die Kugelstoßerin aus Magdeburg und der Leverkusener Hammerwerfer, beiden wurde Bronze der WM 2005 in Helsinki zugesprochen.

Nachdem Ivan Tikhon sowohl sein WM-Titel 2005 als auch EM-Gold 2006 aberkannt wurden, ist Markus Esser nun Bronzemedaillengewinner beider Titelkämpfe. Beide Athleten erhalten damit auch von der Deutschen Sporthilfe für die Medaillen eine Prämiennachzahlung von jeweils 900 Euro, die sich aus der Differenz zu den einstmals schon gezahlten Platzierungsprämien ergibt. „Unabhängig vom Zeitpunkt des Wettkampfs und von der Höhe einer Nachzahlung ist es der Deutschen Sporthilfe wichtig, das Signal auszusenden, dass wir alles unterstützen, was Fairplay für unsere Athleten bedeutet“, sagte Jörg Adami, Vorstandsmitglied und Direktor Förderung der Sporthilfe.

Ivan Tikhon ist aufgrund von Nachtests seit den Olympischen Spiele 2004, bei denen Steroide entdeckt wurden, ein Großteil seiner Medaillen aberkannt worden, darunter auch Olympia-Silber. Seine Sperre läuft am 3. August ab. Nadzeya Ostapchuk, die ebenfalls aufgrund von Nachtests positiv getestet wurde, ist bis zum 14. August 2016 gesperrt.

„Das einzig Gute an solchen Meldungen ist, dass die Gerechtigkeit am Ende doch siegt.“ Feststellungen wie diese im April vergangenen Jahres hat Nadine Kleinert in ihrer Karriere oft machen müssen. Nicht zum ersten Mal ist der Kugelstoßerin, die Ende letzten Jahres ihr Karriereende bekannt gab, nachträglich eine Medaille zugesprochen worden. „Ich bin die ewig Betrogene.“ Für Hammerwerfer Esser gilt dies nun auch, zumal er gleich doppelt aufrückt. Den Applaus, die Siegerehrung, die öffentliche Anerkennung nach dem Wettkampf – all das haben sie nicht genießen dürfen.

Keine Auswirkungen auf Prämienzahlungen der Deutschen Sporthilfe hat die jüngste Nachricht aus dem Schwimmen. Die deutschen Schwimmer Steffen Deibler, Caroline Ruhnau, Christian Diener und Dorothea Brandt sind nachträglich Europameister geworden. Die Mixed-Staffel hatte bei der Kurzbahn-EM im Dezember 2013 über die 4 x 50 m Lagen zunächst Silber geholt, rückte nun aber auf Platz eins nach der Doping-Sperre gegen die Russin Julija Jefimowa. Die Olympia-Dritte wurde vom Weltverband FINA für 16 Monate gesperrt, zudem wurden alle ihre Ergebnisse seit Oktober 2013 gestrichen. Sie war am 31. Oktober 2013 bei einer Trainingskontrolle positiv auf ein anaboles Steroid getestet worden. EM- und WM-Prämien gibt es nach der Anhebung der Olympia-Prämien und zugunsten einer verlässlichen monatlichen Förderung durch die Deutsche Sporthilfe seit 2013 nicht mehr.

- Quelle/Logo: Stiftung Deutsche Sporthilfe


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