Einzugsgebiet NRW

Die OZ Onlinezeitung
auf Facebook



OZ – Onlinezeitung Zeitung für NRW UG (haftungsbeschränkt )

Anzeigen

NEU: Unsere OZ-App 2.0!
Android app on Google Play

Themen im Detail


Donnerstag, 01. November 2018

Erste Heimniederlage vor vollem Haus

Solingen - Vor einer hervorragenden Kulisse von 6758 Zuschauern im ISS Dome liefert der Bergische HC den Rhein-Neckar Löwen gerade in der ersten Halbzeit einen großen Kampf. Bis zum 13:15-Pausenstand blieben die Gastgeber im Löwenduell dran, mussten sich nach Wiederanpfiff aber doch noch recht klar mit 25:30 geschlagen geben. Es ist die erste BHC-Heimniederlage der laufenden Saison in der DKB Handball-Bundesliga.

 

Die Bergischen erwischten einen guten Start in die Begegnung. Zwei Mal glich Arnor Gunnarsson per Siebenmeter aus, dann erzielte Fabian Gutbrod die erste Führung für die Gastgeber zum 3:2. Bis zum 6:6 blieb es ausgeglichen, dann zogen die Gäste mit einem 3:0-Lauf, der durch einen geglückten Kempa-Trick über Gudjon Valur Sigurddson gekrönt wurde, auf 9:6 davon. 

Die Chancen, auch in dieser Phase dran zu bleiben, waren da, doch Mikael Appelgren hielt stark. Der RNL-Torhüter entschärfte einige Würfe – gerade auch frei vom Kreis. Während einer Zeitstrafe gegen Csaba Szücs verkürzten die Bergischen Löwen durch ein tolles Tor von Tomas Babak auf 7:9. Mit Rafael Baena am Kreis kam der BHC offensiv nun in Schwung. Der Spanier traf selbst zum 9:11 und 13:14, zudem verschaffte er seinen Mitspielern Räume. Die nutzte zum Beispiel Kristian Nippes. Aber auch über außen räumten die Gastgeber über Gunnarsson und Jeffrey Boomhouwer ab.

Etwas glücklich nahmen die Rhein-Neckar Löwen, die während der Hälfte den starken Steffen Fäth mit einer Knieverletzung verloren, einen 15:13-Vorsprung mit in die Kabine. Filip Taleski versenkte den letzten Freiwurf vor der Sirene. Nach der Pause kamen die Gäste aber mit viel mehr Schwung zurück aufs Feld. Der BHC wirkte offensiv überhastet, die Mannheimer hatten bei drei Treffern in Folge recht leichtes Spiel. 

BHC-Coach Sebastian Hinze nahm die Auszeit, setzte wieder Fabian Gutbrod im Rückraum ein und wünschte sich von seinen Mannen, dass sie bis zur Chance spielen mögen. Maciej Majdzinski stieg hoch, erkannte, dass Gutbrod mit Schwung kam und setzte seinen Mitspieler erfolgreich in Szene. Die Hausherren waren im Positionsangriff nun kurzfristig wieder auf der Höhe, doch sie kamen fast gar nicht dazu, ihr gefürchtetes Tempospiel auf die Platte zu bringen. Es fehlten die Ballgewinne in der eigenen Abwehr – der Deutsche Meister von 2016 und 2017 präsentierte sich extrem effektiv. Der Gegenstoß von Gunnarsson zum 17:21 nach einem Block von Majdzinski war eine aus BHC-Sicht willkommene Ausnahme.

Immerhin ein paar Mal lief es auch danach noch besser. Gutbrod schloss per Konter ab, Gunnarsson verwertete aus der zweiten Welle, nachdem der zur zweiten Hälfte für Christopher Rudeck im Tor eingewechselte Bastian Rutschmann pariert hatte. Aus einem 17:23 machten die Bergischen ein 20:23. Gäste-Coach Nicolaj Jacobsen mahnte sein Team im Anschluss zu mehr Disziplin – und bekam sie.

Defensiv überzeugten die Mannheimer mit einem starken Abwehr-Torhüter-Paket. Offensiv spielte die Mannschaft oft auf den Punkt. Gute sechs Minuten vor Schluss war die Partie beim Stand von 21:27 eigentlich schon entschieden. Am Ende hieß es 25:30.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Nikolaj Jacobsen:
„Es gibt kein einfaches Spiel gegen den Bergischen HC. Es war auch heute schwer. Wir haben besser gespielt im Pokal, bessere Lösungen im Angriff gefrunden, aber auch in der Abwehr überwiegend sehr gut gestanden. Wir führen in der ersten Halbzeit ein paar Tore zu wenig, in der zweiten haben wir es dann innerhalb von fünf Minuten entschieden und sind auf fünf, sechs Tore Abstand davon gezogen. Die Deckung und Torhüter waren stark, und im Angriff haben wir viel mehr Geduld als letztes Mal. Es war ein verdienter Sieg für uns.“


Sebastian Hinze: „Natürlich ist es ein verdienter Sieg. Das Spiel dauert leider 60 Minuten. Wir machen es in der ersten Halbzeit gut - auch in der Deckung und kommen zu Toren aus dem Tempospiel. Außerdem agieren wir sehr diszipliniert und haben es geschafft, die Rhein-Neckar Löwen in Bewegung zu bringen. Wir nehmen nicht in der ersten Aktion den Abschluss, sondern bleiben geduldig. Es kann auch ausgeglichen zur Halbzeit stehen. In der zweiten Hälfte nehmen wir die Abschlüsse zu früh, haben zwölf Fehlschüsse, in der ersten waren es noch sechs, und die waren überwiegend frei. In der zweiten Halbzeit sind es alles so Halbchancen, die können alle mal reingehen, aber das waren nicht die Abschlüsse, die wir uns wünschen. Dadurch kommen wir nicht so geordnet in die Defnesive, weil wir das im Kopf haben – und dann decken wir auch nicht mehr so gut. Das Problem sehe ich heute offensiv. Wir machen es den Rhein-Neckar Löwen zu einfach. Da müssen wir drüber sprechen.“


Jörg Föste: „Zufriedenheit kann sich nicht einstellen. Wir haben in der zweiten Halbzeit  eine Leistung geboten, die gegen die Rhein-Neckar Löwen nicht reicht und gegen manch anderen Bundesligisten auch nicht. Das müssen wir selbstkritisch eingestehen. Wir haben in dieser Saison schon tolle Leistungen geboten, aber heute in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht gezeigt. Die Arena war stimmungsvoll, der Unterrang war nahezu ausverkauft, damit sind wir zufrieden.“

 

- Quelle: BHC Marketing GmbH

- Foto: deutzmann.net


Nach oben

Bundesliga powered by Kicker Online

Anzeigen


Suchbegriffe: