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Dienstag, 18. Dezember 2018

Frauenwahlrecht und Gleichstellung im Grundgesetz

VHS-Vortragsreihe "Starke Frauen" geht in die zweite Runde

Die "Starken Frauen" gehen in die zweite Runde: Nach der im Herbst erfolgreich gestarteten Veranstaltungsreihe der Volkshochule wird es im kommenden Halbjahr drei neue Vorträge mit anschließender Diskussion geben. In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen geht es - nach drei Frauen aus Kultur und Philosophie - diesmal um Streiterinnen für das Frauenwahlrecht und die Gleichberechtigung. Jeweils freitags von 15 bis 16:30 Uhr stellt die Solinger Journalistin Stefanie Mergehenn folgende "Starke Frauen" vor:

 

18. Januar: Hedwig Dohm

Hedwig Dohm (1831-1919) war eine Berliner Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Mit ihrem Mann Ernst, dem Chefredakteur der satirischen Zeitschrift „Kladderadatsch", hatte sie vier Töchter, die im Gegensatz zur intellektuellen Autodidaktin eine fundierte Schul- und Berufsausbildung erhielten. Neben den Forderungen nach gleicher Ausbildung und weiblicher Erwerbstätigkeit sprach Dohm sich vehement für das Frauenwahlrecht aus, das jetzt 100 Jahre alt wird: Bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 durften die Frauen in Deutschland erstmals ihr Wahlrecht nutzen.

 

15. März: Bertha von Suttner

Bertha von Suttner (1843-1914) schrieb vor 130 Jahren den Roman „Die Waffen nieder!". Die österreichische Friedensforscherin, Journalistin und Schriftstellerin starb mit Beginn des Ersten Weltkriegs, den sie immer verhindern wollte - wofür sie 1905 als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Zum Ende der Internationalen Frauenwoche ergründen wir, was die böhmische Adelige motiviert hat, sich unter großen persönlichen Entbehrungen so vehement für den Pazifismus, die Frauenbewegung und den Tierschutz einzusetzen.

 

24. Mai: Elisabeth Selbert

Elisabeth Selbert (1896-1986) aus Kassel gilt als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes", das vor genau 70 Jahren in Kraft trat. Der deutschen Politikerin und Juristin ist es zu verdanken, dass die Gleichberechtigung in den Grundrechte-Teil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wurde. Schon in der Weimarer Republik hatte die Sozialdemokratin als Journalistin und Rednerin immer wieder an die Pflicht der Frauen gemahnt, sich politisch zu informieren und zu engagieren. Während ihr Mann als politischer Häftling im KZ war, ernährte sie als Anwältin die Familie. Seit 1948 kämpfte sie als Mitglied des Parlamentarischen Rates für die Chancengleichheit von Mann und Frau.

 

Alle Vorträge finden im VHS-Forum (Raum 322) der Bergischen Volkshochschule an der Mummstraße 10 statt. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Begleitend zum Vortrag über Hedwig Dohm und "100 Jahre Frauenwahlrecht" gibt es am Montag, 21. Januar, um 20 Uhr im Cobra-Kino eine Sondervorstellung des Spielfilms "Die Göttliche Ordnung" (CH 2016), der den Kampf um das Frauenwahlrecht in der Schweiz tragikomisch abbildet.

 

- Quelle: Stadt Solingen

- Foto:http://de.freeimages.com/photo/woman-1157770 / Faakhir Rizvi


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