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Freitag, 13. November 2015

Frauen, typisch Frauen

So mancher Mann kennt die Problematik. Man(n) kann nicht ohne, aber auch nicht so richtig mit ihnen: Frauen. Sie machen uns das Leben oft viel zu schwer, indem sie weder tun, was sie sagen, noch sagen, was sie tun. Es ist ein eigenartiger Kosmos, der das weibliche Geschlecht umgibt – fast wie eine andere Welt. Und das Erstaunlichste daran ist, dass sie sich untereinander alle verstehen und ihre Aussagen richtig deuten. Doch das Problem ist, dass Frauen bis heute nicht verstanden haben, dass wir Männer keinen endgültigen Zugang zur Gedankenwelt der Frau haben. Gerade wenn man denkt, alles läuft bestens und man versteht sein Gegenüber bis aufs Tiefste, zeigt sie dir, dass du eigentlich nicht die leiseste Ahnung hast.

 

Endlich Urlaub! Zwei Wochen hatte ich mir freigenommen und wollte mit meiner Freundin zum Skifahren in die Berge. Bis zu diesem Trip hätte ich meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass ich meine Freundin kennen würde. Schließlich waren wir schon drei Jahre zusammen und haben sowohl Höhen als auch Tiefen durchlebt. Ich wusste, sie war hier und da etwas eifersüchtig, aber ich habe gelernt damit umzugehen und sie auch. Trotzdem war sie immer eine liebenswerte Person, ansonsten hätte ich es ja nicht so lange mit ihr ausgehalten.

 

Im Hotelzimmer angekommen erfreuten wir uns einem schönen großen Doppelbett und einem Balkon, dessen Ausblick herrlich auf den Bergen lag. „Dürfte ich vielleicht auf der Balkon-Seite schlafen? Ich liebe diese Aussicht!“, fragte ich meine Freundin zuvorkommend, weil ich wusste, dass sie wert darauf legte. „Ja, klar“, antwortete sie und breitete sich auf der anderen Betthälfte aus. Das wird ein schöner Urlaub, dachte ich mir.

 

Den ganzen Tag verbrachten wir beim Skifahren. Meine Freundin machte das zum ersten Mal und fiel natürlich des Öfteren auf ihren Allerwertesten, sodass ich mir ab und zu ein Lachen nicht verkneifen konnte. „Das üben wir aber noch“, rief ich zu ihr rüber und auch sie begann zu lachen: „Ach, lass mich doch in Ruhe!“

 

Abends, wie üblich, begann endlich der Apres-Ski! Laute Musik, das ein oder andere Bierchen und eine feiernde Meute – genau mein Ding! Auch meine Freundin hatte normalerweise Spaß daran. Und wie es in so einer Berghütte üblich ist, beginnt man irgendwann zu tanzen – das war meine Disziplin. Ich schnappte mir meine Freundin und los ging der Discofox. Links-rechts-Tab, links-rechts-Tab, Drehung. Ich schleuderte meine bessere Hälfte durch die Hütte und auch sie genoss diesen Tanz. Als das Lied vorbei war, fragte mich eine andere Frau, ob ich nicht mit ihr tanzen wolle. Ich blickte zu meiner Freundin und sie meinte nur: „Ja klar, viel Vergnügen“, und lächelte. Und wieder setzte ich zu schwungvollen Drehungen und Schrittkombinationen an. Als das Lied vorbei war, gab mir die nette Frau noch ein Bier als Dankeschön aus und küsste mich auf die Wange – nichts Wildes, dachte ich. Wild genug offenbar. Meine Freundin stürmte raus, stieg in den Lift und lief schnurstracks ins Hotelzimmer. Erst dort konnte ich sie auch einholen. Zur Tür hinein traute ich meinen Augen nicht. Das Bett, das ich für ein Doppelbett hielt, bestand offenbar aus zwei Einzelbetten. Das habe scharfsinnig bemerkt, da meine Freundin das eine vom anderen weggezogen hat und sich auf demjenigen befand, das am Balkon stand.

 

In einem klärenden Gespräch stellten wir, vielmehr ich, schließlich fest, dass meine Freundin viel lieber am Balkon schlafen würde und ich nicht mit der anderen Frau hätten tanzen sollen, da in diesem Moment „unser“ Lied lief. Unser Lied? Ich wusste nicht, dass wir eins hatten, musste ich mir eingestehen. „Wieso hast du dann ja, klar gesagt?“, wollte ich natürlich wissen und sie antwortete: „Ich wollte, dass du den Urlaub genießt.“

 

Genießen? Indem ich einer wütenden Frau hinterherlaufe und Mitten in der Nacht klärende Gespräche führe? Wir einigten uns darauf, dass sie ab jetzt bitte immer sofort Bescheid sagen sollte, wenn ihr etwas nicht passen würde, doch sowohl sie als auch ich wussten, dass das nie passieren würde. Erst lange nach dem Urlaub stellte sich beispielsweise heraus, dass ich sie nicht so oft bei ihren Skifahr-Versuchen hätte auslachen sollen. Aber im Ernst, so laut und oft war das gar nicht – aber zum Schreien komisch!

 

Das sind nun mal Frauen, wusste ich, so richtig recht kann man es ihnen nie machen. Aber was wäre das Leben auch ohne sie? Jeden Tag arbeiten und abends und am Wochenende Fußball, Pizza und Bier mit den Jungs. Und obwohl das wirklich sehr verlockend klingt, würde uns auf Dauer etwas fehlen.

 

 

 

- Quelle: OZ (RW)

- Foto: SXC.hu: http://www.freeimages.com/photo/woman-1141163


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