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Freitag, 15. September 2017

"Wie viele Katastrophen hält die Welt aus?"

Bonn (ots) - Hilfsorganisationen müssen zahlreiche humanitäre Krisen und Naturkatastrophen gleichzeitig meistern: In Asien, im Nahen Osten, auf dem Mittelmeer, in Afrika und Nord- sowie Mittelamerika ist die Lage alarmierend und der Bedarf an Hilfe größer denn je.

 

"Unsere Bündnisorganisationen sind in der Karibik und in den USA vor Ort, um den Menschen in Not nach Hurrikan Irma zu helfen", sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand vom Bündnis "Aktion Deutschland Hilft". Doch das ist nicht das einzige Einsatzgebiet: Schwere Erdbeben in Mexiko und verheerender Monsunregen in Südasien haben Trümmerfelder hinterlassen und Existenzen zerstört. Neben diesen Naturkatastrophen leiden Millionen Männer, Frauen und Kinder weltweit unter humanitären Krisen. Im Jemen grassiert die größte, jemals dokumentierte Choleraepidemie. In vielen Ländern Ostafrikas, am Tschadsee und im Kongo haben Terror, Vertreibung und Dürre zu einer Hungerkrise geführt: Über 25 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Und entlang der Balkanroute und im Nahen Osten unterstützen Helfer weiterhin Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterkünften und Bildungsangeboten.

 

"Humanitäre Hilfe wird dort überall dringend benötigt. Doch die Hilfsorganisationen stoßen auch an ihre finanziellen Grenzen", sagt Roßbach. So kommen Geberländer ihren finanziellen Zusagen oft nicht nach. Diese Lücken können aber nur bedingt durch private Geber geschlossen werden. Gleichzeitig nehmen durch den Klimawandel Intensität und Häufigkeit von Katastrophen zu, immer mehr Menschen brauchen akut Hilfe. "Die Organisationen können zwangsläufig weniger leisten, als dringend notwendig ist. Wir fragen uns, wie viele Katastrophen die Welt noch aushält."

 

Angesichts der vielen Krisen und Katastrophen wird Katastrophenvorsorge und damit das Vermeiden möglichen Leids immer wichtiger. "Wir sind auf einem guten Weg, dennoch ist weiteres Potential vorhanden", erläutert Roßbach. Allerdings seien Vorsorgemaßnahmen für die Öffentlichkeit oft unsichtbar, auch lasse sich die Wirksamkeit selten vergleichen. "Denn keine Naturkatastrophe gleicht der nächsten."

 

 

- Quelle: OTS: Aktion Deutschland Hilft e.V.

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/globe-1238288 / B S K


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