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Montag, 12. Februar 2018

CARE vor Irak-Geberkonferenz: "Grundstein für Frieden und Wiederaufbau sichern"

Bonn (ots) - Vor der internationalen Geberkonferenz für den Irak am 12.02. fordert die Hilfsorganisation CARE dringend verlässliche Finanzzusagen für die Unterstützung von Binnenvertriebenen und ihren Gastgemeinden. Manche von ihnen warten bereits seit Jahren darauf, in ihre Heimatgemeinden zurückkehren zu können. Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2018 knapp 450 Millionen Euro benötigt, um 3,4 Millionen der am stärksten gefährdeten Menschen mit humanitärer Hilfe zu versorgen.

"Seit Jahren kommt der Irak nicht zur Ruhe, als Folge sind über drei Millionen Menschen binnenvertrieben. Dazu kommen noch Flüchtlinge aus Syrien, die das Land aufgenommen hat", erinnert Hannes Einsporn, CARE-Referent für den Irak, der sich zurzeit in Dohuk befindet. "Solange es in ihren Heimatgebieten nicht sicher genug ist, um dahin zurückkehren zu können, brauchen diese Familien weiterhin verlässliche Unterstützung."

Besonders betroffen ist der Norden des Landes. Dort suchen über 820.000 Binnenvertriebene und mehr als 240.000 syrische Flüchtlinge nach Sicherheit. "Viele Familien werden in absehbarer Zeit wegen anhaltender bewaffneter Konflikte nicht nach Hause zurückkehren können. Deshalb müssen wir Gastgemeinden stärken", so Einsporn. "Gleichzeitig muss aber auch ein Grundstein für die Zukunft gelegt und ein längerfristiger Wiederaufbau sichergestellt werden."

Im Vorfeld der Konferenz begrüßt CARE die großzügige Unterstützung des Auswärtigen Amtes, das jüngst seine finanzielle Hilfe für den Irak im Jahr 2017 auf insgesamt über 37 Millionen Euro erhöhte. Für das Jahr 2018 werden laut den Vereinten Nationen insgesamt etwa 450 Millionen Euro an Hilfsgeldern gebraucht, um 3,4 Millionen der am stärksten betroffenen Menschen zu erreichen. CARE ruft deshalb die internationale Gemeinschaft dazu auf, ausreichende und mehrjährige Finanzzusagen sowohl für die Vertriebenen als auch die Gastgemeinden sicherzustellen.

Im Norden des Iraks unterstützt CARE gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Vertriebene mit Notunterkünften, sauberem Trinkwasser und Hygieneartikeln. Bislang erreichte die CARE-Hilfe fast 250.000 Menschen.

 

- Quelle: OTS: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

- Foto: CARE (Johanna Mitscherlich)


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