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Mittwoch, 06. Dezember 2017

Volkshochschulen geben sechs Millionen Deutsch-Stunden

Bonn (ots) - Volkshochschulen sind der Motor der Integration in Deutschland. Das belegt die aktuelle Volkshochschul-Statistik. Im Jahr 2016 wurde jede dritte der insgesamt rund 18 Millionen Unterrichtsstunden in Deutsch als Fremdsprache (DaF) gegeben, rund 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Teilnahmen an DaF-Kursen stieg um rund 274.000 auf 1,1 Millionen. "Volkshochschulen sind für Geflüchtete und Zuwanderer der wichtigste Türöffner in die deutsche Gesellschaft. Denn die Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe - in der Nachbarschaft, im Verein, im Umgang mit Behörden und im Beruf", betont der Vorsitzende des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Dr. Ernst Dieter Rossmann.

 

Die Statistik verdeutlicht, in welchem Umfang die Volkshochschulen auf die Herausforderung der verstärkten Zuwanderung reagiert haben: Während die Gesamtzahl der Kursangebote gegenüber dem Vorjahr um rund 2.700 stieg, wuchs die Zahl der DaF-Kurse in diesem Zeitraum um 15.000 an. 61,5 Prozent aller Unterrichtsstunden im Sprachbereich wurden in Deutsch als Fremdsprache erteilt. "Volkshochschulen haben in dieser besonderen Situation vollen Einsatz gezeigt und sich als leistungsstarke Partner von Bund, Ländern und Kommunen bewiesen. Keine andere Institution in Deutschland kann Weiterbildung so schnell, so systematisch und so flächendeckend ausrollen wie die Volkshochschulen", erklärt Rossmann. "Eine solch zentrale Rolle wollen Volkshochschulen auch in der beruflichen und in der politischen Bildung spielen, um der breiten Bevölkerung Orientierung in Zeiten großer Veränderung zu geben. Dies ist allerdings nur mit einer besseren Ausstattung möglich", so Rossmann weiter. Aktuell seien in diesen Bereichen Rückgänge zu verzeichnen. Sie zeigten, dass Volkshochschulen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

 

Trotz eines leichten Nachfragerückgangs um 2,2 Prozent verzeichnen allerdings Angebote im Programmbereich Gesundheit auch 2016 die meisten Teilnahmen. In diesem Bereich werden 35,4 Prozent aller VHS-Kurse belegt. Im Trend liegt das Erlernen von Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Yoga, um unter anderem den Anforderungen des Berufsalltags besser gewachsen zu sein.

 

Der VHS-Programmbereich Grundbildung und Schulabschlüsse gewinnt weiter an Bedeutung. In acht von 16 Bundesländern registrierten Volkshochschulen hier eine höhere Nachfrage. Insbesondere wurden vermehrt Kurse zur Alphabetisierung und Elementarbildung belegt, die sich vor allem an funktionale Analphabeten wenden. Kursinhalte sind neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch Grundkenntnisse in Informationstechnik, Gesundheitsbildung und Finanzen. Bundesweit haben Volkshochschulen dazu im vergangenen Jahr mehr als 4.400 Kurse im Umfang von mehr als 300.000 Unterrichtsstunden angeboten. Um die alarmierende Zahl von bundesweit 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten signifikant zu senken und mehr Menschen für Grundbildungskurse zu gewinnen, fordern Volkshochschulen seit Jahren eine höhere staatliche Regelförderung.

 

2016 gab es bundesweit 899 Volkshochschulen, mehr als die Hälfte in unmittelbarer Trägerschaft der Kommunen, 8,2 Prozent als Zweckverbände und 32 Prozent als eingetragene Vereine.

 

- Quelle: OTS: Deutscher Volkshochschul-Verband

- Foto: OZ


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