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Dienstag, 04. Dezember 2018

Positive Bilanz zu Fahrradabstellanlagen

Düsseldorf - Eine positive Bilanz zu neu geschaffenen Fahrradabstellanlagen hat am Montag, 3. Dezember, bei einem Ortstermin auf der Cantadorstraße Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke gezogen. Die erste Überprüfung der Nutzung habe gezeigt, dass für die Abstellmöglichkeiten eine sehr hohe Nachfrage bestehe. Seit dem Sommer hat das Amt für Verkehrsmanagement an rund 100 Standorten in der Innenstadt mehr als 1.000 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen.

 

Die Fahrradabstellanlagen gehören zur Düsseldorfer Fahrradoffensive und sind ein Zeichen für Düsseldorf als fahrradfreundliche Stadt. Bezüglich besserer und sicherer Abstellplätze gibt es hohe Forderungen an die Stadt seitens der Radfahrenden.

 

"Dass sogar neben voll ausgelasteten neuen Abstellanlagen noch Fahrräder abgestellt werden, zeigt, dass es einen hohen Parkdruck bei den Fahrrädern gibt und der Bedarf das neu geschaffene Angebot sogar übersteigt", sagte die Verkehrsdezernentin. Bei den Abstellanlagen handelt es sich um mobile und flexibel einsetzbare Einheiten, deren Einsatz nach Bedarf gesteuert werden kann. So sollen noch mehr Bürger für ein fahrradfreundliches Düsseldorf gewonnen werden, aber alle Belange einer gerechten Nutzung des öffentlichen Raumes möglich bleiben. Zuschke betonte: "Aufgrund von Staus und einer steigenden Umweltbelastung ist es erforderlich, die umweltfreundliche Mobilität in unserer Stadt zu stärken. Wir sind hier nicht ideologisch unterwegs, sondern haben die Auflage und Pflicht, Ansätze für ein umweltfreundliches Verkehrsverhalten zu finden, wie auch noch einmal verstärkt vom Luftreinhalteplan gefordert. Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Baustein dafür."

 

Fahrräder brauchen weniger Platz, verursachen weniger Lärm und keine Abgase. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung. Der Fahrradverkehr in Düsseldorf nimmt stetig zu und damit auch der Bedarf für Fahrradabstellanlagen. Die Stadt erhält viele Nachfragen und Wünsche, Fahrradstellplätze zu schaffen. Leider ist der Platz im öffentlichen Raum begrenzt. Gerade in innerstädtischen Gebieten ist es nicht immer möglich, allen Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden. In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand an Kraftfahrzeugen massiv gewachsen. Da die Abstellmöglichkeiten für Autos im privaten Raum nicht in gleicher Zahl wachsen und viele private Garagen mit anderen Nutzungen belegt sind, hat das Abstellen privater Fahrzeuge im öffentlichen Raum ständig zugenommen. Der Platz im Straßenraum wurde für parkende Autos optimal ausgenutzt, oft zu Lasten von Fuß-/Radwegen sowie Aufenthaltsflächen.

 

Die Standorte, an denen aktuell neue Fahrradabstellanlagen geschaffen werden, sind oft auf Wünsche aus der Bevölkerung zurückzuführen. Die Stadt stellt Fahrradabstellanlagen zunächst dort auf, wo entsprechend Platz im Straßenraum vorhanden ist. Vorschläge von Anwohnern für Alternativen zu bestehenden Parkplätzen - auch im privaten Raum - werden vom Amt für Verkehrsmanagement gerne entgegen genommen.

 

Vielfach wurden für die neuen Abstellanlagen für Fahrräder Flächen gewählt, die aufgrund der guten Einsehbarkeit - zum Beispiel für Kinder und Schüler - ohnehin frei von parkenden Autos gehalten werden müssen. Es wurden aber auch einige Pkw-Stellplätze umgenutzt. Ein Autostellplatz, der meistens nur von einem Menschen genutzt wird, dient nach der Umwidmung sechs bis zehn Menschen, da auf derselben Fläche bis zu zehn Fahrräder abgestellt werden können. Im gesamten Gebiet, in dem neue Fahrradabstellanlagen angelegt wurden, sind etwa 50 Pkw-Stellplätze weggefallen. Dazu sind auch Beschwerden von Pkw-Nutzern bei der Stadt eingegangen.

 

"Ich kann den Ärger aufgrund des Parkdrucks in den Vierteln verstehen. Aber auch bei den Nutzern des Fahrrades ist ein großer Parkdruck vorhanden, was an der hohen Anzahl von an Hauswänden, Laternen oder Baumscheiben abgestellten Fahrrädern zu erkennen ist", sagte die Verkehrsdezernentin.

 

Das Amt für Verkehrsmanagement wird alle Reaktionen aus der Bevölkerung ernst nehmen sowie die Nutzung der Abstellanlagen regelmäßig prüfen und eruieren, ob es in ihrem Umfeld bessere Alternativen gibt. Aus diesem Grund sind die Stellplätze durch eine einfache Demontage flexibel. Stellplätze werden nur mit Augenmaß und aufgrund der Nachfrage der Bürger umgenutzt, im Sinne der schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich der Fußgänger und Radfahrer.

 

Fortführung der Sommeroffensive Fahrradabstellanlagen

Das Amt für Verkehrsmanagement wird die "Offensive Fahrradabstellanlagen" über das gesamte Jahr 2019 fortführen. Eine weitere Überprüfung der Nutzung der aufgestellten Bügel erfolgt im März 2019. Im nächsten Jahr sollen weitere 500 bis 1.000 Abstellplätze, die flexibel sind, also schnell aufgebaut und bei Bedarf auch schnell abgebaut werden können, geschaffen werden. Dass Parkplätze für die neuen Fahrradabstellanlagen in Anspruch genommen werden, bleibt dabei die Ausnahme. Dies erfolgt nur in Gebieten, in denen es keine Alternativen gibt.

 

Hintergrundinfos Cantadorstraße

Auf der Cantadorstraße sind insgesamt an zwei Standorten 18 Fahrradbügel auf fünf ehemalige Auto-Stellplätze gesetzt worden:

- Cantadorstraße 22: 11 Fahrrad-Bügel (= 22 Fahrradstellplätze) auf 3 Pkw-Stellplätzen

- Cantadorstraße 5: 7 Fahrrad-Bügel (= 14 Fahrradstellplätze) auf 2 Pkw-Stellplätzen

 

Alle Standorte resultieren aus Wünschen aus der Bevölkerung. Wie überall, werden die Abstellanlagen sehr gut angenommen, lagen aber auch Beschwerden aufgrund des Wegfalls der Auto-Stellplätze vor.

 

- Quelle: Stadt Düsseldorf

- Foto: OZ


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