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Freitag, 06. Juni 2014

Nerius-Cup: Viel Spaß, Sport und Spiel beim Speerwurffestival

v.l.n.r.: Initiatorin Steffi Nerius, Katharina Molitor, Linda Stahl und Li Zhang

Leverkusen - Bei strahlend blauem Himmel bot die 4. Auflage des Nerius-Cup spannende Wettkämpfe und familiäre Atmosphäre. Im Manforter Stadion des TSV Bayer 04 Leverkusen traten heute wieder Speerwerfer verschiedener Altersklassen und Leistungslevels im sportlichen Wettkampf gegeneinander an. Seit seinem Auftakt hat sich der Nerius-Cup als fester Termin im Wettkampfkalender etabliert.

In verschiedenen Altersklassen (U16, U18, U20, U23, Erwachsene) kämpften insgesamt 45 Athletinnen und Athleten um möglichst gute Platzierungen und Weiten. Das Speerwurffestival bot ihnen zudem die Chance, sich für die EM (12.-17. August 2014) in Zürich und die Junioren-WM (22.-27. Juli 2014) in Eugene/USA zu qualifizieren.

In der Wettkampfklasse der Spitzenathletinnen gewann Mitfavoritin Linda Stahl (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit einem Wurf auf 60,30 m. Die Olympia-Dritte von 2012 setzte sich so in einem internationalen Teilnehmerfeld gegen sieben Konkurrentinnen durch. Nach ihrem siebten Platz gestern beim Diamond-League-Meeting in Rom wollte die amtierende deutsche Meisterin ein deutlich besseres Ergebnis abliefern. Dementsprechend zufrieden zeigte sie sich nach ihrem Sieg heute beim Nerius-Cup: "Ich wusste, dass es heute ein Kampf werden würde, eine gute Leistung abzuliefern. Der Sieg war mein Ziel. So ist es erst mal in Ordnung. Das kann ich so abhaken." Ihr Blick geht schon auf das Diamond-League-Meeting in New York am 14. Juni. Zusammen mit Katharina Molitor wird sie das erste Mal am New Yorker Meeting der Leichtathletik-Welttournee teilnehmen.

Zweite wurde Linda Stahls Teamkameradin Katharina Molitor. Nachdem sie schwer in den Wettkampf fand, schaffte sie im letzten Versuch dann doch noch 58,86 m und somit Platz 2. Seit ihrer EM-Qualifikation bei der Winterwurf-Challenge hat die Rheinländerin noch nicht richtig in die Saison gefunden. "Das Training läuft gut aber irgendwie schaffe ich es nicht, das Gefühl für den Speer zu entwickeln", sagte sie. Immerhin gab es heute einen leichten Aufwärtstrend im Vergleich zu ihren letzten Wettkämpfen. Das macht Hoffnung: "Heute war es schon besser als bei den letzten beiden Wettkämpfen. Ich hoffe einfach, dass das Gefühl für den Speer in den nächsten Wettbewerben kommt." Vielleicht wird sie beim Diamond-League-Meeting in New York wieder mehr eins mit dem Speer. Die Tour nach Big Apple nimmt sie trotz Reisestrapazen und Zeitverschiebung auf sich, um das "Feeling einfach mal mitzunehmen".

Als Dritte nahm die Chinesin Li Zhang auf dem Podest Platz. Zhang gehört zu den besten Speerwerferinnen Chinas. Bei der Leichtathletik-WM 2013 in Moskau verpasste sie das Finale nur knapp. Heute schaffte sie es mit einem Wurf auf 58,09 m auf Platz 3. Die Vierte, Christin Hussong von der LAZ Zweibrücken, hätte gerne heute schon als dritte Deutsche das EM-Ticket gelöst. Doch ihre 57,10 m reichten noch nicht für die EM-Norm von 60,50 m. Sie hofft, es nächste Woche bei der U23-DM in Wesel zu packen.

Der Nerius-Cup bot aber nicht nur Sportbegeisterten sondern auch Familien viele Möglichkeiten. Im Kids-Fun-Park konnten Kinder von 10 bis 14 Jahren an elf Stationen versuchen, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Dabei kam es auf Geschick bei Wurf, Sport und Spiel an. Insgesamt nahmen rund 400 Schüler an der Kinderolympiade teil. Kleinkinder konnten sich auf einer Hüpfburg nach Herzenslust austoben. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Ein Imbiss auf dem Stadiongelände versorgte Sportler und Zuschauer ab 13:00 Uhr mit Snacks und Getränken.

Heute war ein weiteres Highlight mit im Programm. Bei einem Weltrekord-Versuch im Simultanwurf waren die Zuschauer mittendrin statt nur dabei. Der bestehende Rekord von ca. 1.200 sollte auf 1.500 gepusht werden. Mindestens 1.500 Kappen mussten für einen neuen Weltrekord in die Luft geworfen werden. Am Ende hielt sowohl der alte Rekord als auch die tolle Stimmung im Publikum. Der Nerius-Cup machte viel Lust, nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein.

Beim Blick auf die jungen und erfahrenen Speerwerfer wurde die Initiatorin Steffi Nerius nicht wehmütig nach ihrer aktiven Zeit: "Ich finde es toll, dass sie werfen. Ich gucke auch gerne zu, mehr aber auch nicht. Alles super so." Für starkes Vermissen ihrer Zeit als aktive Athletin waren ihr die mit dem Profisport verbundenen Anstrengungen zu groß: "Ich habe 24 Jahre lang Leistungssport gemacht. Da trainiert man jeden Tag. Insofern ist das schon sehr anstrengend. Dann ist man auch froh wenn es vorbei ist."

Nerius-Cup

Die Idee zum Nerius-Cup kam Nerius beim "Javelin Carnival" in Finnland. Bei dem Event dreht sich drei Tage lang alles rund um Speerwurf. Die Idee eines Speerwurffestivals für die ganze Familie gefiel ihr so gut, dass sie so eine Veranstaltung nach Deutschland bringen wollte. So entstand - verbunden mit einem hochkarätig besetzten Wettkampf - der Nerius-Cup als Speerwurf- und Familienfest. Die ehemalige Weltklasse-Speerwerferin möchte mit dem Nerius-Cup Kindern die Lust am Sport weitergeben. Daher bietet sie besonders Schulen eine Gelegenheit, Schülern einen neuen Reiz zu bieten. Das Feedback der Schulen ist sehr positiv und bestärkt sie in Ihrem Engagement.

Die Speerwerferin Steffi Nerius verabschiedete sich im Jahr 2009 mit dem Weltmeistertitel und schaffte damit einen märchenhaften Abschied von der Wettkampfbühne. Sie zählt zu den erfolgreichsten Athletinnen Deutschlands und hat zusammen mit Ihrem Verein im Jahre 2011 den Nerius-Cup ins Leben gerufen. Seitdem kommen Wettkampfbegeisterte sowie Familien einmal im Jahr zum Nerius-Cup zusammen, der eine gelungene Mischung aus sportlichen Herausforderungen und umfangreichem Unterhaltungsprogramm bietet.

- Quelle: OZ (GH)

- Foto: OZ


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