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Dienstag, 11. November 2014

Mord in Hangzhou

Der Kriminalroman „Mord in Hangzhou“, geschrieben von Marlies Ferber und veröffentlicht 2014, handelt von dem Ex-Agenten James Gerald, der sich eigentlich im Ruhestand befindet, jedoch bei einem wichtigen Fall in China noch einmal um Hilfe gebeten wird.

 

James Gerald ist ein 70-Jähriger Mann, der als Agent beim britischen Secret Intelligence Service (SIS) gearbeitet hat. Eigentlich befindet er sich sich seit geraumer Zeit im Ruhestand, doch als es in China zu größeren Unruhen kommt, wird James gebeten, undercover Ermittlungen zu leiten. Sofort sagt James zu, beschließt allerdings seiner Freundin und früheren Arbeitskollegin Sheila Humphrey nichts davon zu erzählen und nutzt die Hochzeit der Tochter eines chinesischen Freundes als Grund dafür, das Land zu verlassen.

 

In China ist derzeit großes Chaos, denn viele Menschen wurden bereits durch sabotierten Teehandel vergiftet, ohne dass es auch nur eine Spur zum Täter gibt. Im Laufe des Romans werden immer mehr Menschen Opfer dieser Tee-Überfälle, sodass sich die Sache für den britischen Ex-Agenten zuspitzt und verkompliziert. Erschwert wird ihm die Arbeit zusätzlich durch das plötzliche Erscheinen Sheilas in China, die doch eigentlich nichts ahnend Zuhause bleiben sollte.

 

Die Autorin Marlies Ferber schafft es über den ganzen Roman hinweg, die Spannung aufrecht zu erhalten, indem man dem Täter zwar sehr langsam, aber stetig auf die Spuren kommt. Hinzu kommt ein sehr humorvoller Schreibstil, der durch das Alter des Ex-Agenten besonders an Bedeutung gewinnt. Allgemein gibt die Autorin einen sehr tiefen Einblick in die Art und Weise wie James seine Ermittlungen führt, was er denkt und wie er dem Täter auf die Schliche kommt. Dadurch, dass er bereits 70 ist, sollte man meinen, er sei als alter Greis dargestellt, aber weit gefehlt. Marlies Ferber schafft es, den Leser zu überzeugen, dass James, trotz seines Alters, genau der richtige für den Job ist. Durch Erfahrung und immer noch vorhandener Dynamik gelingt es ihm am Ende auch diesen Fall zu lösen.

 

Das Buch ist also für Krimi-Fans, die es auch gerne witzig mögen, genau die richtige Lektüre, wenn man eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren erwartet. Außerdem ist der Täter bis zum Schluss sehr verdeckt gehalten, sodass ein Überraschungseffekt am Ende für großes Staunen sorgt.

 

Informationen zur Autorin:

Marlies Ferber, geboren 1966, ist eine deutsche Autorin und Übersetzerin der Sprachen Englisch und Niederländisch. Nach ihrem Studium als Sinologin arbeitete sie zuerst als Lektorin in verschienden Verlägen.

Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in Hagen, Nordrhein-Westfalen.

 

Daten zum Buch:

Marlies Ferber, Mord in Hangzhou

Erschienen: 2014

Taschenbuchausgabe, 313 Seiten (dtv Verlag)

ISBN: 978-3-423-21522-0

 

 

- Quelle/Foto: OZ (RW)


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