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Montag, 13. Februar 2017

Vier Silins-Dreier zum Glück: RASTA Vechta – Telekom Baskets Bonn 70:77

Vechta - Die Telekom Baskets Bonn haben am 22. Bundesliga-Spieltag einen umkämpften Auswärtssieg errungen. Das 77:70 (11:17, 18:20, 23:16, 25:17) basierte auf einer defensiven Steigerung in der zweiten Hälfte und einem Ojars Silins, welcher in der Schlussphase wortwörtlich heiß lief: Der Lette markierte zwölf seiner 16 Zähler im letzten Viertel – allesamt von jenseits der 6,75 Meter-Linie.

 

Haedcoach Predrag Krunic musste nach wie vor auf die verletzten Konstantin Klein (Fuß) sowie Filip Barovic (Daumen) verzichten. Dafür stand der vor zwei Wochen verpflichtete Jamarr Sanders erstmals auch auswärts für Bonn im Kader. Bei Vechta feierte Derrick Allen seinen 400. Bundesliga-Einsatz, blieb jedoch punktlos. Durch den Sieg beendete Bonn eine Dürrephase von drei Niederlagen „on the road“ in Serie im Ligabetrieb. Der letzte Auswärtserfolg datierte auf den 18.11.2016, als die Rheinländer ein 85:81 aus Würzburg entführten, die damals noch unter der sportlichen Leitung von Doug Spradley standen. In den ersten 30 Minuten der Begegnung verwandelten die Telekom Baskets lediglich 33,3 Prozent ihrer Dreierversuche (6/18). Im letzten Durchgang drehte Bonn aus der Distanz auf und traf starke fünf Würfe bei lediglich acht Versuchen (62,5 Prozent).

 

Das Spiel

 

Die Baskets starteten mit einer Fünf um Julian Gamble, Ryan Thompson, Yorman Polas Bartolo, Ken Horton und Mannschaftskapitän Josh Mayo in die Partie. Allerdings taten sich die Gäste gegen Vechta, das unter der Woche Doug Spradley auf den entlassenen Andreas Wagner als Headcoach hatte folgen lassen, mehr als schwer. In der Offensive wollte wenig Zählbares abfallen, dafür konnten allerdings viele Fouls gezogen werden, so dass die Hausherren früh die Teamfoulgrenze erreichten (7:4, 6. Minute). Bonn schaffte es jedoch nicht sich diesen Umstand zu Nutze zu machen und musste früh einem Rückstand hinterher eilen (17:11, 10. Minute).

 

Zwar eröffnete Florian Koch den zweiten Abschnitt mit einem Dreier und sorgte so für Hoffnung bei der guten Hundertschaft mitgereister Baskets-Fans. Doch das Momentum blieb weiterhin auf Seiten der Niedersachsen, die in Devin Searcy einen Innenspieler im Kader hatten, der kaum zu stoppen war. Der Amerikaner brachte sich ein ums andere Mal in unmittelbarer Korbnähe clever in Position und hatte bis zur Pause bereits 17 Zähler auf dem Konto – und war damit in Reichweite einer neuen persönlichen BBL-Bestmarke (21 Punkte). Bonn hingegen mit wenig Zählbarem im Gang nach vorn, was hauptsächlich an insgesamt acht Ballverlusten lag (37:29, 20. Minute).

 

Was immer Cheftrainer Predrag Krunic seinen Schützlingen in der Halbzeit mit auf den Weg gegeben hatte: Es wirkte. Zwar markierte Vechta die ersten Zähler nach dem Seitenwechsel, doch die Rheinländer antworteten mit einem zwingenden 18:2-Lauf, zu welchem allein Josh Mayo acht Punkte – darunter zwei Dreier – beisteuerte (41:47, 24. Minute). Der Hauptgrund für das Comeback war darin zu finden, dass Bonn sich im dritten Viertel keinen einzigen Turnover leistete und der zuvor starke Searcy ohne Korberfolg blieb (53:52, 30. Minute).

 

Das im dritten Abschnitt erarbeitete Selbstvertrauen schien jedoch nicht lange zu halten. Vechta stemmte sich mit einer wahren Energieleistung gegen die drohende Wende und enteilte abermals, was Krunic zu einer Auszeit zwang (62:54, 34. Minute). Nach der taktischen Besprechung stand der große Auftritt von Ojars Silins an: Der Lette leitete mit einem Dreier einen 14:0-Run ein, während dessen der Forward zwei weitere Schüsse von „Downtown“ einnetzte, aber auch Josh Mayo aus der Distanz traf (64:70, 39. Minute). Vechta nahm eine letzte Auszeit, auf die Silins seinen vierten Dreier folgen ließ und damit die Vorentscheidung zu Gunsten der Bundesstädter erzwang.

 

Stimmen zum Spiel

 

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Ich wusste schon vorher, dass dies ein schwieriges Siel wird, da Vechta über viel Qualität verfügt. Doug hat im Vorfeld einen guten Job gemacht, sein Team war sehr gut auf uns eingestellt. Sie haben physisch agiert und gezeigt, wie gut sie seien können. Der Glückwunsch aber geht an meine Spieler, die ein schweres Auswärtsspiel gewonnen haben. Nach der ersten Halbzeit haben wir es besser verstanden, was heute zu tun ist, um den Sieg nach Hause zu bringen. Herzlichen Dank auch an unsere Fans! Ohne deren Unterstützung wäre es heute noch weitaus schwieriger gewesen, das Parkett als Sieger zu verlassen“

 

Doug Spradley (Trainer RASTA Vechta):

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, dann aber den Start in das dritte Viertel verschlafen. Immer wenn wir einen guten Lauf hatten, haben wir es verpasst, uns einen noch größeren Vorsprung zu verschaffen. Und zum Ende hin hat Ojars Silins einfach ganz stark gespielt. Er hat die Dreier trotz guter Defense gegen ihn eiskalt versenkt. Dafür gebührt ihm natürlich Respekt.“

 

Punkteverteilung

 

Telekom Baskets Bonn:

Silins (16/4 Dreier), Thompson (12), Richter (5), Gamble (2), Sanders (2), DiLeo (0), Koch (6/2), Polas Bartolo (7), Mayo (15/3), Horton (12/2)

 

RASTA Vechta:

Gaines (12/2, 7 Assists), Searcy (23, 9 Rebounds), Allen (0), Broadus (8), Gordon (2), Geske (8), Bekteshi (0), Ehambe (5/1), Warech (2), Neumann (4), Standhardinger (6)

 

- Quelle: Telekom Baskets Bonn

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/basketball-1516707


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