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Donnerstag, 07. Dezember 2017

Der Weg zum nachhaltigen Weihnachtsbaum

Freiburg im Breisgau (ots) - Heute ist schon Nikolaus und auch in diesem Jahr stellen sich Millionen Haushalte in Deutschland wieder viele Fragen rund um den Weihnachtsbaum, damit das schönste Fest im Jahr kommen kann:

 

1. Woher bekomme ich meinen Weihnachtsbaum rechtzeitig bis Heiligabend?

2. Welcher Baum ist der richtige?

 

Mindestens genauso wichtig sollte jedoch die Frage sein: Kann ich verhindern, dass mein Baum der Umwelt schadet oder anderen Menschen? Denn was viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wissen: Weihnachtsbäume stammen in der Regel nicht aus dem Wald. Rund 85 Prozent der in Deutschland angebotenen Bäume stammen aus Weihnachtsbaumkulturen, die auf landwirtschaftlicher Fläche stehen. Dort gelten in Bezug auf Düngemittel und Pestizide die Regeln, die auch für konventionelle Landwirtschaft gelten. So wundert es kaum, dass der Baum vom Straßenverkauf um die Ecke oft aus intensiv bewirtschafteten Plantagen stammt, in denen die Bäume mit viel Dünger und Pestiziden hochgezogen werden, um am Ende satt, grün und mit vollem Geäst verkauft zu werden. Steht so ein Baum dann im Wohnzimmer, enthält er oft noch Rückstände von den Düngemitteln und Pestiziden. Einige Bäume, die von der Umweltorganisation BUND untersucht wurden, wiesen sogar Rückstände des Pflanzengiftes Glyphosat auf, welches derzeit in der öffentlichen Debatte viel diskutiert wird.

 

Eine natürlichere Alternative zum hochgezüchteten Weihnachtsbaum aus intensiv bewirtschafteten Kulturen sind FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume. Diese stammen aus Kulturen die nach den Anforderungen des FSC (Forest Stewardship Council), dem anspruchsvollsten Zertifikat für ökologische und sozial verantwortungsvolle Forstwirtschaft, bewirtschaftet werden. Pestizide sind in diesen Kulturen verboten, genauso wie künstliche Düngemittel. Zudem dürfen die Anbauflächen nicht den natürlichen Wald verdrängen und ihre Flächenausdehnung ist begrenzt. Die Aufzucht dieser FSC-zertifizierten Bäume ist für den Förster deutlich aufwendiger, als für den Landwirt auf dem Weihnachtsbaumacker, da die Bäume ohne Gift und chemischen Dünger langsamer wachsen und intensiver Pflege bedürfen. Für Verbraucher bieten FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume jedoch ein ungetrübtes Weihnachtsvergnügen, mit der Sicherheit ein Naturprodukt ohne Rückstände gefährlicher Stoffe im Wohnzimmer zu haben. Die FSC-Zertifizierung sichert darüber hinaus, dass die Umweltbelastung durch den Anbau gering bleibt und dass für die Bediensteten in den Forstbetrieben hohe soziale Standards eingehalten werden.

 

Umweltbewusste Verbraucher können bei der Suche nach einem Öko-Weihnachtsbaum zudem auch auf die in der Landwirtschaft gängigen Bio-Siegel vertrauen. Jedoch sind Weihnachtsbaume aus kontrollierter verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und auch die aus Bio-Landwirtschaft nicht an jeder Ecke zu bekommen. Wer also einen Natur-Baum ohne Gift haben will, muss sich etwas umsehen wo entsprechende alternative Weihnachtsbäume angeboten werden. Die Umweltorganisation Robin Wood, hat dazu auch in diesem Jahr wieder eine Einkaufshilfe veröffentlicht: http://ots.de/9zLAV

 

Wer keinen FSC-Forstbetrieb oder Bio-Bauern mit einem entsprechenden Weihnachtsbaumangebot in seiner Nähe hat, kann in diesem Jahr auch erstmalig FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume online bestellen. Für Onliner gibt es bei pflanzmich.de u.a. FSC-zertifizierte Nordmanntannen (http://ots.de/XdpHV), die dann direkt Nachhause geliefert werden. Für ungetrübte Weihnachtsfreude und ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest.

 

- Quelle: OTS: Forest Stewardship Council (FSC)

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/1327971 / Uros Kotnik


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