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Samstag, 29. September 2018

Deutsche Umwelthilfe fordert verpflichtenden Einsatz von Mehrwegbechern bei der Europameisterschaft 2024

Berlin (ots) - Der europäische Fußballverband UEFA muss für die EM den Getränkeausschank in wiederbefüllbaren Mehrwegbechern verbindlich festlegen - Deutsche Umwelthilfe fordert vom Deutschen Fußball-Bund ein Green-Goal-Konzept zur Abfallvermeidung - Ligaverband und Deutsche Fußball Liga sollen den Einsatz von Mehrwegbechern für Bundesligaspiele verpflichtend machen

Deutschland wird im Jahr 2024 die Fußball-Europameisterschaft austragen und hat nicht nur die Chance Fußballchampion, sondern auch Meister bei der Abfallvermeidung zu werden. Bereits beim "Sommermärchen" während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurden in deutschen Stadien Getränke ausschließlich in wiederbefüllbaren Mehrwegbechern herausgegeben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert vom Präsidenten des Europäischen Fußballverbandes (UEFA), Aleksander Čeferin, dass er den Einsatz von Mehrwegbechern für die EM 2024 in Deutschland verpflichtend festlegt. Darüber hinaus müssen auch der Deutsche Ligaverband und die Deutsche Fußball Liga (DFL) Abfallvermeidung endlich ernst nehmen und den konsequenten Einsatz von Mehrwegbechern in der Bundesliga verbindlich machen.

"Die Europäische Kommission erarbeitet derzeit eine Richtlinie, um Plastikabfälle in der Umwelt zu vermeiden und erwägt in diesem Zusammenhang auch ein Verbot von Einweg-Plastikbechern. Die UEFA muss die Initiative aus Brüssel ernst nehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Die Fußball-Europameisterschaft ist eines der weltweit größten Sportereignisse. Hier kann auf internationaler Bühne gezeigt werden, wie Abfallvermeidung, Ressourcen- und Klimaschutz Hand in Hand gehen. Aktuell setzen in der ersten Bundesliga elf von achtzehn Vereinen auf Mehrwegbecher und zeigen, dass Müllberge im Sport nichts zu suchen haben. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, sollte sich mit Nachdruck für den verpflichtenden Einsatz von Mehrwegbechern und ein Green-Goal-Konzept zur Abfallvermeidung während der EM 2024 einsetzen", sagt Barbara Metz, Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin.

Bereits seit den neunziger Jahren setzt sich die DUH für die Abfallvermeidung und Umsetzung der Abfallhierarchie bei Sportveranstaltungen ein. So brachte sich die DUH maßgeblich bei der Entwicklung des weltweit ersten Green-Goal-Konzeptes für eine umweltfreundliche Weltmeisterschaft 2006 mit ein.

"Neben Großereignissen wie der Europameisterschaft ist der Einsatz von Mehrwegbechern vor allem im regulären Spielbetrieb der Fußballbundesliga nötig. Allein in der abgelaufenen Saison 2017/18 wurden 11,5 Millionen Einweg-Plastikbecher verbraucht. Es reicht nicht aus, über Abfallvermeidung und Umweltschutz zu reden, sondern er muss auch in der Breite umgesetzt werden. DFL-Chef Christian Seifert und der Ligaverband müssen endlich eine klare Linie pro Mehrwegbecher vorgeben und deren Einsatz verbindlich machen. Die Verwendung vermeintlich umweltfreundlicher Bioplastikbecher ist Greenwashing und Augenwischerei", sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Wiederverwendbare Becher sind der beste Weg, um Abfälle zu vermeiden sowie Energie und CO2-Emissionen einzusparen. Das regionale Spülen von Mehrwegbechern verhindert die immerwährende Herstellung von Einweg-Plastikbechern aus fossilem Rohöl und ist damit aktiver Klimaschutz. Mehrwegbecher können bereits nach der fünften Wiederverwendung umweltfreundlicher als Einwegbecher sein.

Beim Ausschank von Getränken in Stadien spielen neben der Umweltfreundlichkeit auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Inzwischen werden erfolgreich sicherheitsoptimierte Mehrwegbecher eingesetzt, die leichter als bisherige Modelle sind, über abgerundete Kanten verfügen und am Boden abgeschrägt sind, sodass sie sich im Falle eines Wurfes in Sekundenschnelle entleeren. Mehrwegbecher sind also eine sichere Sache.

Links:
Übersicht Bechersysteme Fußballvereine 2017/18 und mehr Informationen zu Mehrwegbechern im Stadion: http://www.duh.de/becher

 

- Quelle: OTS: Deutsche Umwelthilfe

- Foto: Deutsche Umwelthilfe


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