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Dienstag, 09. Oktober 2018

Sicher durch den Winter - Tipps zur Fahrzeugbereifung

Bonn - Welcher Autofahrer mag bei Tagestemperaturen um 20 Grad schon an Winterreifen denken? Sicher nur die wenigsten, doch langsam wird es Zeit dafür.

 

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Wetterumschwung saisontypisch nasskaltes Herbstwetter bringt. Schon jetzt sinken über Nacht die Temperaturen so deutlich, dass sich garantiert Gänsehaut einstellt, wenn man spätabends, nachts oder in den frühen Morgenstunden in Sommerkleidung aus dem Haus geht. „Zeitiges Umrüsten auf Winterreifen hat eindeutig Vorteile“, erklärt Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer und Technikexperte beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV e.V.) in Bonn: „Man kann beim Reifenspezialisten seiner Wahl einen Wunschtermin vereinbaren, hat keine langen Wartezeiten in der Werkstatt und noch die volle Produktauswahl inklusive der Testsieger, falls neue Winterreifen nötig sein sollten.“ Nach den ersten Nachtfrösten, spätestens mit dem ersten Schneefall, sei es mit dieser komfortablen Situation vorbei, denn dann setzt Jahr für Jahr der große Run auf die Werkstätten ein. Wohl dem, der hier schon frühzeitig für den Wetter-Ernstfall vorgesorgt hat, welcher im Herbst/ Winter jederzeit einsetzen kann. Nicht umsonst heißt die Faustformel für die Nutzung von Winterreifen „von Oktober bis Ostern“.

 

Winterreifen im Winter

Der BRV empfiehlt ausdrücklich die Verwendung von „Winterreifen im Winter“ und befindet sich damit im Einklang mit anderen Institutionen und Experten wie zum Beispiel dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Und das aus gutem Grund: Wer mit größtmöglicher Fahrsicherheit durch die kalte Jahreszeit kommen will, muss sein Fahrzeug vor allem bei Nässe und auf Schnee gut in der Spur halten und schnell abbremsen können. Zwei Sicherheitskriterien, auf die die Fahrzeugbereifung entscheidenden Einfluss hat und in denen Winterreifen regelmäßig in Tests am besten abschneiden.

Über diesen Sicherheitsaspekt hinaus gibt der Reifenfachverband in Sachen Winterreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (Transporter) folgende Tipps:

 

Reifenprofil: Winterreifen sollten mindestens eine Profiltiefe von 4 mm haben, um das Fahrzeug sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Darin sind sich Reifenexperten einig, auch wenn die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Reifen grundsätzlich bei nur 1,6 mm liegt. 

 

Reifenkennzeichnung: Wer jetzt Winterreifen neu kauft, sollte darauf achten, dass sie auf der Reifenflanke vorschriftsgemäß das sogenannte Schneeflockensymbol tragen: ein Piktogramm mit einem stilisierten dreigipfeligen Berg, in dessen Mitte eine Schneeflocke abgebildet ist. Ab Produktionsdatum 01.01.2018 ist dieses Symbol für die Kennzeichnung wintertauglicher Reifen im Sinn der geltenden Straßenverkehrsgesetze vorgeschrieben. Für Reifen, die vor diesem Stichtag produziert wurden, gilt eine Übergangsfrist: Sie dürfen bis Ende September 2024 weiterhin als Winterreifen gefahren werden, auch wenn sie nur die herkömmliche M+S-Kennung haben.

 

Bei Reifen, die ausschließlich mit M+S markiert sind und ab dem 01.01.2018 produziert wurden, muss das Geschwindigkeitssymbol (Speed Index) der maximalen Fahrzeughöchstgeschwindigkeit entsprechen. Das Fahren von solchen M+S-Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitssymbol ist nicht mehr zulässig, auch wenn dies dem Fahrer mit einem Aufkleber in seinem Blickfeld oder durch den Bordcomputer angezeigt wird.

 

Reifenalter: Für Reifen gibt es keine gesetzliche Altersbeschränkung. Dennoch sollte man sie spätestens zehn Jahre nach ihrer Herstellung durch einen Reifenexperten auf ihre weitere Verwendungsfähigkeit prüfen lassen: Zunehmendes Alter bringt Abnutzung, Schäden und Materialermüdung mit sich. Der Reifenfachmann kann beurteilen, ob Profil, Lauffläche und Gummi noch sicher sind.

 

Das Reifenalter lässt sich an der sogenannten DOT-Nummer ablesen, die das Herstellungsdatum ausweist und auf einer Flanke jedes Reifens einvulkanisiert ist. Die ersten beiden Ziffern der vierstelligen DOT-Nummer geben die Kalenderwoche an, in denen der Reifen produziert wurde. Die beiden folgenden Ziffern geben Aufschluss über das Produktionsjahr. DOT 0218 würde z.B. ausweisen, dass der Reifen in der 2. KW 2018 hergestellt wurde. „Um als vollwertiger Winterreifen im Sinne der Straßenverkehrs- und -zulassungsordnung zu gelten, müsste dieser Reifen also auch ein Schneeflockensymbol auf der Flanke tragen“, erläutert Reifenexperte Drechsler.

 

Mehr Tipps und Infos rund um Reifen und Räder sowie eine bundesweite Postleitzahlen-Suche nach spezialisierten Reifenservicebetrieben gibt es im Internet unter www.bundesverband-reifenhandel.de, Menüpunkt Verbraucher.

 

- Quelle/Foto: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.


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