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Donnerstag, 04. Mai 2017

Elfen bieten neuem Meister lange Paroli und bestätigen Leistung der vergangenen Wochen

Leverkusen - Die Werkselfen boten der SG BBM Bietigheim am Mittwochabend über weite Strecken der Partie Paroli, mussten sich am Ende mit 24:28 (15:16) geschlagen werden. Damit bauten die Gäste aus dem Süddeutschen ihre imposante Serie auf 48:0 Punkte aus. Die SG BBM Bietigheim feierte gemeinsam mit ihren mitgereisten Fans nach dem hart umkämpften 24. Saisonsieg in der Leverkusener Ostermann-Arena vorzeitig ihre erste Deutsche Meisterschaft. Bei den Werkselfen zeigte Nationalspielerin Jennifer Rode mit zehn Treffern vor den Augen des Bundestrainers erneut eine starke Leistung.

 

10:2 Punkte konnten die Werkselfen aus den vergangenen sechs Spielen einfahren. Diese Serie und vor allem der 33:18-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund waren für den verlustpunktfreien Tabellenführer und Europapokalfinalisten Warnung genug. Die  Werkselfen zeigten sich hochmotiviert und machten es der SG BBM schwer ihr Spiel aufzuziehen. Mit einem verwandelten Siebenmeter brachte Jennifer Rode die Gastgeberinnen mit 5:4 in Front. Das Team von Renate Wolf legte durch Treffer von Jurgutyte Zivile und zweimal Sally Potocki nach und baute den Vorsprung bis auf 8:4 aus. SG-Coach Albertsen reagierte prompt und nahm eine Auszeit. Die Zuschauer sahen über weite Strecken eine packende Bundesligapartie auf Augenhöhe, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit drehten die Gäste einen 13:15-Rückstand in eine 16:15-Halbzeitpause.

 

Im zweiten Durchgang sah es zu Beginn wieder nach einem harten Fight für den Tabellenführer aus. Nationalspielerin Jenny Karolius traf in der 38. Minute zum 20:19. Doch nun leiteten die Bietigheimerinnen die entscheidende Phase der Partie ein. Mit einer 5:0-Serie zog man bis auf 24:20 (46. Minute) davon. „In dieser Phase schwanden bei meiner Mannschaft die Kräfte, uns sind genau die Fehler unterlaufen, wenn man unkonzentriert ist“, sagte Renate Wolf. Diese Vier-Tore-Führung konnte die SG gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Team der Werkselfen bis ins Ziel verwalten. Durch einen 28:24-Erfolg beim TSV Bayer 04 Leverkusen sicherte sich die SG BBM Bietigheim den ersten Meistertitel. "Meiner Mannschaft kann ich nur zu einer tollen Leistung gratulieren. Dies habe ich dem Team auch in der Kabine so gesagt“, sagte die Trainerin der Gastgeberinnen, die stolz auf die Entwicklung ihrer Werkselfen sein kann.

 

„Glückwunsch an die SG BBM Bietigheim zum verdienten Gewinn der Deutschen Meisterschaft“, sagte Renate Wolf nach dem Spiel und gratulierte ihrem Kollegen Martin Fruelund Albertsen zum Titelgewinn und zur weißen Weste in der Bundesliga. „Wir drücken Bietigheim natürlich im Europapokal gegen Rostov Don die Daumen.“

 

Drei Spieltage vor Saisonende belegen die Leverkusenerinnen Platz 8 mit 20:26 Punkten in der Handball-Bundesliga Frauen (HBF). Am 10. Mai geht es für die Werkselfen mit dem Meisterschaftsspiel beim Thüringer HC weiter. Diese Partie findet um 19.30 Uhr in der Salza-Halle in Bad Langensalza statt. Anschließend gastiert die Mannschaft von Renate Wolf noch bei der HSG Bad Wildungen Vipers (13.05., 19 Uhr). Das Saisonfinale bestreiten die Elfen dann in der heimischen Ostermann-Arena gegen den VfL Oldenburg. Diese Partie findet am 20. Mai um 18 Uhr statt.

 

Statistik:

 

TSV Bayer 04 Leverkusen:

Katja Kramarczyk, Branka Zec, Vanessa Fehr – Zivile Jurgutyte (3), Anna Seidel (1), Sally Potocki (4), Annefleur Bruggeman, Pia Adams, Jenny Karolius (4), Jennifer Souza, Kim Berndt, Anne Jochin, Amelie Berger, Anouk van de Wiel (2), Jennifer Rode (10/4)

 

SG BBM Bietigheim:

Tess Wester, Valentyna Salamakha, Isabell Roch – Mia Biltoft (1), Maura Visser (2/1), Antje Lauenroth (4), Linda Mack (3), Nina Müller (2), Martine Smeets, Luisa Schulze, Stine Baun Eriksen, Kim Naidzinavicius (1), Mille Hundahl, Fie Woller (2), Susann Müller (9), Angela Malestein (4/1)

 

Schiedsrichter: Matthias Brauer und Kay Holm

Siebenmeter: TSV: 5/4 – SG: 5/2

Zeitstrafen: TSV: 6 (3x 2 Minuten) – SG: 4 (2x 2 Minuten)

Spielfilm: 0:1 (1.), 3:3 (5.), 8:5 (10.), 10:9 (14.), 11:11 (20.), 14:12 (25.), 15:16 (Halbzeit) – 16:16 (31.), 18:19 (35.), 20:21 (40.), 20:23 (44.), 21:25 (48.), 22:26 (54.), 24:28 (Endstand)

Zuschauer: 400

 

- Quelle: TSV Bayer 04 Leverkusen Handball

- Foto: OZ


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