Einzugsgebiet NRW

Die OZ Onlinezeitung
auf Facebook



OZ – Onlinezeitung Zeitung für NRW UG (haftungsbeschränkt )

Anzeigen

NEU: Unsere OZ-App 2.0!
Android app on Google Play

Themen im Detail


Dienstag, 22. Januar 2019

Wuppertaler Forscher messen vom Weltraum aus die Temperatur der oberen Atmosphäre

Nordwest-China, 22. Dezember 2018, 00:51 Uhr mitteleuropäischer Zeit: Die Rakete vom Typ „Langer Marsch 11“ hebt erfolgreich vom Weltraumbahnhof Jiuquan ab. An Bord befindet sich ein Satellit zum Test eines neuen Kommunikationssystems zur Internetversorgung, das im Rahmen des Hongyun-Projektes entsteht. Eingebaut in diesen Satelliten wiederum ist das Spektrometer „AtmoSHINE“. Entwickelt von Atmosphärenphysikern der Bergischen Universität und des  Forschungszentrums Jülich soll es Temperaturen in der oberen Atmosphäre messen.

 

Inzwischen hat der Satellit seine sonnensynchrone Umlaufbahn erreicht und umkreist die Erde entlang der Tag-Nacht-Grenze in einer Höhe von 1100 Kilometern. Nach einer ersten estphase steht fest: Das  Spektrometer funktioniert unter harschen Weltraumbedingungen einwandfrei. Erste Messdaten wurden bereits heruntergeladen und werden derzeit ausgewertet. „Wir erwarten, dass wir über die geplante Lebensdauer des Satelliten von mindestens einem Jahr räumlich hochaufgelöste Temperaturverteilungen in einer mehrere Kilometer dicken  Atmosphärenschicht in einer Höhe von 90 Kilometern messen können“,
erläutert Prof. Dr. Ralf Koppmann vom Wuppertaler Institut für   Atmosphären- und Umweltforschung. „Auf Basis dieser Daten hoffen wir, das Verhalten von so genannten Schwerewellen in der Atmosphäre besser zu verstehen. Sie spielen für die Klimamodellierung eine wichtige Rolle“, ergänzt Dr. Martin Kaufmann vom Forschungszentrum Jülich. Das erfolgreiche Projekt sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur  Entwicklung einer Mini-Satelliten Konstellation zur Erforschung der Dynamik der Atmosphäre.

 

Das von den Wissenschaftlern und Ingenieuren entwickelte Spektrometer basiert auf einem Konzept, das im März 2017 im Rahmen des REXUS-Programms erfolgreich auf einer Höhenforschungsrakete unter weltraumnahen Bedingungen getestet wurde. Das Team um Prof. Ralf Koppmann, Dr. Martin Kaufmann und die Jülicher Ingenieure des ZEA-2 hatte nur knapp ein Jahr Zeit, um das neue Instrument zu bauen und zu testen. Bereits im März 2018 musste das Gerät für den Einbau in den Satelliten und den danach notwendigen Tests in China abgegeben werden.

 

- Quelle: Universität Wuppertal

- Foto: http://de.freeimages.com/photo/environment-1236246  / Benito LeGrande


Nach oben

Bundesliga powered by Kicker Online

Anzeigen


Suchbegriffe: