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Mittwoch, 06. Dezember 2017

Ausstellung „Pulheim (er)leben“ - Gestaltet von Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte

Pulheim - Ein spannendes Projekt hat ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Malteser in den vergangenen Monaten initiiert, organisiert und durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der Ausstellung „Pulheim (er)leben“ im Kultur- und Medienzentrum präsentiert worden. Gemeinsam mit Doris Harnisch, Cornelia Ehses-Kuhrau und dem Malteser Stadtbeauftragten Georg von Mylius hat Bürgermeister Frank Keppeler die Gäste begrüßt. Gestaltet worden ist das Projekt von kreativen Arbeitsgruppen mit Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte. Gemeinsam mit Pulheimerinnen und Pulheimern sind Geschichten recherchiert und Artikel geschrieben worden. Durch die vertraute Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel ist ein enger Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstanden.



Das Projekt lieferte Anreiz, sich mit der Sprache sowie mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der alten und neuen Heimat auseinanderzusetzen. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Schriftstellerin Cornelia Ehses-Kuhrau beschäftigte sich mit Literatur und kreativem Schreiben. Sechs Monate lang hat sich die Gruppe wöchentlich getroffen. Themen sind erarbeitet worden, die sie schreibend teils in ihrer Landessprache teils in Deutsch als Gedichte oder kleine Geschichten niedergeschrieben haben. Bei der Ausstellungseröffnung trugen sie lyrische Texte vor, die die Zuhörerinnen und Zuhörer im überfüllten kleinen Saal beeindruckten. Den Vortragenden konnte die eigene Betroffenheit nach empfunden werden. Begleitet wurden die Textvorträge mit musikalischen Darbietungen eines iranischen Sängers und von zwei polnischen Musikern.


Eine Fotogruppe unter der Leitung von Lisa Schäfer sammelte mehr als 2.000 Fotografien aus allen Pulheimer Stadtteilen. Besonderheiten wie z.B. der Hahn im Korb auf dem Marktplatz wurden hervorgehoben. In der Abtei in Brauweiler hatte die Gruppe Gelegenheit, an einer Führung durch das Bauwerk teilzunehmen. In Stommeln besichtigten sie die Synagoge und setzten sich mit der Verfolgung der Juden und deren Leben auseinander. Tatkräftig unterstützt wurde die Gruppe von Ina Kraft von der Malteser-Stabsstelle in Köln.


Bereits im Juni hatten Doris Harnisch und Jeanne Bechhaus von den Maltesern das Projekt entwickelt. Dazu Doris Harnisch: „Wir sind Künstler, Lehrer, Studenten, Kameraleute unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft von Sri Lanka bis Syrien und Afrika. Es hat sich gelohnt, gemeinsam diese Zeit zu verbringen. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet.“ Doris Harnisch wurde im Rahmen der Ausstellungseröffnung eine große Ehre zuteil. Von Georg von Mylius wurde ihr für ihre Verdienste die Medaille „Order of Malta Refugee Aid Medal“ verliehen.



Bürgermeister Frank Keppeler stellte fest, dass das Projekt deutlich mache, dass Kunst zwischen den Menschen vermitteln könne: „Das Projekt hat Menschen zusammengeführt!“


Begleitend zur Ausstellung ist ein Magazin erstellt und herausgegeben worden. Es kann kostenfrei abgegeben werden, weil es durch die Beauftragte der Bundesregierung für Immigration, Flüchtlinge und Integration unterstützt worden ist. Exemplare liegen im Rathausfoyer und in den Beratungsstellen für Migranten der Pulheimer, Stommelner und Brauweiler Netzwerke aus.

 

- Quelle: Stadt Pulheim

- Foto: http://de.freeimages.com/photo/diversity-2-1184116 / B S K   


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