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Mittwoch, 21. März 2018

Anton-Heinen-Schule wird als erste Grundschule im Rhein-Erft-Kreis zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Präsentation der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Plakette: (v. l.) Bürgermeister Sascha Solbach, stellv. Landrat Bernhard Ripp, Schulleiterin Susanne Leibbrandt, Yvonne Rogoll vom Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises und David Sieveking vom a.d.a. Aktionsbündnis für Demokratiestärkung und Antirassismus

Rhein-Erft-Kreis/Bedburg - Eines steht für die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, die Schulleitung und Lehrkräfte und alle anderen Mitarbeitenden der Anton-Heinen-Schule (AHS) in Bedburg-Kirdorf schon lange fest: bei ihnen herrscht null Toleranz gegenüber jeglicher Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt. Um diesbezüglich gemeinsam deutlich Flagge zu zeigen, machte man sich im vergangenen Jahr auf den Weg zum Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und verpflichtete sich per Unterschrift dazu, sich gegen Ausgrenzung an der AHS aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und mit allen Beteiligten fortan regelmäßige Projekte zum Thema durchzuführen. Bürgermeister Sascha Solbach konnten die Verantwortlichen als Pate gewinnen.  


Am 16. März 2018 wurde der AHS nun als erste Grundschule im Rhein-Erft-Kreis der Titel im Rahmen eines kunterbunten und musikalischen Festaktes in der schuleigenen Mehrzweck-halle offiziell durch das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises verliehen. Damit ist die AHS Teil des größten Schulnetzwerks Deutschlands, zu dem landesweit über 700 und bundesweit mehr als 2.600 Schulen gehören. Sie alle setzen sich für eine solidarische und gewaltfreie Gesellschaft im 1995 gegründeten Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Vereins Aktion Courage e.V. ein.  


„Ich bin richtig stolz, Pate dieses Projektes sein zu dürfen und möchte mich bei der AHS für das großartige Engagement in dieser Sache bedanken. Unsere Gesellschaft sollte den Kleinsten häufiger ernsthaft zuhören, denn die Kinder wissen sehr genau, für welche Werte es sich lohnt, einzustehen. Egal ob religiöse, soziale, politische, sexuelle oder eine andere Art der Ausgrenzung, Diskriminierung ist mit unserem demokratischen Selbstverständnis unvereinbar – umso wichtiger ist ein so deutliches Bekenntnis, wie das der AHS zu Solidarität und Respekt“, so Bürgermeister Sascha Solbach.


„Den Kindern, ihren Eltern und uns Lehrkräften ist es zur Herzensangelegenheit geworden, sich selbst und am liebsten der ganzen Welt bewusst zu machen, wie wichtig es ist, friedvoll und ungeachtet jeder Grenzen zusammenzuleben und gerade die Vielfalt aller Menschen als Chance anzunehmen. Es freut mich sehr, dass das gesamte Team der AHS sich dazu verpflichtet hat, diese Aufgabe immer wieder anzugehen und mit Hilfe vieler toller Projekte einen roten Faden für das Schulleben der AHS entstehen zu lassen“, sagt AHS-Schulleiterin Susanne Leibbrandt. „Es verdient große Anerkennung, dass die Anton-Heinen-Schule, als erste Grundschule im Rhein-Erft-Kreis, den Gedanken „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ aktiv lebt und in ihren Schulalltag Themen der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit integriert. Für den großen Einsatz der Schule, der auch viel Mut erfordert, möchte ich mich ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken. Es zeigt einmal mehr, dass jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt keinen Platz im Rhein-Erft-Kreis hat. Dies gilt besonders für unse-re Schulen“, so der stellvertretende Landrat Bernhard Ripp.


Aktion Flaschenpost
Bereits im Vorfeld des Festaktes ließ sich die AHS eine besondere Aktion zum Thema einfallen: Am 21. Februar 2018 schickte die Schulgemeinschaft eine Flaschenpost in der Erft auf große Reise. Diese enthielt ein deutsch/englisches Anschreiben, in dem die AHS erklärt, sich selbst und alle anderen immer wieder daran erinnern zu wollen, wie wichtig es sei, dass alle Menschen – egal welcher Herkunft – friedvoll zusammenleben. Gleichzeitig bittet die AHS jeden Finder darum, sich in einer beiliegenden Tabelle einzutragen, die Flaschenpost – egal ob per Schiff, Auto oder Flugzeug – wieder auf ihren Weg zu schicken und so dabei zu helfen, die wichtige Botschaft weiterzutragen. Schon jetzt sind Schüler- und Lehrerschaft ge-spannt, wann der Inhalt der Flaschenpost zurückkehrt und welche Stationen sie auf der Welt angesteuert hat. Neben dieser besonderen Aktion plant die AHS weitere spannende Projekte zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.


„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“:
Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzung erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich gegen Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen und themenbezogene Projektarbeit zu leisten. Die kompletten Listen und ein ausgefüllter Aufnahmeantrag müssen schließlich noch an die Bundeskoordination der Initiative in Berlin geschickt werden und dann steht der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nichts mehr im Weg. Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft.

 

- Quelle/Foto: Stadt Bedburg


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