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Mittwoch, 15. Juni 2016

Pferdeflüstern für Manager beim Campus.Lunch

Pulheim – Was können Menschen von Pferden lernen? Eine ganze Menge, weiß Bernd Osterhammel, Autor des Wirtschaftsbestsellers „Pferdeflüstern für Manager – Mitarbeiterführung tierisch einfach.“ Sein Wissen teilte er am Dienstag (14.06) mit zahlreichen Unternehmern und Interessenten in der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). Nach einem kleinen Snack in Form von Wraps und Getränken konnte der Fachvortrag beginnen. Es wurde tierisch, denn anhand von Videobeiträgen aus dem Training mit Pferden erklärte Osterhammel den Anwesenden, wie Mitarbeiterführung zielgerecht funktionieren kann. Dabei ging er auf Fragen ein, die sich jeder Unternehmer schon einmal gestellt hat:

 

Welcher Führungsstil ist vielversprechend?

 

Hier führte Osterhammel das Beispiel von einem Pferd an, welches sich nicht bändigen ließ und schon gar nicht reiten. Er hat daraufhin versucht das Pferd zu verstehen, ihm freundlich zu begegnen und nach etwas Zeit probiert, sich auf das Pferd zu setzen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelang es ihm. „Dabei darf man auch keine Angst haben“, erklärt der Referent.

 

Welche Vorgaben sind notwendig und welche hindern daran, Potenzial zu entfalten?

 

Ein Pferd, welches er zur Dressur nutzen wollte, diente an dieser Stelle als Beispiel. Denn das Pferd war als Dressurpferd ungeeignet, der Pferdenarr erkannte daraufhin das Potenzial in einem anderen Bereich und machte es zu seinem Wanderpferd, welches ihm gute Dienste leistete.

 

Welches Maß an Kontrolle ist notwendig?

 

Laut Osterhammel müssen die Zügel nicht immer fest in der Hand gehalten werden. Pferde laufen auch eigenständig und das im Sinne des Reiters. Für die Motivation ist es aber immer wichtig, auch einmal ein Lob auszusprechen und Anerkennung zu zeigen, damit das Pferd eigenständig „weiterläuft“.

 

Während seiner Arbeit hat der Inhaber eines Ingenieursbüros im Tiefbau gemerkt, dass er mit den Pferden gut zu Recht kommt und ihm (fast) alles gelingt, was er anpackt. Seine Philosophie: Was mit Pferden gelingt, muss auch bei den Mitarbeitern klappen. Er versuchte es und machte dabei großartige Erfahrungen. „Als ich auf der Weihnachtsfeier meine Rede hielt, sagte ich meinen Mitarbeitern, dass wir eine gute Auftragslage haben und die Jobs sicher seien. Sie glauben gar nicht, wie ersichtlich bei meinen Mitarbeitern der Knoten platzte und sie frei von der Sorge waren, ihren Job eventuell verlieren zu können“, so Osterhammel.

 

In diesem Fall handelte der Pferdenarr gegen die unternehmerische Annahme, den Mitarbeitern besser nichts von der guten Auftragslage zu erzählen, weil sie sich weiterhin anstrengen sollen. Stattdessen hat er sich mit den Sorgen seiner Mitarbeiter beschäftigt und versucht, sie zu verstehen. „Ist man frei von Sorgen und kommt morgens gut gelaunt zur Arbeit, profitiert das Unternehmen davon“, erklärt Osterhammel weiter. Auch die Themen Motivation der Mitarbeiter und das Sehen von Potenzialen, was bei geschicktem Einsetzen keine weitere Einstellung von Mitarbeitern benötigt, fanden bei den Gästen großen Anklang.

 

Nach einer Stunde gingen die interessierten Zuhörer/innen nach einem kleinen Austausch bei Kaffee zurück in ihre Unternehmen und stellten sich vermutlich die Frage: Wie viel Pferd steckt in meinem Mitarbeiter? Viel Input zur Mitarbeiterführung haben alle Anwesenden beim 90-minütigen Campus.Lunch an der Fachhochschule des Mittelstands in Pulheim jedenfalls erhalten.

 

- Quelle/Foto: OZ (JS)


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