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Dienstag, 18. April 2017

Erneut bissigen Löwen unterlegen

Bonn - Die Telekom Baskets Bonn haben erneut eine Niederlage gegen die Basketball Löwen Braunschweig hinnehmen müssen. Nach der 91:93-Pleite im Hinspiel zogen die Schützlinge von Trainer Predrag Krunic gegen die Niedersachsen auch am Ostermontag mit 84:92 (23:27, 22:22, 18:19, 21:24) den Kürzeren. Zum besten Baskets-Akteur avancierte Julian Gamble mit 22 Punkten, TJ DiLeo stellte mit 14 Zählern seinen persönlichen BBL-Bestwert ein.

 

Das nächste Heimspiel der Telekom Baskets Bonn findet kommenden Sonntag, den 23.4.2017, statt. Dann gastiert die BG Göttingen um Ex-Baskets Benas Veikalas im Telekom Dome – der Tipoff ist für 15:30 Uhr angesetzt.

Durch die Niederlage in Braunschweig hat sich Bonns Vorsprung in der Tabelle auf Verfolger Berlin nicht vergrößert. Die Telekom Baskets (Bilanz: 17-12) verteidigen allerdings nach wie vor Platz fünf ob des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die „Albatrosse" (17-12), welche in Bamberg eine 71:88-Pleite kassierten. Der Atem der Verfolger ist durch diese ärgerliche Niederlage jetzt allerdings näher zu spüren.

In Braunschweig nicht zum Einsatz kamen Ryan Thompson und Konstantin Klein. Der Amerikaner wurde ob seiner Beckenknochenprellung von Coach Krunic geschont, der deutsche Aufbauspieler kuriert weiterhin seine Fußgelenksverletzung aus.

Das Spiel
Die Hausherren erwischten den deutlich besseren Start und schienen nach dem gesicherten Klassenerhalt ihrer Freude von jenseits der Dreierlinie Ausdruck verleihen zu wollen. Braunschweig traf fünf seiner ersten sechs Würfe von jenseits der 6,75 Meter-Linie und sicherte sich damit zunächst eine kleine Führung (15:12, 6. Minute). Auf Bonner Seite hielt zunächst Julian Gamble dagegen, der am Brett hochprozentig abschloss und allein im ersten Viertel zehn Zähler markierte (27:23, 10. Minute).

 

Insgesamt wirkte Braunschweig frischer und frecher. Den Niedersachsen ging es um nichts mehr, der Abstieg war abgewendet, dementsprechend spielten die Löwen frei auf, während auf Bonner Seite nicht viel zusammen lief. Nach dem Auswärtspiel in München am vergangenen Donnerstag und dem Fehlen von Josh Mayo, der sich in den letzten Tagen wegen eines Trauerfalls in den USA aufhielt, fehlte es dem Tabellenfünften an Intensität und Spritzigkeit. Nicht nur köperlich, auch mental waren die Baskets allzu oft einen Schritt zu spät.



Zwar steigerten die Rheinländer in der Verteidigung ihre Aufmerksamkeit gegenüber Braunschweigs Schützen, dafür kamen die Löwen in Korbnäher häufiger zum Abschluss (34:34, 15. Minute). Vor allem gab Bonn zu viele zweite Chancen ab, womit die rheinischen Defensivbemühungen zu oft ein weiteres Mal auf die Probe gestellt wurden. Durch einen Dreier von Florian Koch nahmen die Baskets zwar keine Führung, aber zumindest das Momentum mit in die Kabine (49:45, 20. Minute).



Nach dem Seitenwechsel brach sich der durch den Koch-Treffer aufgenommene Schwung in einem 6:0-Lauf Bahn (49:51, 23. Minute). Allerdings konterten die Niedersachsen postwendend mit neun Zählern in Folge, wodurch die zuvor investierte Energie letztlich unbelohnt blieb (58:51, 26. Minute). Die Löwen schraubten ihren Vorsprung gar in den zweistelligen Bereich (68:58, 29. Minute), ehe Bonn nach einem Dunk von Jamarr Sanders und einem Dreier durch Ken Horton wieder auf Schlagdistanz herankam (68:63, 30. Minute).



Diesmal konnten die Baskets jedoch nicht das Momentum konservieren, sondern kassierten stattdessen einen gegnerischen 13:3-Run, der die Gäste auf der Zielgerade umso mehr unter Zugzwang setzte (81:66, 35. Minute). Die von Coach Krunic genommenen Auszeiten brachten nicht den gewünschten Effekt, dafür hatten sich die Okerstädter bereits zu viel Selbstvertrauen erarbeitet, um das Geschehen noch aus der Hand zu geben. Dennoch kamen die Baskets, vor allem dank eines starken Tony DiLeo 90 Sekunden vor Ende des Spiels noch einmal auf neun Punkte heran (80:89, 39.), ein Technisches Foul direkt im Anschluss durch Julian Gamble machte aber endgültig jegliche Hoffnung auf ein Comeback zunichte.

 

So ließen die Baskets die große Chance ungenutzt, in Braunschweig durch einen Sieg Tabellenplatz fünf zu festigen. Zwar hat es Bonn nach wie vor selber in der Hand, doch die Konkurrenz rückt durch die Schlappe näher. Für Coach Predrag Krunic und das Betreuerteam heißt es nun, den Spielern eine wichtige Pause zu gönnen und den Fokus auf das immens wichtige nächste Heimspiel gegen die BG Göttingen am Sonntag zu lenken.

 

Predrag Krunic (Headcoach Telekom Baskets Bonn)

"Gratulation an Braunschweig, es war ein verdienter Sieg. Braunschweig hat viel Druck auf unsere Guards gemacht. Wir selber haben ebenso versucht, Druck aufzubauen, waren aber nicht so gut wie der Gegner. Offensiv war unsere Leistung in Ordnung, aber unsere Verteidigung hat gefehlt."

 

Frank Menz (Headcoach Basketball Löwen Braunschweig)

"Ich bin natürlich sehr zufrieden mit der heutigen Leistung der Mannschaft. Es war ja schon eine Frage, wie wir nach dem Sieg gegen Vechta rauskommen. Wir hatten über Wochen viel Druck, der sich jetzt entledigt hat und dann ist es nicht so leicht – denn einerseits kann man befreit aufspielen, aber andererseits muss man auch den Fokus halten. Bonn spielt um den fünften Platz und deshalb wussten wir, dass sie das Spiel ernst nehmen würde. Um so schöner ist es, dass wir gewinnen konnten. Wir wollen jedes unserer verbleibenden Spiele bis zum Ende spielen und bestätigen, dass wir in diese Liga gehören und uns gut entwickelt haben."

 

Bilanz
Telekom Baskets Bonn vs. Basketball Löwen Braunschweig

Siege: 34 (BBL: 30, Pokal: 4)
Niederlagen: 16 (BBL: 16)
in Bonn: 22 Siege, 6 Niederlagen
in Braunschweig: 12 Siege, 10 Niederlagen

 

- Quelle: Telekom Baskets Bonn

- Foto: OZ


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