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Dienstag, 30. September 2014

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

- "Während er las, verliebte ich mich in ihn, so wie man in den Schlaf gleitet: langsam zuerst und dann rettungslos." (S.117 in Originalausgabe)

 - "Mit ihm zusammen zu sein hieß, ihm wehzutun - unvermeidlich." (S.97 in Originalausgabe)

 

Diese und einige weitere Zitate haben den Jugendroman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Original: The fault in our stars), der am 10. Januar 2012 von dem US-amerikanischen Schriftsteller John Green veröffentlicht wurde, zu einem emotionalen und fesselndem Buch gemacht, das bereits verfilmt wurde. John Green erzählt in seinem Roman von dem 16-jährigen Mädchen Hazel Grace, das an Schilddrüsenkrebs und Metastasen leidet und den ebenfalls kranken Augustus Waters kennen lernt, der ihr die Welt auf eine ganz andere Art und Weise zeigt. Augustus ist in ihren Augen anders, als die meisten Krebspatienten und sie fängt recht schnell an, ihn in eine für sie neue Art in ihr Herz zu schließen. Es wird schnell klar, dass dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruht, doch Hazel ist nicht bereit eine Beziehung mit ihm einzugehen, denn für sie ist klar, dass die Krankheit alles zerstören wird.

 

Da die Geschichte in der Sicht des Mädchens geschrieben ist, ist die Sprache alltagsnah und einfach zu verstehen. Durch ständige Einführungen in ihre Gedankenwege, wird dem Leser in jede Richtung viel Gefühl vermittelt - sowohl Traurigkeit als auch Glückseligkeit. Der Autor überzeugt vor allem durch seinen direkten Schreibstil. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und lässt unwichtige und für den Leser langweilige Details aus, sodass es dem Leser ermöglicht wird, die Situation schnell zu erfassen.

 

Da der Roman in der heutigen Zeit spielt, kann sich der Leser gut in die Situation hinein versetzten. Besonders das Mädchen lernt man sehr gut kennen und fühlt schon fast mit ihr, da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist und dem Leser so jedes ihrer Gefühle vermittelt wird.

 

Das Interessante an dem Roman ist, dass der Autor den Leser bis zur Hälfte des Buches auf eine falsche Fährte lockt und das Ende somit eher überraschend kommt. Der letztendliche Schluss des Buches ist von Anfang an klar, aber der Autor schafft es die Vermutungen des Lesers zu vernebeln und macht den Roman dadurch noch emotionaler und nicht einseitig. Jeder Leser wird das Ende wahrscheinlich auf eine andere Weise deuten oder sieht einen anderen Grund darin. Somit schafft John Green es tatsächlich, dass man in das Buch versinkt und man trotzdem noch seine eigenen Gefühle und Emotionen hinein interpretieren kann.

 

Abschließend ist das Buch nur positiv zu bewerten und die gesamte Struktur und der Inhalt sind fesselnd und einzigartig aufgebaut. Der Autor hat sein vorab gelobtes Bild im Laufe des Buchs komplett behalten und der Roman ist ein Muss für jeden Literatur- und Emotionsleser.

 

 

Zum Autor: John Michael Green ist ein sehr erfolgreicher und bekannter US-amerikanischer Schriftsteller, der im Jahre 1977 in Indianapolis geboren ist und in Orlando aufwuchs. Zuerst wollte er Pastor werden, doch brach seine Ausbildung nach kurzer Zeit ab und begann Rezensionen für die Zeitschrift "Booklist" zu verfassen. Währenddessen schrieb er seinen ersten Roman "Eine wie Alaska", der mehrfach in verschiedenen Ländern ausgezeichnet wurde und ihn zum Erfolg brachte. Insgesamt schrieb er bis jetzt schon vier Romane und der letzte war "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", der sogar ein Filmerfolg wurde.

 

 

Daten zum Buch: John Green, Das Schicksal ist ein mieser Verräter Erschienen: 10. Januar 2012 Taschenbuch, 335 Seiten ISBN: 978-3-423-62583-8

 

 

- Quelle/Foto: OZ (Tamina Wirtz)

 


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