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Mittwoch, 03. Mai 2017

Keine bösen Überraschungen mit Handwerkern - Den passenden Betrieb richtig beauftragen

Düsseldorf - Neue Fenster können Energie sparen und das Wohnen komfortabler machen – wenn sie richtig eingebaut werden. Wie aber findet man für diese Aufgabe und andere Vorhaben den richtigen Handwerksbetrieb? Wie beugt man teuren Überraschungen vor? Das Wichtigste sind schriftliche Vereinbarungen. Wer sich auf mündliche Absprachen verlässt, kann Probleme bekommen beim Pochen auf Preise, beim Fordern von Nachbesserungen oder bei rechtlichen Schritten. Schon in Angebotsanfragen sollten deshalb Leistungen und Anforderungen gut beschrieben werden. Gerade bei planbaren Vorhaben wie einem Fenstertausch sollten sich Verbraucher über Standards und Knackpunkte informieren, bevor sie Handwerksbetriebe kontaktieren. Die Verbraucherzentrale NRW gibt zudem weitere Tipps:

 

 

•     Handwerker finden: Die beste Quelle ist der eigene Bekanntenkreis. Hat ein Betrieb hier gut gearbeitet, wird er sicher weiterempfohlen. Weitere Firmen finden sich über Branchenverzeichnisse und die örtlichen Innungen – bei der Suche nach Fensterbauern zum Beispiel die Tischler-Innung. Eine andere Möglichkeit sind Online-Portale, auf denen Auftraggeber ihr Vorhaben schildern und Betriebe sich daraufhin mit Angeboten melden. Unerlässlich ist der Blick auf die Qualifikationen: Handelt es sich um einen Innungsbetrieb? Einen Meisterbetrieb? Erfüllt das Unternehmen weitere Anforderungen seines Fachs, die zum Beispiel die Innungen beschreiben? Hat er aussagekräftige Referenzen?

 

•     Kostenvoranschläge oder Angebote einholen: Vor Auftragsvergabe sollten immer zwei bis drei Angebote oder Kostenvoranschläge verschiedener Firmen eingeholt werden. Hier gibt es wichtige Unterschiede: Kostenvoranschläge sind nicht verbindlich, es kann also teurer werden. Steigt der Preis um mehr als 15 bis 20 Prozent, muss der Unternehmer jedoch darauf hinweisen. Der Auftraggeber kann dann den Vertrag kündigen. An die Preise in Angeboten sind die Unternehmen dagegen in aller Regel gebunden.

 

•     Prüfen und vergleichen: Vor dem Preisvergleich steht der Check auf Vollständigkeit. So sollten Angebote und Voranschläge auch alle Vor-, Nach- und Nebenarbeiten berücksichtigen, beim Fenstertausch zum Beispiel den Gerüstbau.

 

•     Vertrag schließen: Im Vertrag sind die zu leistenden Arbeiten und Anforderungen mitsamt Preisen genau festzuhalten. Bei Fenstern sollten zum Beispiel Anzahl und Maße, Rahmenmaterial, Verglasungsart und andere Details aus dem Vertrag hervorgehen.

 

•     Ergebnis prüfen: Nach Abschluss der Arbeiten folgt die Prüfung des Ergebnisses, im Zweifelsfall unterstützt durch zusätzlich beauftragte Fachleute. Bei neuen Fenstern könnte das etwa ein anderer Tischler oder eine Architektin sein. Hilfe bei der Suche bietet online zum Beispiel der Sachverständigen-Navi der Handwerkskammern. Gibt es Mängel, sind sie nach Möglichkeit zu fotografieren und dem verantwortlichen Betrieb sofort schriftlich zu schildern.

 

•     Rechnung begleichen: Die Rechnung sollten Kunden erst dann vollständig bezahlen, wenn alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt ist. Alle Lohn-, Fahrt- und Materialkosten sollten darin einzeln aufgeführt werden – einige Posten können in vielen Fällen anteilig von der Steuer abgesetzt werden.

 

- Quelle: Verbraucherzentrale NRW

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/worker-1582796


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