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Dienstag, 25. April 2017

Sally Potocki im Interview: Unter dem Bayer-Kreuz greift sie an

Leverkusen - (AK) Über den Innenblock in der 6:0-Abwehr zur Königsposition im Handball: Das Abwehr-Ass Sally Potocki setzt auf der Rückraum-linken Position bei den Elfen auch im Angriff wichtige Akzente – im Gegensatz zu ihrer Zeit im Trikot von Ligakonkurrent Borussia Dortmund. Im Interview mit dem Leverkusener Pressedienst spricht die gebürtige Australierin nicht nur über ihre neue Rolle, sondern auch über ihre Trainerin Renate Wolf sowie den Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga.

 

Welche Aspekte haben bei deinem Wechsel innerhalb Nordrhein-Westfalens im vergangenen Sommer eine große Rolle gespielt?

 

Sally Potocki: Aus persönlichen Gründen wollte ich in der Region bleiben. Wenn man dann einen Verein wie Bayer hat, der über so viele Jahre 1. Bundesliga spielt, war für mich schnell klar, dass ich mit diesem Verein reden möchte. Schon nach meinem ersten Gespräch war ich beeindruckt, was für Trainingsmöglichkeiten der Verein hat. Ich wusste genau, was mich erwartet. So hat das alles einfach super gepasst.

 

Aus Dortmunder Zeiten bist du eher in der Rolle der Abwehrchefin bekannt. Nun wirst du unter dem Bayer-Kreuz ebenso als Offensiv-Kraft eingesetzt und hast deine Qualitäten im Elfen-Angriff bereits des Öfteren unter Beweis gestellt - eine große Umstellung oder reine Gewöhnungssache?

 

Sally Potocki: Am Anfang war es für mich schwierig, das richtige Timing im Angriff zu finden und wieder genügend Selbstbewusstsein zu haben. Aber wie in jedem Team muss man sich erstmal gegenseitig kennenlernen und sich aufeinander einstellen, sodass man dann seine eigene Spielweise schnell wieder abrufen kann. Also würde ich eher Gewöhnungssache sagen.

 

Du wirst mittlerweile also häufig auf der Rückraum-linken Position eingesetzt. Was macht eine Spielerin auf dieser Königsposition aus?

 

Sally Potocki: Ich finde, eine Spielerin auf dieser Position muss viele handballerischen Seiten von sich zeigen. Sie muss nicht nur immer selbst gefährlich sein, sondern auch das Auge haben, um ihre Außen- oder Kreisspielerinnen anspielen zu können. Eins gegen eins ist da genauso wichtig wie der Wurf aus der zweiten Reihe. Je nach Abwehrformation der anderen Mannschaft sollte man beides abrufen können, um den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen.

 

Kommen wir einmal auf die Elfen zu sprechen: Wie groß ist der Anteil von Renate Wolf an dem Potenzial, das der jungen Bayer-Mannschaft in Deutschland zugesprochen wird?

 

Sally Potocki: Ich glaube, dass Renate hier eine große Rolle spielt. Sie weiß, wie wichtig die Arbeit mit jungen Spielerinnen ist, nicht nur für die Bundesliga-Mannschaft, insbesondere auch für die Weiterentwicklung von den Spielerinnen selbst.

 

Renate Wolf kann ihre Spielerinnen bekanntlich weiterentwickeln und sie an die Spitze führen. Was macht sie deiner Meinung nach so besonders?

 

Sally Potocki: Ich denke, es ist die enge Zusammenarbeit zwischen Renate und den anderen Trainern, wie in der 2. Mannschaft. Die jungen Spielerinnen lernen nicht nur viel bei Kerstin, sie haben auch die Möglichkeit, mit der 1. Mannschaft zu trainieren. Hier kann man noch zusätzlich viel von Renate mit auf den Weg bekommen, da sie Dinge sehr gut erklären kann und sie einem so auch das Selbstvertrauen gibt, das man braucht, um sich weiterzuentwickeln.

 

Jetzt ist deine persönliche Meinung nochmal gefragt: In Dortmund hast du über einige Jahre in der 2. Liga um den Aufstieg in die Handball Bundesliga der Frauen (HBF) gekämpft. Welche Unterschiede sind zwischen beiden Ligen zu erkennen?

 

Sally Potocki: Ich würde sagen, dass es nur ein paar Unterschiede gibt zwischen den beiden Ligen. Ich finde, dass das Tempo in der 1. Liga auf jeden Fall schneller ist und man bei fast jedem kleinen Fehler 100% bestraft wird. Man spielt gegen Weltklasse-Spielerinnen und Mannschaften mit einem breiten Kader. So muss man immer Vollgas geben und konzentriert sein.

 

Derzeit wohnst du noch in Dortmund. Wie meisterst du deinen Alltag rund um das enorme Trainingspensum, den weiten Weg nach Leverkusen und deine beruflichen Verpflichtungen?

 

Sally Potocki: Beruflich kann ich zum Glück meine Arbeitstage so planen, dass ich es immer zum Training schaffe. Es ist allerdings nicht immer einfach, von früh morgens bis spät abends unterwegs zu sein. Ich muss sehr organisiert sein, um das alles unter einen Hut zu bekommen.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

- Quelle/Foto: TSV Bayer 04 Leverkusen Handball


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