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Freitag, 16. September 2016

„Prüfen –Rufen – Drücken“ - Aktion auf dem Marktplatz am 23. September 2016

Wipperfürth - Es kann jeden treffen, immer und überall: Ein Herzstillstand ist lebensbedrohlich, über 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland am sogenannten Plötzlichen Herztod. Doch in vielen Fällen kann eine Erste Hilfe von Freunden, Kollegen oder auch zufällig vorbeikommenden Passanten Leben retten.

 

„Die Reanimation ist einfacher als viele denken“, weiß Dr. med. Carsten Eisberg, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin an der HELIOS Klinik Wipperfürth. Um hier Hemmschwellen abzubauen, bieten Dr. Eisberg und sein Team gemeinsam mit dem „Notfalltraining Bergisch Land“ wieder anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ eine Aktion unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ an. Am Freitag, 23. September 2016, können alle Interessierten in der Zeit von 08:00 bis ca. 13:00 Uhr an kostenfreien Reanimationstrainings auf dem Marktplatz teilnehmen.

 

Statistiken zeigen, dass bundesweit nur in 30 Prozent der Fälle eines Herzstillstandes Laien-Ersthelfer die Reanimation beginnen, „für Betroffene aber entscheiden die ersten Minuten oft über mögliche Folgeschäden oder im schlimmsten Fall über Leben und Tod“, betont Dr. Eisberg weiter. Diese Quote soll nun in Wipperfürth steigen. Unter dem Motto „Prüfen – Rufen – Drücken“ können interessierte Marktbesucher sich die wesentlichen Eckpunkte erklären lassen und diese an der Demonstrationspuppe direkt einüben.

 

 

Bei dem sogenannten „Basic Life Support“ geht es darum, im Falle des Falles

 

 

1. zu prüfen, ob die Person ansprechbar ist. Atmet sie nicht normal oder gar nicht, ist das Leben akut in Gefahr.

 

 

2. den Notruf anzurufen oder eine andere Person nachdrücklich aufzufordern, dies zu übernehmen.

 

 

3. zu drücken: Damit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes keine wertvolle Zeit ungenutzt verstreicht, muss sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden, um damit den lebenswichtigen Blutkreislauf aufrecht zu erhalten. Dazu 100 bis 120 Mal pro Minute in der Mitte des Brustbeins tief drücken. Die Überlebenschance wird dadurch verdreifacht.

 

 

„In unserem Berufsalltag merken wir immer wieder den großen Bedarf an Schulungen“, betont auch Markus Prinz. Für ihn und seine Mitstreitern des „Notfalltraining Bergisch Land“ sind Erste Hilfe-Schulungen täglich Brot und eine Herzensangelegenheit. „Nach Jahren im Rettungsdienst sieht man eben auch die Auswirkungen einer nicht erfolgten Reanimation“, so Prinz weiter. Auch die HELIOS Klinik Wipperfürth nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeber ernst und schult ihrer Mitarbeiter - wie an allen Standorten der HELIOS Klinikengruppe - seit mehreren Jahren einmal jährlich im sogenannten „Basic Life Support“. „Unsere Mitarbeiter gerade auch aus den nicht-medizinischen Bereichen nutzen gerne die Chance, ihre Kenntnisse aufzufrischen und das lebenswichtige Thema wieder aufzugreifen“, weiß auch Klinikgeschäftsführerin Daniela Levy. So werden die Mitarbeiter in die Lage versetzt, Betroffenen in lebensgefährlichen Situationen helfen zu können – egal ob in der Klinik oder auch in der Freizeit.

 

 

- Quelle: HELIOS Klinik Wipperfürth

- Foto: http://de.freeimages.com/photo/accident-1317029Till Achinger


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