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Montag, 29. Mai 2017

Starker BHC holt sich den Sieg im Bergischen Derby

Gummersbach - Die Bergischen Löwen haben sich am Samstagabend vor 4.132 Zuschauern in der ausverkauften Schwalbe Arena mit einem hochverdienten 21:26 (9:14)-Auswärtssieg beim VfL Gummersbach nicht nur den prestigeträchtigen Sieg im Bergischen Derby geholt, sondern zudem noch zwei Big-Points im Kampf um den Klassenerhalt in der DKB Handball-Bundesliga eingefahren.

 

Blendender Auftakt für die Bergischen Löwen, die nach knapp fünf Minuten und einer ersten starken Parade von Björgvin Pall Gustavsson, sowie einem erfolgreichen Heber von Jan Artmann gegen den groß gewachsenen Carsten Lichtlein das Bergische Derby mit 1:3 anführten. Und die Löwen legten nach einem Fehlwurf des VfL weiter vor - der BHCLinksaußen erneut erfolgreich zum 1:4 (7.), ehe Preuss für den BHC mit der ersten Zeitstrafe belegt wurde. Die Überzahlsituation verpuffte für die Hausherren ergebnislos und der BHC, wieder vollzählig, hämmerte durch Fabian Gutbrod zum 1:5 (10.) in die VfL-Maschen. Nachdem Sead Hasanefendic früh Puhle für Lichtlein gebracht hatte, zog der Gummersbacher Coach nach dem 1:6 (12.) die Notbremse und versuchte seine völlig konsterniert wirkende Mannschaft ins Spiel zu holen, während die zahlreich mitgereisten BHC-Fans lautstark ihr Stimmungshoch in vollen Zügen auskosteten. Es waren nun die Torhüter, die die entscheidenden Stiche setzten – dank Puhle kam Gummersbach auf 3:6 (14.) heran, doch Gustavsson setzte nach mehreren großartigen Safes beim Siebenmeter gegen Florian von Gruchalla die nächste Duftmarke und hielt das 3:7 (17.) fest. Über die Emotionen kamen die Hausherren nun doch in die Partie und waren plötzlich auf einen Treffer dran, als Sebastian Hinze nach dem 6:7 (21.) zur Auszeit bat. Selbstbewusst und voller Emotionen lösten sich die Gäste aus der aufkeimenden Umklammerung und legten bis zur Halbzeitpause wieder auf 9:14 vor.

 

Mit einer Zwei-Tore-Serie kamen die Bergischen Löwen aus der Kabine und untermauerten mit dem 9:16 (34.) gleich ihre Ambitionen auf den Derbysieg – angefeuert von frenetischen BHCRufen aus dem Gästeblock. Angetrieben vom Mut der Verzweiflung stemmte sich der VfL Gummersbach gegen die drohende Niederlage und verkürzte wieder auf 12:17 (39.), was den BHC-Coach zur ersten Auszeit in Durchgang Zwei zwang. Nach isländischer Koproduktion legte Gunnarsson mit seinem vierten erfolgreich verwandelten Strafwurf weiter vor und Gustavsson zog VfL-Kreisläufer Evgeni Pevnov aus kurzer Distanz sensationell den Zahn. Mit dem Anbruch der Schlussviertelstunde konnte der BHC auf einen Vorsprung von sieben Toren blicken und die Körpersprache Hüben wie Drüben gab keinen Ansatz mehr, dass die Bergischen Löwen der Derbysieger vor 4.132 Zuschauern in der ausverkauften Schwalbe Arena werden sollten – auch weil BHC-Schlussmann Björgvin Pall Gustavsson seinen unfassbaren Auftritt zwischen den Pfosten mittlerweile die Krone aufgesetzt hatte. Beide Mannschaften hatten in diesem Bergischen Derby alles gegeben und so war es verständlich, dass die Partie bei hochsommerlichen Temperaturen mehr oder weniger austrudelte, ohne dass die Bergischen Löwen beim hochverdienten 21:26 (9:14)-Auswärtssieg noch einmal das Zepter aus der Hand gaben und so zwei Big-Points im Kampf um den Klassenerhalt aus dem Oberbergischen entführten.

