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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Mehrsprachigkeit spielerisch fördern: „Griffbereit“ startet in Lindlar

Die Elternbegleiterinnen Masoomeh Poormohamad (mit Sohn Artin, v.l.) und Christiane Riese (WinLi e.V.) werden durch das KI zu "Griffbereit" geschult und durch die DRK-Kita "Henry Dunant" Lindlar als Kooperationspartner entlohnt.(Foto OBK)

Oberbergischer Kreis - Basteln, beim gemeinsamen Frühstück interessante Gespräche führen und Kontakte knüpfen, danach zusammen Singen und Turnen. Die neue Spielgruppe im DRK-Familienzentrum "Henry Dunant" Lindlar bietet alles, was Mütter und Kinder von einer gemeinsamen Spielstunde erwarten. Dass sich das angebotene Programm vom Standard
unterscheidet, offenbart sich bei genauerem Hinhören: Kommuniziert wird stets mehrsprachig.


Während Elternbegleiterin Christiane Riese auf Deutsch erklärt, übersetzt ihre Kollegin Masoomeh Poormohamad je nach Bedarf auf Arabisch, Persisch oder Türkisch. Gemeinsam leiten sie die erste „Griffbereit“-Gruppe im Oberbergischen Kreis. Das Programm wird durch das Kommunale Integrationszentrum Oberbergischer Kreis (KI) in Kooperation mit derm DRK-Familienzentrum "Henry Dunant" Lindlar und der Flüchtlingsinitiative Willkommen in Lindlar (WinLi), unterstützt durch die Gemeinde Lindlar, angeboten.


„Das Programm erkennt Mehrsprachigkeit als Potenzial. Es fördert die frühkindliche Entwicklung durch konkrete kleinkindgerechte Aktivitäten und schafft eine wichtige Grundlage zum Erwerb von Sprachkompetenz“, erklärt Simone Eidhoff vom KI als zuständige Mitarbeiterin für den Bereich‚ Bildung im Elementarbereich‘. Griffbereit richtet sich an Eltern mit und ohne Migrationshintergrund und deren Kinder im Altern von ein bis drei Jahren. Die Eltern erfahren von den durch das KI ausgebildeten Elternbegleiterinnen, wie sie ihre Kinder in der allgemeinen und sprachlichen Entwicklung stärken können. „Griffbereit“- Informationsmaterial bietet hierfür in der Gruppe und Zuhause in der jeweiligen Muttersprache Unterstützung.


„Von dieser Gruppe kann meine Tochter nur profitieren. Kindern ist beim Spielen egal, welcher Herkunft die anderen sind oder welche Sprache sie sprechen“, sagt Tatjana Fornoff, die mit ihren eineinhalb-jährigen Tochter Matilda an „Griffbereit“ teilnimmt. Ähnlich sehen das auch die anderen Mütter, die mit ihren Kindern zur Einstiegsstunde gekommen sind. Sie alle erhoffen sich für ihre Kinder neue Kontakte und einen guten Einstieg in die Kita-Zeit.


Nach dem Kennenlernen trifft sich Oberbergs erste „Griffbereit“-Gruppe ab sofort wöchentlich für je zwei Stunden. Zehn Mütter mit ihren Kindern sind bereits für die einjährigen Pilotphase angemeldet. Sie werden die „Griffbereit“-Bausteine mit Spielideen und Anregungen in ihrer jeweiligen Muttersprache kennenlernen. „Eine frühe Zweisprachigkeit ist gut für die Entwicklung der Kinder und auch hilfreich für die Eltern“, erklärt Monika Schulmeistrat, Leiterin der DRKKindertagesstätte "Henry Dunant" Lindlar.

 

Nach dem erfolgreichen Projektstart in Lindlar, hofft Simone Eidhoff vom KI auf weitere Kooperationspartner: „Wir freuen uns, wenn wir weitere Interessierte in den Kommunen des Kreises gewinnen können, die das Projekt gemeinsam mit uns umsetzen möchten.“


Kindertageseinrichtungen, die an einer Kooperation interessiert sind und Bürgerinnen und Bürger, die sich zu Elternbegleiterinnen und – begleitern schulen lassen möchten, erhalten auf www.obk.de/griffbereit Kontaktdaten und ausführliche Informationen zum Projekt.

 

- Quelle: Oberbergischer Kreis

- Foto: OBK


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