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Donnerstag, 06. April 2017

FHM Campus.Lunch: Fachvortrag beleuchtet die finanzielle Komponente der Digitaliserung

Pulheim - Die Arbeitswelt verändert sich derzeit rasant: Moderne Roboter und Algorithmen bestimmen zunehmend das Geschehen und verändern damit erheblich die Produktionsabläufe sowie Beschäftigungsfelder. Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Kein Tag vergeht ohne neue Meldung über das "digitale Morgen". In den Medien wird häufig diskutiert, ob Deutschland Spitzenreiter der Industrie 4.0 ist, oder die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) hoffnungslos hinterherhinken. Erfolgsgeschichten sowie Mängelberichte von Unternehmen, die erste Schritte im Bereich Digitalisierung umgesetzt haben, gibt es gleichermaßen.

 

Ist das Thema Digitalisierung am Ende nur ein Trend oder doch vielmehr ein Erfolgsgarant für kleine und mittelständische Unternehmen? Auf die Suche nach passenden Antworten begab sich Gerd Scheuermann, Beratungsleiter mit den Schwerpunkten Strategieberatung, Interim-Management und Prozessarchitektur der EVOLOG Beratungsgesellschaft aus Köln, am Mittwoch (5. April) im Rahmen der Campus.Lunch-Veranstaltungsreihe der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Pulheim.

 

In seinem Fachvortrag ging Scheuermann unter anderem auf die Chancen der Digitalisierung insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen ein und versuchte auch Antworten auf die Frage zu geben: Kann sich ein KMU die Digitalisierung überhaupt leisten? Nach Meinung des Experten stellt sich diese Frage so nicht. Jedes Unternehmen könne sich Digitalisierung leisten, sie sei nur nicht in alle Teilen eines Unternehmens auch notwendig. Als Prämisse müsse daher immer eine unternehmenstypische Kosten-Nutzen-Rechnung herhalten. Gänzlich auf Digitalisierung verzichten, könne ein Unternehmen aber nur bedingt. Vielmehr sei es entscheidend, dieses Thema in alle strategischen Überlegungen mit einzubeziehen und nicht auf eine Auseinandersetzung mit demselben zu verzichten. "Vertrauen Sie dem Bauchgefühl. Man sollte einem Trend nie blind hinterherlaufen", so der Rat des Experten.

 

Bezüglich der Ausgangsfrage vertritt Scheuermann eine ebenso klare Meinung. Digitalisierung sei keine Trenderscheinung, sondern maximal ein "Megatrend", der schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten fest verankert sei. Auch als Erfolgsgaranten für kleinere und mittelständische Unternehmen sieht Scheuermann die Digitalisierung nicht. Sie sei vielmehr Befähiger, Beschleuniger, manchmal auch Voraussetzung für ebenjenen.  Der Beratungsleiter rät Unternehmern deshalb dazu, das "Monstrum Digitalisierung" auseinanderzunehmen, zu entzaubern, und es sich für den Erfolg des Unternehmens zu Nutze zu machen. Digitalisierung sei bei Weitem keine Revolution, sondern nur eine Fortschreibung des Wirtschaften mit allen Chancen, Herausforderungen und Risiken für ein KMU. "Ein Unternehmen muss nicht vollständig digitalisiert sein, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein!", so die abschließende Botschaft des Referenten.

 

Egal ob Trend oder Erfolgsgarant, auch die FHM passt sich mehr und mehr dem digitalen Zeitalter an und bereitet Studierende am Campus Pulheim demnächst als Nachwuchsführungskraft auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Mit dem neuen Studiengang "B.A. Digital Business Management", der erstmalig im Oktober 2017 an den Start geht, eröffnet die Fachhochschule den kommenden Absolventen ganz neue Karrieremöglichkeiten. Ganz nach dem Motto: Schon heute die Welt von morgen studieren.

 

- Quelle/Foto: OZ (FR)


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