 

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel

 

Sebastian Hinze:

 

„Wir sind sehr, sehr glücklich. Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, sehr aggressiv gedeckt und uns die Chancen genommen, die wir uns vorgenommen haben. Die offensive 3-3-Deckung hat auch sehr gut funktioniert. Nach dem 6:1 kam die einzige echte Stressphase für uns, weil wir einigen Spielern eine Pause geben mussten. Die war nötig, wie wir in der Trainingswoche gesehen haben. Dann haben wir mit dem siebten Feldspieler wieder Ruhe ins Spiel reingebracht. Riesenkompliment dafür an die Truppe, wir haben das ein halbes Jahr nicht mehr gespielt und nur zweimal trainiert. Die vergebenen Chancen gegen das leere Tor waren sogar wichtig, damit wir den Fokus behalten. Am Ende haben wir im Gefühl des sicheren Sieges ein paar Sachen zu viel gemacht.“

 

Sead Hasanefendic:

 

„Grund für die Niederlage ist der Gegner. Wenn du gewinnen willst, dann darfst du nicht verlieren. Ich kann dem BHC nur gratulieren. Die große Führung hat den BHC in eine gute Richtung gebracht, da könnten sie ruhig spielen. Am Ende hatten wir gar keine Chance. Die offensive Deckung ist unangenehm. Da muss man viele Pässe an den Kreis spielen, die abgefangen werden. Wir haben das aber die ganze Woche geübt. Unsere Situation ist unwahrscheinlich ernst. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Einfach atmen, essen und gut schlafen. Wir werden alles versuchen, nächstes Spiel kommt Julius Kühn, dann haben wir mehr Potenzial. Ich bedanke mich, dass so viele Medien hier sind. Ich dachte, das wäre
Flensburg gegen Kiel.“

 

Jörg Föste:

 

„Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir sind dem, was wir uns vorgenommen haben, doch ein gutes Stück näher gekommen. Die Mannschaft hat von Beginn an gut in der Deckung gestanden und war taktisch überragend eingestellt. Beleg dafür war auch die Phase nach der Halbzeit, wo Gummersbach fünfeinhalb Minuten ohne Tor bleibt, obwohl sie sich in der Kabine sicher was vorgenommen haben. Auch wenn man niemand hervorheben soll, will ich das bei Kristian Nippes machen. Er hat heute vorne und hinten das verkörpert, was wir uns für die Rückrunde vorgenommen haben.“

 

VfL Gummersbach:

Lichtlein, Puhle – Schroeter (3), Ernst (2), Schindler (3), Jaeger, Baumgärtner (3), Nyokas, Pevnov (2), Schmidt (2/2), von Gruchalla, Becker (4), Schröder (2). Trainer: Sead Hasanefendic

 

Bergischer HC:

Gustavsson, Rudeck - J.Artmann (4), Gutbrod (6), Jonovski, Babak (3), Norouzinejad, Preuss (2), Vilovski (2), Nippes (2), Criciotoiu, Gunnarsson (7/5), N. Artmann. Trainer: Sebastian Hinze

 

Schiedsrichter: Andreas Pritschow und Marcus Pritschow

Siebenmeter: 2/3 - 5/6

Zeitstrafen: 3 - 3 (Nyokas, Pevnov, Becker – Preuss, Gutbrod, Nippes)

Spielverlauf: 1:3 (5.), 1:5 (10.), 3:6 (15.), 6:7 (20.), 7:12 (25.), 9:14 (30.), 9:16 (35.), 12:18 (40.), 13:19 (45.), 14:20 (50.), 17:24 (55.), 21:26 (60.).

 

- Quelle: BHC Marketing GmbH

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/handball-1425617


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