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Sonntag, 29. Juli 2018

Schattenseiten der heißen Tage

Düsseldorf - Die heißen Julitage in diesem Jahr zeigen auch ihre Schattenseiten: 13 Mal musste die Feuerwehr allein in diesem Monat zur Einsatzmeldung "Person im Rhein" ausrücken. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten waren es insgesamt 28 Einsätze, die die Personenrettung im Rhein betrafen. Immer wieder appelliert die Feuerwehr Düsseldorf daher: Schwimmen im Rhein ist gefährlich! Um trotzdem auf die Rettungsaktionen vorbereitet zu sein, übt die Taucherstaffel der Wache an der Hüttenstraße regelmäßig, wie Menschen oder Tiere aus dem strömenden Gewässer in Sicherheit gebracht werden können.

Bei der Übung am Mittwoch, 25. Juli, sah das Szenario folgendermaßen aus: Eine Person treibt im Rhein, die Feuerwehr wird alarmiert und schickt die Taucherstaffel mit einem Rettungsboot zur Einsatzstelle. Auf dem Boot befindet sich ein sogenannter "Strömungsretter", der speziell ausgebildet ist und dafür eingesetzt wird, die treibende Person über Wasser zu halten. Sein Equipment ist dafür ausgelegt, zwei Menschen zu tragen. Die Feuerwehrleute auf dem Rettungsboot fahren dann an den "Strömungsretter" und die treibende Person heran und lassen eine Vorrichtung ins Wasser: "Jason's Cradle". Die "Wiege" ist ein Gitter aus Kunststoff, das an einer Seite am Boot befestigt ist und an der anderen Seite im Wasser liegt. Zwei Seile stellen sicher, dass die Konstruktion von den Feuerwehrleuten an Bord hochgezogen werden kann, sobald der "Strömungsretter" die Person im Rhein auf das Kunststoffgitter gehievt hat. Auch für bewusstlose Personen ist diese Art der Rettung gut geeignet, da die zu rettende Person nicht mit eigener Körperkraft ins Boot klettern muss. Anschließend wird der Strömungsretter ins Boot gezogen und das Boot zum Ufer gefahren.

Die Feuerwehr rückte im Jahr 2017 zu insgesamt 50 (2016: 38) Meldungen zu "Personen im Rhein" aus. Am Einsatz beteiligen sich nicht nur Rettungsboote der Feuerwehr sowie das Feuerwehrlöschboot, sondern parallel auch landseitige und häufig sogar luftseitige Kräfte wie der Hubschrauber der Polizei. Bei den Einsätzen 2017 konnten sie 21 (2016: 24) Menschen retten. Von den 12 (2016: 9) ins Krankenhaus transportierten Geretteten wurden 2 (2016: 5) vor Ort reanimiert, für 2 Menschen kam jede Hilfe zu spät (2016: 2). Von den in diesem Jahr bisher 41 Einsätzen am Rhein, mussten 12 Menschen, einer davon nach Reanimation, zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus transportiert werden. Zwei Menschen konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Die übrigen Einsätze werden in der Regel abgebrochen, sobald eine Rückmeldung erfolgt, dass die Person im Rhein auf einer andere Art und Weise den Gefahren der Wasserstraße entkommen konnte oder nach intensiver Suche aus der Luft, auf dem Wasser und zu Land nicht gefunden wird.

Grund für die gefährliche Situation im Rhein sind vor allem die Strömungen: Besonders bei einem so niedrigen Wasserstand wie derzeit gehen Menschen weiter als üblich ins Wasser und damit näher an die Fahrrinne. Die Strömungen ziehen sie dann entweder direkt in die Fahrrinne der Schiffe oder saugen sie unter Wasser. Daher erneut der Appell: Verzichten Sie auf eine Abkühlung im Rhein - ein kurzes "Vergnügen" kann lebensgefährlich werden!

 

- Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/lifebuoy-1307563 / Feikje Meeuwsen


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