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Donnerstag, 13. Juli 2017

Werkselfen-Chefin Renate Wolf wird 60

Leverkusen - (AK) Sie ist seit Jahrzehnten das Aushängeschild für die Leverkusener Handballarbeit, steht für Ehrlichkeit und klare Worte, auf sie ist zu jeder Tages- und Nachtzeit Verlass. Für ihre Elfen lässt Bundesligatrainerin und Geschäftsführerin Renate Wolf bekanntlich alles stehen und liegen. Am heutigen Donnerstag wird die ehemalige Nationalspielerin, die während ihrer aktiven Karriere sage und schreibe 14 Jahre für die Elfen auf Torejagd ging, 60 Jahre alt.

 

Doch zurück zu Wolfs Anfängen in Leverkusen. Die gebürtige Westfälin begann 1975 ihre sportliche Karriere bei den Rheinländerinnen, wechselte ein Jahr später zu Borussia Dortmund und kehrte im Anschluss zurück an ihre Wirkungsstätte. Unter dem Bayer-Kreuz sorgte die Ausnahmekreisläuferin stets für Furore und war sprichwörtlich zum Erfolg verdammt: Insgesamt wurde Renate Wolf acht Mal deutsche Meisterin und sechs Mal DHB-Pokalsiegerin mit Bayer, bevor es sie im Jahr 1990 zum Ligarivalen Lützellinden zog. Im Hüttenberger Land machte die heute 60-Jährige am Gipfel ihres Erfolgs als Spielerin das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg perfekt und wurde 1991 Europapokalsiegerin der Landesmeister. Mit dem Adler auf der Brust bestritt die ehemalige Nationalspielerin 96 Länderspiele für Deutschland, in denen sie sich unterm Strich 142 Mal in die Torschützenliste eintragen konnte.

 

An dieser Stelle sind wir allerdings noch nicht am Ende vom Lied angelangt. Denn Renate Wolf kehrte ihren Leverkusener Handballerinnen nie gänzlich den Rücken zu und übernahm in diesem Zuge 1996 zunächst den Trainerposten, ab 1999 zusätzlich noch die Geschäftsführung. Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen blieb sie weiterhin in ihrer beachtlichen Erfolgsspur: Der DHB-Pokalsieg 2002 und 2010, der EHF-Challenge-Cup 2005 sowie die deutsche Vizemeisterschaften 2006, 2007, 2009 und 2010 unterstreichen Wolfs Qualitäten am Spielfeldrand. Hier führt sie geschickt Regie, gibt stets den Ton an und zeigt ihren Schützlingen immerzu und voller Elan, wo es lang geht.

 

Obwohl die Chefin 2012 zunächst ihre Aufgaben an der Seitenlinie abschließt und fortan nur noch als Geschäftsführerin der Handballabteilung fungiert, ist ihr Kapitel als Elfen-Trainerin noch nicht zu Ende geschrieben. Im Sommer 2014 übernahm das Energiebündel erneut die Verantwortung als Cheftrainerin.

 

Schon immer hat sich Renate Wolf die Förderung junger Talente auf die Fahnen geschrieben und stets unter Beweis gestellt, dass sie in der Verbindung von Nachwuchsarbeit und Bundesligaalltag das richtige Händchen hat. Spielerinnen wie Nadine Krause, Clara Woltering, Anna Loerper, Anne Müller oder aber zuletzt auch Kim Naidzinavicius reiften unter den wolfschen Fittichen zu europäischen Spitzenspielerinnen.

 

Auch soziales Engagement spielt im Leben der Elfen-Legende eine große Rolle. Seit 2012 ist sie Botschafterin für „Handball hilft!“ und zeigt mit Benefizaktionen permanent ihr großes Herz. So unterstützen Wolf und ihre Spielerinnen regelmäßig die Deutsche Krebshilfe und eilen zur Hilfe, wann immer sie gefragt sind.

 

Am heutigen Donnerstag aber steht ihr runder Geburtstag voll und ganz im Mittelpunkt. „Eine große Party gibt es dieses Mal nicht“, verrät die Chefin. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Lange Zeit, ausgiebig zu feiern, hat die Trainerin nicht. Schließlich startet sie mit ihren Elfen einen Tag später in die Vorbereitung auf die neue Saison.

 

- Quelle: TSV Bayer 04 Leverkusen Handball

- Foto: Darleen Matzanke


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